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Doctor Who: Die Stadt des Todes von Adams, Douglas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.11.2015
  • Verlag: Cross Cult
eBook (ePUB)
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Doctor Who: Die Stadt des Todes

Der Doktor und Romana machen Urlaub in Paris - einer wundervollen Stadt. Ganz besonders, wenn man sie während ihrer Glanzjahre besucht. Doch die TARDIS bringt die beiden in das Jahr 1979, ein Jahr, in dem der Glanz durch Risse im Gefüge von Raum und Zeit getrübt wird. Schon bald sind die Time Lords in eine waghalsige Alien-Intrige verwickelt, mit selbstgebastelten Zeitmaschinen, dem Raub der Mona Lisa, der Wiederauferstehung der gefürchteten Jagaroth und dem Beginn (und wahrscheinlich auch dem Ende) allen Lebens auf der Erde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 30.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864257469
    Verlag: Cross Cult
    Serie: Doctor Who Bd.8
    Größe: 1626kBytes
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Doctor Who: Die Stadt des Todes

KAPITEL VIER

Achte auf die Dame

Romana betrachtete die Mona Lisa. Die Mona Lisa betrachtete sie.

Der Doktor wartete darauf, dass eine von beiden etwas sagte.

"J-aaa", verkündete Romana schließlich. "Das ist schon ziemlich gut."

"Ziemlich gut! Ziemlich gut!" Der Doktor brüllte nun verärgert, und er konnte wirklich gut brüllen. "Einer der unbezahlbaren Schätze des Universums ist ziemlich gut?"

Jetzt geht es los. Der Doktor flatterte wild mit den Armen. Es war so ein schöner Tag gewesen, doch nun zog er Aufmerksamkeit auf sich. Da war ein vage bedrohlich wirkender Mann drei Komma vier Meter rechts von ihnen. Da war eine makellos gekleidete Frau, die auf einer Bank zwei Komma vier Meter hinter ihnen saß. Die mussten erst mal reichen. "Die Welt, Doktor, die Welt", zischte Romana.

"Wovon redest du?", donnerte der Doktor.

Wenn der Doktor in so einer Stimmung war, konzentrierte sich Romana lieber auf Nebensächlichkeiten. Sie berechnete das Gewicht des kräftig gebauten, fleischigen Manns. Sie schätzte die Dichte der Wandfarbe in der Galerie und verglich sie mit der durchschnittlichen Dichte der Farbe auf den Leinwänden. Sie fragte sich, weshalb die makellos gekleidete Frau ihr Armband mit solch präziser Regelmäßigkeit um ihr Handgelenk drehte. Und sie fragte sich, weshalb der Doktor sich wie ein kindischer Tölpel aufführte, wenn er in Rage geriet. "Nicht 'das Universum' in der Öffentlichkeit erwähnen, Doktor", wies sie ihn zurecht. "Das ist zu auffällig."

"Mir doch egal!" Manchmal benahm sich der Doktor wie ein achtzigjähriges Kind. "Dies ist einer der größten Schätze im Universum." Rassilon, steh uns bei, jetzt sprach er auch noch die Menge an. "Sollen sie uns doch anstarren! Sollen sie doch tuscheln!"

Romana betrachtete hilflos das Gemälde und fragte sich, ob sie etwas übersehen hatte. Oh ja, tatsächlich. "Wieso hat sie keine Augenbrauen?", fragte sie.

Im Verlauf der Jahrhunderte ist viel über die Mona Lisa geschrieben worden. Einige Kritiker haben behauptet, es handele sich um das erste Porträt einer normalen Person, die einfach nur normal sein durfte. Andere sahen verborgene und mystische Symbole in ihm, von Pyramiden bis hin zu einem Selbstporträt des Künstlers. Manche haben sich gefragt, warum dieses Gemälde bis zum Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts halb vergessen vor sich hin existierte, dann aber plötzlich einen kometenhaften Aufstieg erlebte. Sehr wenig ist jedoch über die schwierige Frage geschrieben worden, weshalb Leonardo da Vinci die Augenbrauen weggelassen hat. Vermutlich, weil das bis zu diesem Moment im Paris des Jahres 1979 niemand für ein Problem gehalten hatte.

"Was? Etwas Besseres fällt dir nicht ein? Keine Augenbrauen! Du redest hier über die Mona Lisa." Der Doktor fuhr herum und verängstigte jemanden aus Portugal, der sich gerade über das Verbot, mit Blitz zu fotografieren, hatte hinwegsetzen wollen. Der Doktor starrte das Gemälde düster an. Mit dem gleichen Blick hatte er kürzlich den schwarzen Wächter bedacht, während er das Universum repariert hatte (indem er es aus- und wieder eingeschaltet hatte). "Die Mona ... großer Gott, du hast recht. Sie hat wirklich keine Augenbrauen. Das ist mir noch nie aufgefallen."

Überrascht hielt der Doktor inne.

Romana verbuchte ihren Versuch, den Doktor abzulenken, unter 'kompletter Fehlschlag'. Manchmal war er wirklich anstrengend. Wenn doch nur K-9 hier gewesen wäre. Er hätte wenigstens eine prägnante Bemerkung über Pigmente gemacht. Vielleicht wäre auch sein Akku leer gewesen oder irgendein Tourist hätte versucht ihn zu kaufen. Irgendwas. Doch so standen sie und der Doktor im Mittelpunkt. Sie hatte bereits sieben Überwachungskameras entdeckt, vierzehn Diebstahlsicherungen und einen Wachmann, der hektisch einen verborgenen Knopf in der Wand drückte. Zum Glück würden die telepathischen Übersetzungsschaltkreise der TARDIS dafür sorgen, dass ihr Franz

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