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Empire of Storms - Schwur der Kriegerin Roman von Skovron, Jon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Empire of Storms - Schwur der Kriegerin

Das Imperium der Stürme ist in Aufruhr, der Imperator ist schwach und die Biomanten - mächtige Zauberer, die Menschen mit einem Wimpernschlag töten - haben mehr und mehr an Einfluss gewonnen. Der ehemalige Straßendieb Red, inzwischen Spion der kaiserlichen Familie, soll dafür sorgen, dass die Biomanten gestürzt werden. Damit die Mission gelingt, braucht er die Hilfe seiner ersten großen Liebe, der Vinchen-Kriegerin Hope. Doch Hope hat ihr Schwert niedergelegt und geschworen, nie wieder eine Klinge zu führen. Und der Schwur eines Vinchen ist härter als Stahl und währt ewiger als ein Kaiserreich ...

Jon Skovron wurde in Columbus, Ohio, geboren. Er arbeitete unter anderem als Schauspieler, Musiker und Webdesigner, doch seine wahre Leidenschaft gehörte schon immer dem Schreiben. In seiner Heimat Amerika hat er sich mit verschiedenen Jugendbüchern und Kurzgeschichten bereits einen Namen gemacht, bevor er mit Empire of Storms - Der Pakt der Diebe seinen ersten Fantasy-Roman für Erwachsene veröffentlichte. Der Autor lebt mit seinen beiden Söhnen in der Nähe von Washington, D.C.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 13.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641194277
    Verlag: Heyne
    Serie: Empire of Storms .3
    Originaltitel: Blood and Tempest - The Empire of Storms Book 3
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Empire of Storms - Schwur der Kriegerin

1

M an sagt, die Schwärze der Nacht selbst habe ihn hervorgebracht, und er sickere aus der Dunkelheit hinein und hinaus, als wäre er ein Teil von ihr."

Der Alte Turnel, der Steinmetz, stellte seinen Krug Bier ab, wischte sich den Schaum vom buschigen Schnurrbart und musterte die anderen drei Kerle am Tisch mit einem wissenden Blick. Sie alle nickten über ihren Krügen. Sie hatten Ähnliches gehört.

Die Taverne Zum Radkasten war voll, so wie fast jeden Abend in den letzten Wochen. Die Menschen in Steingrat fühlten sich seit einiger Zeit nicht mehr sicher, und so war es nur natürlich, dass sie sich versammelten. Und doch konnten sie nicht aufhören, über die Sache zu reden, die sie mit solchem Grauen erfüllte.

"Jemand hat mir erzählt, dass er keine Geräusche macht und nicht mal einen Mund hat", sagte da Mash der Tintenmacher.

"Nein, ich habe gehört, er hat sogar drei Mäuler", widersprach Trina die Flickschusterin. "Eins speit Säure, eines Gift, und eines schreit so laut, dass einem die Ohren davon bluten."

"Ich habe sein Werk mal mit eigenen Augen gesehen, die armen Teufel waren nicht verbrannt oder vergiftet oder so", sagte der Alte Turnel. "Sie alle und jeder von denen sind zu Tode gewürgt worden, ohne dass Fingerabdrücke auf den Hälsen gewesen wären."

Die Menschen hatten diesem neuen Mörder den Spitznamen Steingratwürger gegeben. Seine Opfer tauchten jede Nacht auf, vom Künstlerweg bis hinab zu den Docks. Und nicht nur Männer und Frauen, auch Kinder waren darunter. Dieser Schattendämon, der ein paar Monate zuvor umgegangen war, war schon übel genug gewesen. Doch der hatte immer die Regimekritiker und Aufrührer als Ziel gewählt. Der Steingratwürger schien jedoch weder ein Motiv noch ein Muster zu haben, und das machte ihn umso furchterregender. Die Eltern begannen, ihre Kinder nachts drinnen zu behalten, und selbst die zahmsten Miezen trugen ein Messer mit sich herum, wenn sie in der Stadt unterwegs waren. Im Verlauf des letzten Monats war die Hauptstadt des Imperiums der Stürme von einer Angst gepackt worden, die kurz davor zu sein schien, sich in einer stadtweiten Panik zu entladen.

"Sie sagen, dass er keine Sonne verträgt", sagte Mash. "Das ist doch was, oder nicht?"

"Falls es stimmt", sagte Trina.

"Mein Kater hat was Merkwürdiges gehört unten an den Docks", sagte Hooper der Schneider. Er war ein ruhiger Kerl, aber von den anderen wohlgeachtet, da er der Erfolgreichste unter ihnen war. Er hatte sogar schon Kleider für Lady Hempist und Erzlady Bashim geschneidert, zwei der elegantesten Adligen im Imperium. "Kennt ihr das alte Lagerhaus am westlichen Ufer der Kaufmannsgabel?"

"Das, das seit zehn Jahren langsam in sich zusammenfällt?", fragte Trina.

"Genau das", sagte Hooper. "Auf jeden Fall war mein Kater da unten und hat mit Jacklow dem Fischer verhandelt. Kennt ihr den?"

"Das ist mein Cousin!", rief Mash, immer darauf bedacht, Hooper auf jede nur erdenkliche Weise zu beeindrucken.

Hooper warf dem jüngsten Mitglied der Truppe einen Blick zu, dann sagte er: "Sei es, wie es mag, meinem Kater und mir ist Jacklow als ehrlicher Kerl bekannt, der immer kristallklar ist. Und er hat gesagt, jemand hat in den letzten Monaten dort in diesem Lagerhaus herumgelungert. Jemand, der nicht völlig ... normal ist."

"Das ist ja ungefähr der gleiche Zeitraum, in dem die Morde begonnen haben", stellte der Alte Turnel fest.

Hooper nickte ernst und nahm einen Schluck aus seinem Krug.

"Woher weiß Jacklow, dass jemand Unnatürliches da herumlungert?", fragte Trina. "Hat er ihn geseh'n?"

Hooper schüttelte den Kopf. "Er hört immer nur, wie es dort bei Sonnenuntergang heult und stöhnt, als wäre es ein Tier. Geschieht fast jede Nacht, sagte er."

Mash erschauderte. "Wird mir noch Albträume bescheren, wenn wir weiter von so was reden."

"Sei kein Weichei", sagte Hooper.

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