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Dunkle Macht der Leidenschaft Roman von Feehan, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.03.2021
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Dunkle Macht der Leidenschaft

In den Bergen der Sierra Nevada erfüllt sich für die Magierin Julija Brennan und den Karpatianer Isai Florea der Traum eines gemeinsamen Schicksals. Nach langer Gefangenschaft in einem Kloster kann Isai kaum glauben, dass er seine Seelengefährtin gefunden hat. Aber Julija ist auf der Flucht. Sie wird von ihren Feinden verfolgt und bald müssen Isai und sie lernen, einander bedingungslos zu vertrauen. Denn nur gemeinsam können sie die Gefahr, die für Julija und die Karpatianer besteht, abwenden.

Christine Feehan lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren elf Kindern in Kalifornien. Sie schreibt seit ihrer frühesten Kindheit. Ihre Romane stürmen regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten, und sie wurde in den USA bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Auch in Deutschland erfreut sich die Autorin einer großen Fangemeinde. Mehr über die Autorin auf: www.christinefeehan.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 541
    Erscheinungsdatum: 26.03.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732594924
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Karpatianer-Saga 33
    Originaltitel: Dark Illusion
    Größe: 2604 kBytes
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Dunkle Macht der Leidenschaft

1

Julija Brennan verschränkte die Finger hinter dem Kopf und genoss die ungehinderte Sicht auf die Sterne. Hier draußen gab es weder Großstadtlichter noch Luftverschmutzung. Der Himmel über den Bergen der Sierra Nevada war absolut klar und bot einen unvergleichlichen Blick auf die Milchstraße, wie er sich ihr auf ihren vielen Reisen noch nie geboten hatte.

Vor lauter Faszination bemerkte sie kaum, dass sie in der Nachtluft fröstelte. Nachts war es kühl in den Sierras, und da der Winter vor der Tür stand, kündigten die Temperaturen für die nächsten Tage Schnee an. Sie hatte gehofft, ihr Auftrag würde vor dem ersten Schneefall erledigt sein, aber es sah nicht danach aus. Zu jedem anderen Zeitpunkt wäre es einfach nur perfekt gewesen, unter dem nächtlichen Sternenhimmel zu liegen.

Es machte ihr nichts aus, weit weg von allen anderen in einer schönen Berglandschaft zu sein. Sie mochte die Einsamkeit. Sie sehnte sich sogar danach. Doch unglücklicherweise lieferte sie sich gerade den Wettlauf ihres Lebens. Bisher war sie gut vorangekommen, aber jetzt war sie ins Stocken geraten. Sie hatte keine Ahnung, wohin sie gehen oder was sie tun sollte, um die richtige Spur wiederzufinden. Das Gebiet war sechshundert Kilometer lang und hundert Kilometer breit. Etwas so Kleines wie ein Buch darin aufzuspüren, ohne eine Ahnung zu haben, wo es sein könnte, war unmöglich, aber bei dieser Suche ging es um Leben und Tod. Sie verabscheute Drama und wollte auf keinen Fall dramatisch sein, nicht einmal in ihren Gedanken. Doch es war eine unvermeidliche Tatsache, dass sie dieses Buch finden musste, bevor jemand anders es tat, und es waren einige auf der Suche danach.

Seltsam, dass etwas so Kleines wie ein Buch die Macht haben konnte, Leben zu zerstören. Zu korrumpieren. Gute Menschen in Monster zu verwandeln. Von Macht beherrscht. Sie blickte hoch zu den Sternbildern und wünschte sich, sie könnte auf den Sternen reiten oder die Kometen hinunterrutschen, anstatt einem Buch hinterherzujagen, das niemand je zu Gesicht bekommen, geschweige denn von seiner Existenz etwas wissen sollte. Auf Sternen zu reiten und Kometen hinunterzurutschen war womöglich viel leichter, als in sechshundert Kilometern Wildnis ein mythisches Buch aufzuspüren.

Sie mochte jene Orte auf der Welt am liebsten, an denen sie den Sternen am nächsten und fern von anderen Menschen war. Wie in diesen Bergen. Den Sierras. Wer hätte gedacht, dass sie einmal mit den Karpaten um Julijas Zuneigung konkurrieren würden? Sie war eine heimatlose Nomadin und eine Ausgestoßene. Eine Verräterin. Eine Kriminelle in ihrer Welt. Es hatte einige Zeit gedauert, bis sie sich damit abgefunden hatte. Orte wie dieser hier hatten ihr dabei geholfen.

Julija glaubte nicht daran, dass sie je ein Zuhause oder eine Familie haben würde. Ihre einzige Freundschaft war aus purer Verzweiflung geschlossen worden, denn sie hatte gesehen, was niemand sonst sehen konnte - Elisabeta. Eine Gefangene, die man mit Gewalt zur Unterwürfigkeit gezwungen hatte und die nach einer Ewigkeit in Gefangenschaft Angst davor hatte, frei zu sein. In all den Jahren, in denen Elisabeta eingesperrt gewesen war, war es niemandem gelungen, die Schichten der Illusion zu durchschauen, in die ihr skrupelloser Entführer sie gehüllt hatte, bis Julijas Blick die Schutzschilde durchdrungen und sie gefunden hatte.

Julija hatte den Geist nach ihr ausgestreckt, trotz Elisabetas Ängsten, und versucht, ihr Hoffnung zu geben. Mehr hatte sie nicht tun können.

Seufzend schloss sie die Augen, um die Millionen funkelnder Lichter über ihr auszublenden. Manchmal war es mehr Fluch als Segen, besondere Gaben zu haben. Eine Freundin gefunden zu haben war der Segen; sie ihrem Schicksal überlassen zu müssen, nachdem sie in Sicherheit war, ein Fluch. Elisabeta brauchte sie dringend, aber Julija musste ihre Mission erfüllen. Ihr blieb keine Wahl. Sie konnte nu

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