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Doppelband Ein traumhafter Mord & Nur der Himmel kann so grausam sein von Melang, Alexander (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Doppelband

1. Ein hoffnungsfroher, junger Rechtsanwalt träumt von der großen Liebe und plötzlichen Reichtum dank der Hinweise eines Geschichtsprofessors. Doch leider geht die Sache ziemlich schief. 2. Eine intergalaktische Katastrophe gibt den Bewohnern unserer Erde keine Überlebenschance. Die letzten Monate sind geprägt von Neid, Mord und Verzweiflung. Trotz übermenschlicher Bemühungen gibt es kein Entkommen. Wir wurden von unseren Eltern schon früh zum Lesen angeregt und so hat sich im Laufe der Zeit eine beachtliche Zahl wissenschaftlicher Bücher und Belletristik bei mir angesammelt. Irgendwann entstand der Wunsch, meine eigenen Phantasien in schriftlicher Form niederzuschreiben. Und besonders fasziniert mich das Prinzip des Edward Murphy - wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es auch schiefgehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 679
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742773081
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 560kBytes
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Doppelband

Prolog

Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht. (Johann Wolfgang von Goethe)

Es ist Sonntagnacht, 23. Dezember 1944, 04:20 Uhr. Eine unbeleuchtete, schwere Dampflokomotive der Baureihe 45 zieht langsam zwei Personen- und vier Güterwagen über schon schwer geschädigte und nur dürftig reparierte Gleise von Hannover nach Dortmund. Da der Dortmunder Hauptbahnhof, bedingt durch erhebliche Bombentreffer, keine Durchfahrt von Zügen mit hoher Achsenlast mehr zulässt, soll ab dem Bahnhof Scharnhorst die Eisenbahnstrecke der Güterumgehungsbahn als Ausweichroute genutzt werden. Etwa in Höhe von Dortmund-Eving stoppt ein Bahnbediensteter durch Schwenken einer roten Signallampe den Zug.

Reichsleiter Rosenberg springt wütend aus dem ersten Personenwagen auf die Gleise und brüllt ungehalten den erschrockenen Bahnbeamten an:

"Sind sie verrückt geworden. Wir sind in geheimer und kriegswichtiger Mission unterwegs. Machen sie sofort den Weg frei, sonst können sie den Rest ihres unnützen Lebens in einem Arbeitslager fristen!"

"Verzeihen sie bitte die Unterbrechung ihrer Fahrt, aber der weitere Streckenverlauf ist leider gesperrt."

"Wissen sie überhaupt, mit wem sie jetzt sprechen? Ich bin Reichsleiter Rosenberg und im Auftrag der obersten Reichsführung unterwegs. Eine Fortsetzung meiner Fahrt ist unbedingt notwendig. Wir haben kriegswichtiges Material in den Wagen."

"Und wenn sie der Führer persönlich wären, hinter der nächsten Kurve gibt es keine Gleise mehr. Die Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal ist zerstört und noch nicht wiederaufgebaut."

"Scheiße, alles wieder in die Wagen. Wir fahren zurück nach Hamm und versuchen einen anderen Streckenverlauf."

In diesem Augenblick verrät ein heiseres Brummen die Annäherung einmotoriger Flugzeuge.

"Tiefflieger", gellt ein Schrei aus der grauen Finsternis des anbrechenden, aber wolkenverhangenen Morgen. Die aufgeschreckten Soldaten springen aus den Waggons und versuchen hinter dem Schotterdamm des Gleisbettes notdürftig in Deckung zu kriechen. Dann rattern auch schon die 12,7mm Browning M2-Kanonen der heran jagenden North American P-51 los. Fensterscheiben zerbersten, dumpfe Schläge verraten die Einschläge in der Metallhülle der Personenwagen, jaulend prallen deformierte Kugeln vom Splitterschutz der Lokomotive und zischen als gefährliche Querschläger durch die Düsternis und auch der Holzaufbau der Güterwagen wird beschädigt.

Unglücklicherweise wird der Dampfdom der Lok trotz Splitterschutz getroffen, explodiert in Folge des noch bestehenden Dampfdruckes und scharfkantige Metallstücke spritzen, begleitet vom Fauchen des austretenden Dampfes, in alle Richtungen. Fürchterliche Schreie zeugen vom Zerfetzen schutzloser, menschlicher Körper. Schon bald sind die Kampfflieger im schwach geröteten Morgenhimmel verschwunden. Reichsleiter Rosenberg springt auf:

"Alle Mann antreten, Verletzte bergen und versorgen, Schaden begutachten und Bericht erstatten!"

Nach mehreren Minuten kommt Feldwebel Willfried Herzschlag, salutiert vorschriftsmäßig und schildert schwer atmend:

"Vier Tote, sieben Verletzte, fünfzehn einsatzbereite Soldaten. Das Zugpersonal erklärt die Zugmaschine für nicht mehr einsatzbereit."

"Was soll das heißen 'nicht einsatzbereit'? Holen sie mir sofort den Lokführer?"

Ein kleiner, älterer und leicht korpulenter Mann in traditioneller, schwarzer Arbeitskleidung der Reichsbahn springt kurz darauf vom Umlauf der Dampflok herunter und eilt beflissen zum Reichsleiter.

"Welche Schäden haben sie an der Lok feststellen können?"

"Der Dampfdom wurde getroffen und ist dann explodiert."

"Mich interessieren keine fachspezifischen Einzelheiten. Wann können wir die Fahrt fortsetzen?"

"Herr Reichsleiter, der im Kessel entstehende Wasserdampf wird im Dampfdom gereinigt, gesammelt un

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