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Durch Blut und Feuer Die Geheimnisse des Schattenmarktes 8 von Clare, Cassandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.12.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Durch Blut und Feuer

Nach einem Jahrhundert des Wartens sind Jem Carstairs und Tessa Gray endlich vereint. Und schon stellt sich ihnen eine gemeinsame Aufgabe: Eines der Kinder des Schattenmarktes braucht dringend Hilfe. Es handelt sich um einen verlorenen Herondale, den seine Familie aus Furcht und Misstrauen lange zwischen den Gassen des Marktes vor den anderen Schattenjägern verborgen gehalten hat. Doch nun müssen Tessa und Jem ihn dringend finden - bevor seine Feinde es tun ... Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chroniken der Unterwelt sowie die neue Trilogie Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 24.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641238889
    Verlag: Goldmann
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Durch Blut und Feuer

Es war einmal ein Junge in einem nicht allzu weit entfernten Land, der nicht zur Welt hätte kommen dürfen. Der Junge war das Kind zweier in Ungnade gefallener Krieger - mit himmlischem Blut, aber seines Geburtsrechts beraubt, noch während er ahnungslos im Bauch seiner Mutter schlief. Ein Kind, das man für die Sünden seiner Väter zum Tode verurteilt hatte. Ein Junge, vor den Augen des Gesetzes verborgen, das sein Todesurteil verfügt hatte, und den Augen einer Familie entzogen, die nicht ahnte, wie sehr sie eines Tages auf ihn und seine Nachkommen angewiesen sein würde.

Es war einmal ein Junge, der als verschollen galt - oder zumindest behaupteten das all jene, die so töricht waren, ihn verloren zu geben. Aber niemand gibt sich selbst jemals verloren.

Denn der Junge hatte sich schlicht und einfach versteckt. Und sein Kind und dessen Kindeskinder lernten ebenfalls, sich zu verstecken und all jenen zu entkommen, die ihnen auf den Fersen waren - manche suchten nur Vergebung, andere Vernichtung ... bis eines Tages all das, was verborgen gewesen war, unweigerlich zutage trat: Der verlorene Junge wurde gefunden.

Und das war das Ende.

Als Jem Carstairs später versuchte, sich an den Anfang vom Ende zu erinnern, kehrten seine Gedanken zu dem Moment zurück, als Tessas Haare seine Nase gekitzelt hatten, während er sich über sie gebeugt und ihren Duft tief eingeatmet hatte - jenen Lavendelduft, der an diesem Tag in ihren Locken gehangen hatte. Da sie gerade durch die Provence reisten, roch natürlich alles nach Lavendel. Aber Tessa verströmte dieses Aroma förmlich. Wenn er ihren Duft einatmete, hatte er das Gefühl, auf einer sonnendurchfluteten Wiese zu stehen, in einem Meer aus violetten Blüten, und den Frühling schlechthin zu atmen. Daran sollte Jem sich später erinnern. Und an den Wunsch, die Zeit anhalten und sie beide in diesem perfekten Moment einfangen zu können. So fühlte sich vollkommene Zufriedenheit an, hatte er voller Verwunderung gedacht.

Als Tessa Gray in Gedanken zu diesem Moment zurückkehrte - dem Moment, bevor es geschah -, schmeckte sie wieder den Honig auf den Lippen, den Jem auf ein Stück Baguette geträufelt und ihr in den Mund geschoben hatte. Jener Honig, frisch vom Bienenkorb hinter dem Haus und fast schon zu süß. Er hatte an ihren Fingern geklebt. Als Tessa sie sanft auf Jems glatte Wangen gepresst hatte, hatten sie ihn nicht mehr freigeben wollen. Und Tessa hatte es ihnen nicht verübeln können.

Erinnerungen neigen dazu, den Alltag zu umnebeln. In Wahrheit waren Jem und Tessa damals mit anderen Dingen beschäftigt: Sie stritten darüber, ob der am Morgen gekaufte Käse von einer Ziege oder Kuh stammte und wer von ihnen beiden so viel davon gegessen hatte, dass ein zweiter Einkaufstrip zur Fromagerie erforderlich war. Es handelte sich um ein träges, liebevolles Streitgespräch, das perfekt zum Nachmittag im warmen Halbschatten passte. Sie hatten sich in dieses Haus im ländlichen Frankreich zurückgezogen, um ihre nächsten Schritte auf der Suche nach der verschollenen Herondale zu besprechen - einer jungen Frau namens Rosemary, die, wie sie kurz zuvor erfahren hatten, sowohl die Erbin des Lichten wie des Dunklen Hofs war und die in viel größerer Gefahr schwebte, als sie es sich je hätten ausmalen können. Das Haus, das Magnus Bane ihnen zur Verfügung gestellt hatte, bildete einen sicheren, ruhigen Rückzugsort für ihre weiteren Planungen. Rosemary hatte gegenüber Jem keinen Zweifel daran gelassen, dass sie nicht gefunden werden wollte. Aber Jem befürchtete, das lag nur daran, dass sie das Ausmaß der Gefahr noch nicht einmal erahnte. Tessa und er mussten sie unbedingt finden. Sie warnen. Jetzt mehr denn je.

Die Situation drängte zum Handeln, aber Jem und Tessa waren nicht in der Lage, tatsächlich etwas an dieser Situation zu ändern - was zu vielen untätigen Stunden führte, in denen sie träge die umliege

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