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Dunkelheit Die Schwarzen Juwelen 1 - Roman von Bishop, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2011
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Dunkelheit

Magisch, dunkel und erotisch - die Erfolgssaga aus den USA
Eines Tages wird sie kommen und ihre Macht wird alles übertreffen, was bisher bekannt war: die Herrin aller Hexen. Als der Herrscher der Dunkelheit zum ersten Mal der jungen Jaenelle begegnet, weiß er, dass sich die Prophezeiung bald erfüllen wird. Doch noch kann das Mädchen seine magischen Kräfte nicht kontrollieren und schwebt in großer Gefahr - es gibt Mächte, die die Ankunft der Hexe um jeden Preis verhindern wollen.

Die New Yorkerin Anne Bishop, seit ihrer Kindheit von Fantasy-Geschichten begeistert, veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und Romane, bevor ihr mit dem preisgekrönten Bestseller 'Dunkelheit' der internationale Durchbruch gelang. Ihre ebenso ungewöhnliche wie faszinierende Saga 'Die schwarzen Juwelen' zählt zu den erfolgreichsten Werken moderner Fantasy.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 02.03.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641061944
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Daughter of the Blood
    Größe: 843kBytes
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Dunkelheit

Kapitel 6 (S. 161-162)

1 Terreille

Surreal schreckte aus dem Schlaf hoch. Auf der Stelle hellwach, erforschte sie mental das dunkle Zimmer und die Gänge nach dem, was auch immer sie geweckt hatte. Männerstimmen, Frauenstimmen, gedämpftes Lachen. Keine spürbare Gefahr. Und dennoch ... Eine dunkle, kalte Woge aus dem Osten überspülte Chaillot. Surreal kuschelte sich tiefer in ihr Bettzeug und steckte die Decke an den Seiten fest. Die Nacht war kühl, das Bett warm, und der Schlaftrunk, den Deje ihr gegeben hatte, holte sie sanft zurück in den traumlosen Schlaf, den sie nun schon mehrere Nächte hintereinander genossen hatte. Was auch immer es war, es war nicht auf der Suche nach ihr. Kartane schlug die Tür seiner Suite zu und verschloss sie mit einem Wink seiner Hand. Eine Stunde lang ging er leise fluchend in seinen Gemächern auf und ab.

Es war eine herrliche Nacht gewesen, in der Gesellschaft einer jungen Frau mit Porzellanteint, die von dem, was sie für ihn tun musste, erfreulich angewidert gewesen war. Er hatte jenen privaten Spielplatz entspannt und befriedigt verlassen, als Robert Benedict ihm an der Tür entgegentrat und ihm erzählte, welch Segen, welch Ehre es seiner Familie war, ein solches Geschenk von Lady SaDiablo zu erhalten. Selbstverständlich würde sein Bruder Philip, der Bastard, seine Pflichten als Gefährte Lady Angellines versehen, und sie würde ihn auch gewiss nicht völlig für einen Lustsklaven aufgeben, egal wie gefeiert dieser auch sein mochte; doch es war ihnen eine Ehre. Kartane fluchte.

Er hatte Haylls Botschaft gegenüber ein so dichtes Lügennetz gesponnen, dass Dorothea ihn nicht zurückbeordern konnte, ohne sich eine Blöße zu geben, selbst wenn sie seinen Aufenthaltsort schnell herausfände. Doch das bedeutete gleichzeitig, dass er jetzt nicht einfach verschwinden konnte, ohne ein paar schwierige und sehr unwillkommene Fragen beantworten zu müssen. Außerdem hatte er vorgehabt, eine Weile zu bleiben.

Er zog sich aus und ließ sich erschöpft aufs Bett fallen. Ihm blieb Zeit. Ihm blieb Zeit. Daemon war nicht hier. Noch nicht. Cassandra stand in dem Torbogen, der zur heiligen Stätte führte, und beobachtete den Sonnenaufgang, ohne genau sagen zu können, weshalb sie so unruhig war. Was immer es sein mochte, es kam zusammen mit der Sonne über den Horizont. Mit geschlossenen Augen atmete sie langsam und tief ein, stieg in die Tiefe von Schwarz hinab und tat den einen mentalen Schritt zur Seite, den Schwarze Witwen während ihrer Ausbildung erlernen, bis sie den Rand des Verzerrten Reiches erreicht hatte. Während sich die Traumlandschaft der Visionen wie ein Schleier über ihre Augen legte, sah sie zu, wie die Sonne über den Horizont wanderte.

Einige Zeit starrte sie vor sich hin, bis sie heftig den Kopf schüttelte, um wieder klar sehen zu können, und sich fest gegen den steinernen Torbogen lehnte, um Halt zu finden. Als sie sicher sein konnte, die Traumlandschaft völlig hinter sich gelassen zu haben, kehrte sie der Sonne den Rücken zu und verschwand im Innern der heiligen Stätte. Sie taumelte in die Küche, zog eilig die Vorhänge zu und setzte sich auf die Bank neben dem mit Asche belegten Feuer, dankbar für die Dunkelheit.

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