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Die Zeit der Schatten - Blut und Knochen 1 Roman von Gwynne, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.05.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Zeit der Schatten - Blut und Knochen 1

In einer Welt erbaut auf Blut und Knochen kann es keinen Frieden geben ... Die Verfemten Lande haben den Krieg überstanden, doch die Herrschaft der siegreichen Ben-Elim wird bedroht. Die Anzeichen häufen sich, dass ihre Erzfeinde, brutale Dämonenwesen, zurückkommen. Im verschneiten Norden findet der Pelzjäger Drem zerfetzte Leichen im Wald - scheinbar Opfer schwarzer Magie. Im Süden gerät Riv, eine ungestüme junge Soldatin, in einen Konflikt mit den Ben-Elim. Drem und Riv hüten Geheimnisse, die das Schicksal der Verfemten Lande verändern könnten. Doch sie wissen nicht, welche Rolle sie spielen werden. Und in den Schatten warten die Dämonen nur darauf, sich zurückzuholen, was früher ihnen gehörte. Alle Bücher der Serie: Die Zeit der Schatten. Blut und Knochen 1 Die Zeit des Feuers. Blut und Knochen 2 John Gwynne studierte an der Brighton University, wo er später auch unterrichtete. Er spielte Bass in einer Rock'n'Roll-Band, bereiste die USA und lebte in Kanada. Heute ist er verheiratet, hat vier Kinder und führt in England ein kleines Unternehmen, das alte Möbel restauriert. ?Die Getreuen und die Gefallenen? ist John Gwynnes preisgekrönte High-Fantasy-Saga über den Krieg zwischen Ben-Elim und Kadoshim. Mit ?Blut und Knochen? beginnt ein neues Kapitel in Gwynnes epischer Fantasywelt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 20.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641235451
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: A Time of Dread (Of Blood and Bone 1)
    Größe: 1462 kBytes
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Die Zeit der Schatten - Blut und Knochen 1

KAPITEL 1

BLEDA

Im Jahr 132 des Zeitalters der Kunde, Schnittermond

"Ich sollte da unten sein", sagte Bleda. Er hockte auf einem steilen Hang und hielt seinen Bogen in der verkrampften Faust, während er staunend die Szene unter sich beobachtete.

Eine Schlacht.

Pferde mit Reitern wirbelten in unaufhörlicher Bewegung über die Ebene. Von seiner hohen Position aus wirkten sie wie zwei Vogelschwärme, die sich immer enger umkreisten, und das schwache Trommeln der Hufe ließ den Boden unter Bledas Füßen vibrieren. Während er fasziniert und ein wenig neidisch zusah, hallten die Beleidigungen und Herausforderungen, die Vorboten der Gewalt, zu ihm herauf.

"Nein, du solltest eben nicht dort unten sein", sagte jemand hinter ihm. Der Alte Ellac rieb sich gedankenverloren den Stumpf, wo einst seine rechte Hand gewesen war. Die Haut um seine Augen lag in tiefen Falten wie altes Leder, als er auf die Schlacht hinabstarrte, die sich auf der Ebene unter ihnen anbahnte.

"Natürlich sollte ich dort sein", widersprach Bleda leise. "Meine Mutter ist da unten und führt unseren Clan an. Mein Bruder reitet auf der einen Seite neben ihr und meine Schwester auf der anderen."

Nur mein Vater nicht.

"Richtig, aber sie sind alle erheblich älter als zehn Sommer", erklärte Ellac nachdrücklich.

"Na und?", fuhr Bleda auf. "Ich kann kämpfen und bin mit einem Bogen viel geschickter als die meisten anderen. Und auch geschickter als du."

"Das ist jetzt wahrlich nicht mehr allzu schwer." Ellac schnaubte verächtlich und gab Bleda mit seiner linken Hand eine Kopfnuss.

Bleda schämte sich wegen seiner Bemerkung, und diese Scham war schmerzhafter als der Schlag. Er wusste, dass keiner von ihnen gern untätig hier oben auf dem Hügel hockte, während ihre Familien und Angehörigen kämpften und auf dem Schlachtfeld unter ihnen bluteten.

Deine Zunge ist schärfer als dein Schwert, hatte sein Vater ihn schon immer getadelt.

"Sieh!" Ellac deutete mit seinem Stumpf nach unten. "Altan."

Auf der Ebene unter ihnen trennte sich ein einzelner Reiter von ihrem Clan. Bleda erkannte in ihm sofort seinen älteren Bruder Altan.

Siebzehn Sommer ist gar nicht so viel älter. Und doch ist er bereits alt genug, um kämpfen zu dürfen. Ich aber nicht. Bledas Miene verfinsterte sich bei dem Gedanken an diese Ungerechtigkeit, obwohl sich sein Zorn nicht gegen Altan richtete. Er liebte seinen Bruder von ganzem Herzen.

Altan trieb sein Pferd zu vollem Galopp an und näherte sich der feindlichen Kriegerhorde, aus der sich im gleichen Moment ebenfalls ein Krieger löste, der genauso schnell galoppierte. Beide Krieger neigten sich in ihren Sätteln zur Seite und streckten die Arme aus, als sie ihre Bögen spannten.

Bleda wurde von glühendem Stolz durchströmt, doch gleichzeitig schien eine kalte Faust sein Herz zu umklammern.

Ziele gut, Altan. Ich darf dich nicht auch noch verlieren.

Die Welt schien sich plötzlich zu verlangsamen, und die Geräusche wurden gedämpft, während Bleda die beiden Kämpfer beobachtete.

Dann drehte Altan ab, während der andere Reiter im Sattel schwankte, zur Seite kippte und dann zu Boden stürzte. Er wurde von seinem Pferd mitgerissen, weil er mit einem Stiefel im Steigbügel hängen geblieben war. Ellac knurrte bewundernd, und Bleda stieß triumphierend die Faust in die Luft, während er laut seinen Stolz hinausschrie. Er spürte Ellacs Missbilligung wegen seines Gefühlsausbruchs, denn von den Kriegern seines Clans erwartete man, dass sie ihre kalte Miene wie einen Schild vor sich her trugen. Aber das da unten war Altan, und er hatte gerade einen Krieger ihrer ewigen Rivalen getötet.

Lautes Jubelgeschrei stieg zu ihnen empor, das sich rasch in Schlachtrufe verwandelte, als die beiden Kriegerhorden mit einem ungeheuren Krachen aufeinanderprallten. Bleda

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