text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Zeit von Lancelot, Sir (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Zeit

Zeit hat ihre eigenen Regeln. Wenn du sie herausforderst, bleibt am Ende nur die Einsamkeit. Ich hätte das Buch nie finden dürfen! Getrieben von Macht und verfolgt vom Tod verschwanden alle, die ich jemals liebte. Wie weit würdest du gehen um deine Liebe zu retten? Wenn du dem Tod von der Schippe springst, dann gabelt er dich eines Tages wieder auf. Sina zu retten, brachte mich an die Grenzen der Zeit und an die Grenze meines Lebens. Verloren in der Unendlichkeit der Zeit fasste ich, Eric Le Grand, einen folgeschweren Entschluss. Der Autor Stefan Köbrich, geboren 1968 in Hirschberg an der Saale, schreibt seit nunmehr 10 Jahren unter dem Pseudonym Sir Lancelot, aber bisher nur für sich privat. Jetzt möchte er sich seinen Wunsch erfüllen und das erste Buch mit der Öffentlichkeit teilen. Leider wurde das Exposé von allen angeschriebenen Verlagen abgelehnt. In der Coverdesignerin Juliane Schneeweiss, fand er eine hilfreiche Freundin, die ihm das Buchcover erstellte und den Selbstverlag BoD empfahl. Sie ermutigte ihn, seinen Weg zu gehen. Die zweite überarbeitete Auflage gehört zur Buchreihe "Die Zeit".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783750447974
    Verlag: Books on Demand
    Serie: Die Zeit 1
    Größe: 526 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Zeit

Kapitel 1: Der Fund

1960 im Süden von England.

E in junger Mann ging auf einer Allee geradewegs auf ein altes Haus zu, in dem er ein Interview führen sollte. Die lange Kastanienallee säumte auf beiden Seiten den Weg zu dem schon etwas baufälligen Gemäuer. Es fiel ihm schwer, über das nasse Kopfsteinpflaster zu gehen. Mit seinen ausgelatschten Schuhen rutschte er immer wieder zwischen die Steine. Ständig knickte er um und musste den Pfützen ausweichen. Das war nicht nur nervig, sondern auch sehr schmerzhaft. Fast so schmerzhaft wie seine Tasche. Diese alte, braune Ledertasche hatte er sich umgehängt. Sie war schwer. Ein Tonbandgerät mitzunehmen - wer kam denn auf so eine Idee? Sein Chef hatte darauf bestanden, eine Tonaufnahme zu bekommen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, dann hätte er nur einen Schreibblock und einen Bleistift mitgenommen, um sich Notizen zu machen. Der Gurt drückte auf seiner Schulter und die machte sich schmerzhaft bemerkbar. Er war aber energisch und entschlossen. Seit Monaten hatte er schon keinen Auftrag mehr von seiner Zeitungsagentur bekommen. Die Miete war schon längst überfällig. Ohne diesen Job würde er mal wieder auf der Straße sitzen.

Kalt war der Morgen, aber den leicht süßlichen Geruch der Kastanienblüten nach dem Regen genoss er so richtig in vollen Zügen.

Seltsam, dass es hier so still war. Wo war das laute Vogelzwitschern, das ihn sonst jeden Tag gegen vier Uhr morgens aus dem Schlaf riss? Er versuchte, zwischen den Zweigen die einheimischen Vögel zu finden, aber vergebens. Nichts rührte sich. Nur die Sonne blinzelte ihm durch die regennassen Blätter ins Gesicht, sodass er die Augen zu Schlitzen zusammenkneifen musste. Plötzlich näherte sich von hinten ein klackerndes Geräusch. Erschrocken drehte er sich um und konnte gerade noch zur Seite springen. Eine pechschwarze Kutsche mit zwei Pferden, die schon weißen Schaum vor dem Maul hatten, preschte an ihm vorbei. Natürlich landete er bei dem Sprung zur Seite mit seinen Schuhen in einer Pfütze.

Na großartig, dachte er sich, mit nassen Füßen zum Interview. Wenn ich mir da nur keine Erkältung einfange. Wer hatte es nur um diese Zeit so eilig, dass der die Pferde so antrieb?

Als er das Haus erreichte, hielt er kurz inne. Es war ein altes Herrenhaus mit grauen Backsteinen.

Wilder Wein hatte schon fast das ganze Haus erobert. Vom Dach bis zur Treppe wucherte er in einem satten Grün vor sich hin.

Zehn lange, vom Zahn der Zeit angenagte Stufen führten zu der großen Eingangstür aus Eichenholz, an der er weder eine Glocke noch einen Türklopfer fand.

Es sah aus, als ob die Tür fest im Griff von Spinnen war und deren Netze die ganze Tür zusammenhielten.

Rechts und links neben der Tür schlugen die Fensterläden im Rhythmus des sanften Windes, der immer wieder kurz ums Haus wehte, gegen die Scheiben. Sein Herz schlug schon bis zum Hals bei dem Gedanken, was ihn drinnen erwarten würde, wenn es hier draußen schon so unheimlich war.

An der Tür hinter dem wilden Wein, der darüber wucherte, befand sich ein verrosteter Ring eines Türklopfers. Den habe ich ja noch gar nicht gesehen, dachte sich der Journalist.

Wahrscheinlich hielt der Wein neben den Spinnennetzen ebenfalls das ganze Haus zusammen.

Der Journalist zögerte kurz, doch dann streckte er die Hand durch die Weinranken nach dem Ring aus. Sofort zuckte er wieder zurück. Etwas Schwarzes sprang auf ihn zu und bevor er deuten konnte, was es war, machte er lieber einen Ausfallschritt zurück.

Das hätte er sich besser überlegen sollen. Die oberste Stufe, die nach unten führte, war doch näher hinter ihm, als er gedacht hatte.

Er fiel rücklings die Treppe hinunter und landete unsanft, mit dem Po voran, in der Pfütze vor dem Haus. Bevor er sich aber sammeln konnte, nahm er dieses Etwas wahr, das ihn besprungen hatte. Es saß auf seiner Krawatte und blickte ihn mit acht Augen an.

"Eine

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen