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Dungeongeschichten Schurken - Schätze - Schandtaten

  • Erscheinungsdatum: 19.04.2016
  • Verlag: Scius
eBook (ePUB)
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Dungeongeschichten

Vorsichtig schleichst du durch den von Fackeln erleuchteten Gang, immer darauf bedacht, kein Geräusch zu verursachen, um bloß keinen der Bewohner dieses unheimlichen Ortes aufzuscheuchen. Doch dann geschieht es! Mit einem leisen Klick senkt sich eine der Steinfliesen ab, als du deinen Fuß auf sie setzt. Panisch schaust du dich um, ein Zischen ertönt, und ein Speer schießt aus der Wand auf dich zu! Verdammt! Die Anthologie zum Wettbewerb! mit Beiträgen von: Claudia Schachenmeier, Tobias Habenicht, Lea Baumgart, Oliver Kramer, Marius Kuhle, Markus Cremer, Johann Stephl, Stephanie Plass, Maria Gerecke, Oliver Borchers, Iver Niklas Schwarz und Thomas Heidemann

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 188
    Erscheinungsdatum: 19.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783946331100
    Verlag: Scius
    Größe: 513kBytes
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Dungeongeschichten

G EFÄHRLICHE M AGIE

von Oliver Borchers

Der Wirt drängte sich an stinkenden Gnomen vorbei und ignorierte ihr Knurren. Er wich ein paar Holzfällern aus, die ein Lied grölten.

Mehr Geschichten, mehr Geschichten wollen wir! Mehr Magie, Magie und dazu ein Bier!

Der Mann, dem ihre Aufmerksamkeit galt, saß am Kaminfeuer und lächelte, als der Wirt ihm einen Krug reichte.

"Habt Dank", lallte er. "Das wird meine Kehle ölen für mehr Abenteuergeschichten aus meinem tollen Magierleben!"

Der Wirt warf einen Blick auf seinen fleckigen Umhang und das dicke Buch, das auf seinem Schoß lag. Schwarze Lettern prangten darauf: Buhch der Maggie.

Er runzelte die Stirn. "Ist das nicht das Buch, das Gundrad der Lumpensammler seit Monaten auf dem Flohmarkt zu verkaufen versucht?"

"Was?" Der Mann riss seine Augen auf. "Nein, da täuschst du dich. Dieses Buch habe ich damals in der Akademie der Magie erhalten. Ich, Ipios, höchstpersönlich. Seht, hier ist sogar eine Widmung." Er schlug das Buch auf und deutete auf ein paar Kreuze und Striche.

Der Wirt zuckte mit den Achseln. "Nun ja. Hauptsache, die Leute haben Spaß. Und du bezahlst deine Rechnung!"

Auf einmal wurde es still. Die Menge vor Ipios und dem Wirt teilte sich, eine Person trat vor.

Es war eine Elfe mit blonden Haaren und leuchtenden Augen. Sie warf ihren Umhang zurück und setzte sich. Sie trug die typische Elfenkleidung, die aus drei Buchenblättern bestand.

"Du bist ein Magier?", fragte sie und ignorierte die stierenden Blicke hinter sich.

Ipios zwang sich, in ihre Augen zu schauen.

"Magier? Ja, ja, bin ich. Ja."

"Und deine Geschäfte gehen nicht so gut, wie sie sollten, nicht wahr?"

Ipios wischte sich den Schweiß von der Stirn. "Ja, ja, nicht so gut. Ja."

"Und daher wirst du mich bei meiner Quest begleiten, den wertvollen Stein Arganas und unendliche Reichtümer wiederzufinden, richtig?"

Ipios zögerte kurz, dann nickte er:

"Ja, Reichtümer finden hört sich gut an. Ja."

Die Elfe lächelte und sagte: "Sehr schön, dann treffen wir uns bei Sonnenaufgang beim Eingang zum Dungeon von Wu-ehrg. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!"

"Wu-ergh!", rief Ipios. "Der Dungeon des fürchterlichen Dämonen Krakh?"

"Ja. Er hat unseren Stein stehlen lassen, den holen wir uns zurück."

Sie holte so tief Luft, dass ihre Buchenblätter zu zittern anfingen.

"Du wirst doch dabei sein, oder? Wer weiß, welche... zusätzlichen Reichtümer dir noch winken, wenn wir zurückkehren."

Sie zwinkerte ihm zu.

Er hob seinen Krug.

"Ich bin dabei. Ja! "

Manchmal vermisste Krakh die Gespräche mit den beiden Trollen. Er hasste es, wenn er sentimental wurde, aber sogar ein Dämon seines Kalibers musste ab und an schwachen Gefühlen nachgeben. Seine schwarzen Klauen tätschelten ein Rohr, das Dampf von einem Hochofen zu einem anderen leitete. Die Trolle hatten diese Rohre gebaut, bevor sie eines brutalen Todes gestorben waren.

Brutal, aber gerecht.

Krakh schloss die Augen und erinnerte sich daran, wie er sie freundlich dazu aufgefordert hatte, schneller zu arbeiten, noch mehr Hochöfen herzustellen. Dass er ihnen dabei die Beine gebrochen hatte und sie deshalb angeblich nicht weiterarbeiten konnten, hatte ihn etwas ungehalten gestimmt.

Er seufzte und öffnete die Augen. Zwei grüne Trollblutspritzer zierten die Wand neben seinem Thron.

"Hätte ich gewusst, dass es so schwer sein würde, Ersatz zu finden, hätte ich euch vielleicht einen Tag oder so Zeit gegeben, eure Beine wieder instandzusetzen", grollte er in Richtung Wand.

Seine Stimme ließ den Boden erbeben und auch den Gnom, der vor ihm kniete.

"Ah, Gnomenwurm! Dich hatte ich schon fast vergessen. Was willst du?"

Das kleine Wesen mit gelben Augen räusperte sich und öffnete einen Lederbeutel. Ein

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