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Die zerbrochene Kette Ein Darkover Roman von Bradley, Marion Zimmer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Die zerbrochene Kette

Bestsellerautorin Marion Zimmer Bradley ('Die Nebel von Avalon') hat mit dem opulenten Darkover-Zyklus eine einzigartige Romanreihe geschaffen: Die fesselnde Geschichte einer geheimnisvollen fremden Welt und ihrer Bewohner ist Kult! Mit einer Gruppe mutiger Frauen machen sich die Freien Amazonen Kindra und Rohana auf eine gefahrvolle Reise: Durch die Wüste soll es gehen, um eine entführte Freundin und deren kleine Tochter aus der Gefangenschaft zu befreien. Ihr Ziel ist das Labyrinth der Trockenstädte, in denen Männer regieren - und Frauen in goldene Ketten gelegt werden...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 325
    Erscheinungsdatum: 31.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305932
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1101 kBytes
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Die zerbrochene Kette

1

D ie Nacht senkte sich zögernd über die Trockenstädte, als widerstrebe es der großen roten Sonne zu dieser Jahreszeit, unterzugehen. Liriel und Kyrrdis, blass im verweilenden Tageslicht, standen niedrig über den Mauern von Shainsa.

Innerhalb der Tore, am Rand des großen, windgefegten Marktplatzes, schlug eine kleine Gruppe von Reisenden ihr Lager auf, nahm den Reittieren die Sättel und den Packtieren die Lasten ab.

Es waren nicht mehr als sieben oder acht Personen, und alle trugen sie die Kapuzenmäntel, die schweren Jacken und Reithosen des Berglandes, der weit entfernten Sieben Domänen. Zu dieser Stunde, wenn die Sonne immer noch einige Kraft hatte, war es heiß im Wüstengebiet von Shainsa, aber die Reisenden zogen ihre Kapuzenmäntel nicht aus. Jeder von ihnen war mit Messer und Dolch bewaffnet, doch nicht einer trug ein Schwert.

Das genügte, eine Reihe müßiger Trockenstädter, die den Fremden beim Lageraufbau zusahen, neugierig auf sie zu machen. Da warf einer, schwitzend unter dem Gewicht der Satteltaschen, die Kapuze zurück und enthüllte einen wohlgeformten kleinen Kopf mit kurz geschnittenem dunklem Haar, wie es kein Mann - und keine Frau - der Domänen oder der Trockenstädte trug. Weitere Gaffer strömten zusammen. Für gewöhnlich passierte so wenig in den Straßen der Trockenstädte, dass die Zuschauer sich benahmen, als sei die Ankunft der Fremden ein für sie veranstaltetes kostenloses Schauspiel, und alle hielten sich für berechtigt, ihre Bemerkungen über die Darbietung zu machen.

"He, komm her, sieh dir das an! Freie Amazonen sind das, aus den Domänen!"

"Schamlose Dirnen, das sind sie, so wie sie herumlaufen und keinem Mann gehören! Ich würde sie aus Shainsa hinausjagen, bevor sie unsere anständigen Frauen und Töchter verderben!"

"Was, Hayat, du kannst deine eigenen Frauen nicht im Zaum halten? Also, meine würden um alles Gold der Domänen nicht weglaufen ... Wenn ich sie losschnitte, kämen sie weinend zurück. Sie wissen, wo es ihnen gut geht ..."

Die Amazonen hörten diese Reden, aber sie waren gewarnt worden und darauf vorbereitet. So verrichteten sie ruhig ihre Arbeiten, als sähen und hörten sie die Zuschauer nicht. Das machte die Männer der Trockenstadt kühner. Sie rückten näher heran und warfen mit schmutzigen Witzen um sich, von denen jetzt einige direkt an die Frauen gerichtet wurden.

"Nicht wahr, ihr habt alles, Mädchen - Schwerter, Messer, Pferde, alles, bis auf das, worauf es ankommt!"

Eine der Frauen errötete, drehte sich um und öffnete den Mund, als wolle sie antworten. Die Anführerin der Gruppe, eine hoch gewachsene, schlanke Frau mit flinken Bewegungen, sagte mit leiser Stimme in dringendem Tonfall etwas zu ihr. Die Frau senkte den Blick und fuhr fort, Heringe in den groben Sand zu treiben.

Einer der Trockenstädter, der die kleine Szene beobachtet hatte, schob sich an die Anführerin heran und murmelte herausfordernd: "Du hast die Mädchen alle fest im Griff, wie? Warum lässt du sie dann nicht allein und kommst mit mir? Ich könnte dir Sachen beibringen, die du dir nie hast träumen lassen ..."

Die so Angesprochene drehte sich um, schob die Kapuze zurück und enthüllte unter ergrauendem, kurz geschnittenem Haar das hagere, sympathische Gesicht einer Frau mittleren Alters. Mit heller, deutlich zu verstehender Stimme erwiderte sie: "Alles, was du mir möglicherweise beibringen könntest, habe ich gelernt, lange bevor du dressiert worden bist, Tier. Und was Träume betrifft, so habe ich Albträume wie jedermann, aber den Göttern sei Dank, bisher bin ich immer noch daraus erwacht."

Die Umstehenden grölten. "Das hat gesessen, Merach!" Jetzt, da sie sich gegenseitig mit ihren humoristischen Einfällen bedachten, statt die Frauen zu belästigen, widmete sich die kleine Schar Freier Amazonen eifrig ihrer Arbeit: Sie schlugen eine Bude auf, die offensichtlich dem Verkauf von Waren dienen sollte, zwei Schlafzelte u

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