text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

DSA: Salon der Schatten Splitterdämmerung I von Masberg, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.06.2016
  • Verlag: Ulisses Spiele
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

DSA: Salon der Schatten

Niam von Bosparan, Pôlberra, Gorodez Sgirra - diese Namen gehören den berüchtigtsten Magiern ihrer Zunft. Gemeinsam mit anderen Zauberern von ebenso zweifelhafter Reputation bilden sie den Salon der Schatten, einen geheimen Zusammenschluss von ebenso mächtigen wie skrupellosen Schwarzmagiern. Doch nun sehen sie sich einem Feind gegenüber, der selbst sie das Fürchten lehrt - und der gewillt ist, die Metropole Vinsalt in die Verdammnis zu stürzen, um ihren Bund zu vernichten. Wird sich der Salon der Schatten behaupten oder an der Selbstsucht seiner Mitglieder zerbrechen? Salon der Schatten wirft einen Blick in die verborgene Welt der Geheimgesellschaften und Schwarzkünstler und setzt Ereignisse in Gang, die Aventurien verändern werden. Michael Masberg, geboren 1982, ist Autor, Regisseur, Veranstalter, Kurator und Bühnenkünstler. Als Sam Greb erzählt er Geschichten aus der Fieberwelt, als Salonlöwe lädt er zum BEAT SALON und darüber hinaus arbeitet er für die Folkwang Universität der Künste, battleROYAL und weitere künstlerische Institutionen. Für das Rollenspiel Das Schwarze Auge schreibt er seit 2005 und war seitdem an über drei Dutzend Publikationen als Autor und Redakteur beteiligt, unter anderem bei den Abenteuern Bahamuths Ruf und Mit wehenden Bannern sowie der Regionalspielhilfe Schattenlande. Er verfasst zudem regelmäßig Beiträge für das Magazin Aventurischer Bote. Michael Masberg lebt in Essen. Nach dem Zweiteiler Der Nabel der Welten und Der Kreis der Sechs ist Salon der Schatten sein dritter Roman in der Welt des Schwarzen Auges. Weitere Informationen und Identitäten: www.michael-masberg.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 02.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957523303
    Verlag: Ulisses Spiele
    Serie: Das Schwarze Auge Bd.1
    Größe: 648 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

DSA: Salon der Schatten

Gorodez Sgirra

Der Nachthimmel war erfüllt von den Silbertränen fallender Sterne.

Ich stolperte über das Kopfsteinpflaster in eine Seitengasse, um mich herum helle Mauern mit abblätterndem Putz und roten Schieferhäubchen. Ich atmete flach. Meine Lungen brannten.

Über mir zogen weitere Sternschnuppen über den Himmel. Nächte wie diese verhießen nichts Gutes. Ich war in einer solchen Nacht geboren worden. ' Maldonado' hatte mich in unserem Dorf die halbblinde Zahorihexe mit ihrer faulenden Maulhöhle genannt. 'Vergiftetes Geschenk'.

Ich lauschte, doch außer meinem rasselnden Atem konnte ich nichts hören.

Ich hatte noch nie so viele Sterne fallen sehen wie in jener Nacht. Oder den Nächten davor. Einfältige Narren glauben, man darf sich etwas wünschen, wenn man einen Stern fallen sieht. Ein gefährlicher Gedanke. Wünsche sind heimtückisch, sie verraten einen.

Und wer auf Wünsche vertraut, nimmt sein Schicksal nicht selbst in die Hand.

Die Schritte meiner Verfolger rissen mich aus den Gedanken. Sie waren immer noch hinter mir her. Das war gut, denn genau so hatte ich es geplant. Sie durften mich nicht verlieren. Sie durften mich aber auch nicht bekommen. Leider war ich ein schlechter Läufer.

Mein Glück war, dass meine Verfolger auch nicht in der besten körperlichen Verfassung waren. Dazu kam, dass ein dreigehörnter Höllenknecht Besitz von ihnen ergriffen hatte. Ein bösartiger Geist in drei Körpern, dessen einziger Wille es war, mich zu finden und zu töten. Aber er hatte mich unterschätzt.

Als ich loslief, umklammerte ich das bläuliche Amulett an meinem Hals. Es schützte mich vor dem Blick magischer Augen, also musste sich der Dämon auf die drei Augenpaare seiner Opfer verlassen. Und ich hatte einen weiteren Vorteil: Wir befanden uns in Punin. Es gibt keine Stadt auf diesem verdammten Kontinent, die ich so gut kenne wie Punin.

Ich hielt die drei Besessenen auf Distanz und lockte sie gleichzeitig dorthin, wo ich sie haben wollte. Abseits der großen Gassen und Plätze, auf denen sich die Schaulustigen versammelten, um das Himmelsspektakel zu beobachten, eilte ich im Schatten der wuchtigen Kontore und Speicherhäuser durch das Hafenviertel. Schließlich erreichte ich eine kleine, abgelegene Halle und schlüpfte durch eine schmale Pforte ins Innere. Ich verriegelte die Tür hinter mir.

Es war dunkel, aber ich kannte mich aus und verzichtete darauf, meinen Magierstab zu entflammen. Bald hatten sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt. Ich versteckte mich hinter einigen Kisten, in denen Yussuf sein amhallahisches Teufelszeug nach Punin schmuggelte.

Es rüttelte an der Tür. Dann hämmerte es. Schließlich warf sich jemand mit Wucht dagegen. Die Tür hielt, doch das war nur eine Frage der Zeit. Ich lehnte mich gegen die Kisten und bereitete mich innerlich auf das Kommende vor. Erst als ich kurz davor war, mit einem Fingerschnippen eine kleine Flamme herbeizurufen, bemerkte ich, dass ich mir unbewusst einen Zigarillo zwischen die Lippen geschoben hatte.

Ein letzter wuchtiger Hieb riss die Tür aus den Angeln, und drei Schatten glitten ins Innere. Ich hörte ihren zornigen Atem, wie von tollwütigen Hunden.

Gelassen trat ich in die Mitte der Halle, und auf einen Gedanken hin entflammte die Kugel an der Spitze meines Stabes. Das Licht der magischen Fackel warf zuckende Schatten auf die Kisten, die sich zwischen hölzernen Pfosten bis an die Decke stapelten.

Dort stand ich: ein hochgewachsener, viel zu dünner Kerl in einer dunkelgrauen, abgetragenen Magierrobe. Ein ebenso abgetragenes, blasses Gesicht unter braunen Haaren, die nicht nur aussahen, als wären sie mit einem stumpfen Messer geschnitten worden. In einer Hand hielt ich me

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen