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Die Zeit der hundert Königreiche Ein Darkover Roman von Bradley, Marion Zimmer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Die Zeit der hundert Königreiche

Bestsellerautorin Marion Zimmer Bradley ('Die Nebel von Avalon') hat mit dem opulenten Darkover-Zyklus eine einzigartige Romanreihe geschaffen: Die fesselnde Geschichte einer geheimnisvollen fremden Welt und ihrer Bewohner ist Kult! Darkover ist in zahlreiche Königreiche und Fürstentümer zerfallen. Während die Herrscher versuchen, sich mit Waffengewalt gegeneinander zu behaupten, träumen zwei Männer den unmöglichen Traum: das Land zu einen und den Menschen endlich Frieden zu bringen... Der Knabe Bard di Asturien wächst als Pflegesohn an einem der Höfe gemeinsam mit den Söhnen und Töchtern des Königs heran. Zum Heerführer des Reiches aufgestiegen, verlobt er sich mit der Tochter Carlina und muß eine Probezeit bis zum Vollzug der Ehe bestehen. Ein plötzlich aufflammender Streit jedoch mündet in einen erbitterten Kampf. Bard wird für vogelfrei erklärt und muss fliehen. Einem einsamen Wolf gleich, streift er umher. Und um gegen das Königshaus und gegen Varzil, den Guten, zu bestehen, nutzt er die dunkle Magie - die schließlich sein Verhängnis wird...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 378
    Erscheinungsdatum: 31.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305949
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1255 kBytes
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Die Zeit der hundert Königreiche

Prolog: Der Fremde

Paul Harrell erwachte, verwirrt, nur halb bei Bewußtsein und mit dem Gefühl, langdauernde Alpträume hinter sich zu haben. Die Muskeln seines Körpers schmerzten, als sei jeder für sich ein hohler Zahn, und sein Kopf fühlte sich an, als habe er einen wahrhaft monumentalen Kater. Verwischte Erinnerungen, ein Mann mit seinem Gesicht, seine eigene Stimme, die fragte: Verdammt noch mal, wer bist du? Doch nicht etwa zufällig der Teufel? Nicht etwa, daß er an den Teufel oder die Hölle oder eines jener Dinge glaubte, die erfunden waren, um die Menschen zu zwingen, das zu tun, was andere Leute für richtig hielten, statt das, was sie selbst wollten.

Er bewegte seinen Kopf, und der Schmerz darin ließ ihn zusammenzucken. Donnerwetter! Muß ich gestern abend einen draufgemacht haben!

Er streckte sich, versuchte sich umzudrehen und stellte fest, daß er bequem lag und genügend Platz für seine Beine hatte. Der Schock machte ihn hellwach.

Er konnte sich bewegen, sich strecken - er war nicht in der Stasis-Zelle!

War also alles nur ein Alptraum gewesen? Die Flucht vor der Alpha-Polizei, die Rebellion, die er in der Kolonie angeführt hatte, der letzte Kampf, bei dem seine Männer rings um ihn niedergeschossen worden waren, die Gefangennahme und der Prozeß - und schließlich das Grauen, als sich die Stasis-Zelle für immer um ihn schloß.

Für immer. Das war sein letzter Gedanke gewesen. Für immer.

Schmerzlos natürlich. Sogar angenehm, wie das Einschlafen, wenn man vollständig erschöpft ist. Aber er hatte um diesen letzten bewußten Augenblick mit aller Kraft gekämpft, weil er wußte, daß es wirklich der letzte war. Er würde nie mehr aufwachen.

Humane Regierungen hatten die Todesstrafe vor langer Zeit abgeschafft. Zu oft hatte sich ein paar Jahre nach der Hinrichtung des Gefangenen durch neues Beweismaterial seine Unschuld erwiesen. Der Tod machte den Fehler unwiderruflich und setzte das ganze Justizsystem in Verlegenheit. Die Stasis-Zelle hielt den Gefangenen sicher von der Gesellschaft fern... aber er konnte immer noch rehabilitiert und ins Leben zurückgerufen werden. Und es gab keine Gefängnisse, keine traumatischen Erinnerungen an die Gemeinschaft mit abgebrühten Kriminellen, keine Gefangenenaufstände. Überflüssig geworden waren Beratung, Erholung, Neuanpassung. Steckt sie einfach in eine Stasis-Zelle und laßt sie dort auf natürliche Weise altern und schließlich sterben, bewußtlos, leblos... falls sie sich nicht doch noch als unschuldig erweisen. Dann konnte man sie herausholen.

Nur hatte Paul Harrell gewußt, daß das in seinem Fall unmöglich war. Er war schuldig, und dessen hatte er sich auch noch gerühmt, und er hatte es darauf angelegt, vor der Gefangennahme niedergeschossen zu werden. Was noch schwerer wog, er hatte sich Mühe gegeben, so etwa zehn der verdammten Bullen mitzunehmen. Deshalb hatte er das gesetzliche Recht auf die Wahl zwischen Stasis-Zelle und Rehab verwirkt.

Der Rest seiner Männer, die nicht niedergeschossen worden waren, ließ sich demütig wie Schafe zur Rehabilitation treiben, wo man aus ihnen konformistische Nullen machte. Das war alles, was man in dieser idiotischen Welt wünschte. Marionetten. Tröpfe ohne Mumm. Und bis zum letzten Ende konnte er sehen, daß der Richter und alle seine juristischen Ratgeber hofften, er werde zusammenbrechen und um Gnade betteln - um eine Chance zur Rehab, damit sie ihn mit Drogen und Umerziehung und Gehirnwäsche in einen Niemand verwandeln konnten, der mit allen anderen im Gleichschritt durch das marschierte, was sie Leben nannten. Danke, das ist nichts für mich. Ich tue bei ihrem verdammten Spiel nicht mit. Als ich meinen Lauf beendet hatte, war ich bereit zu gehen, und ich ging .

Und so lange es dauerte, war es ein gutes Leben gewesen, dachte er. Er hatte Haschee aus ihren blöden Gesetzen gemacht, weil sich jahrelang niemand auch nur vorzus

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