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Endlose Nacht von Cole, Kresley (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2016
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Endlose Nacht

Josephine war schon immer eine Außenseiterin, doch sie hat geschworen, ihren kleinen Bruder mit dem Leben zu beschützen. Als dieser entführt wird, zerbricht etwas in Jo: Ihre Wut verwandelt sich in etwas Dunkleres, in etwas Abgründiges. Als der Assassine Rune ihren Weg kreuzt, ist sie von dem charismatischen Bogenschützen fast um den Verstand gebracht. Aber sie ist ein Hindernis, um seinen Auftrag - die Eliminierung der ältesten Walküre - erfolgreich ausführen zu können. Schnell geraten beide in einen Kampf zwischen ultimativer Treue und ungezähmter Lust - Nach einer Karriere als Athletin und Trainerin veröffentlichte Kresley Cole 2003 ihren ersten Roman und ist seither eine der international erfolgreichsten Autorinnen von Liebesromanen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 450
    Erscheinungsdatum: 04.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736300859
    Verlag: LYX
    Serie: Immortals After Dark Bd.14
    Originaltitel: Sweet Ruin
    Größe: 1464 kBytes
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Endlose Nacht

1

Houston County, Texas

Vor vierzehn Jahren

Als Jo erwachte, hatte sie einen metallischen Geschmack im Mund.

Vorsichtig bewegte sie Lippen und Zunge. Was ist da in meinem Mund?

Blitzartig riss sie die Augen auf. Im nächsten Moment setzte sie sich kerzengerade hin und spuckte zwei Stücke zerdrücktes Metall aus. Was zum Teufel ist das denn?

Sie hielt sich den schmerzenden Kopf und blickte sich um, rümpfte die Nase, als sie den antiseptischen Geruch wahrnahm. Wo bin ich? Im sie umgebenden Dämmerlicht konnte sie alles nur verschwommen wahrnehmen, glaubte aber zu erkennen, dass der Raum gefliest war.

Mist, war sie in einem Krankenhaus? Gar nicht gut, das würde bedeuten, dass Thaddie und sie wieder in einer Pflegeunterbringung und von der Straße runter waren. Was wiederum bedeutete, dass sie ihn noch einmal da rausholen musste.

Wo befand er sich aber genau? Warum konnte sie sich nicht mehr erinnern, was passiert war?

Denk nach, Jo. DENK NACH! Was ist das Letzte, woran du dich erinnern kannst?

Langsam begannen die Bilder dieses Tages an die Oberfläche zu steigen ...

Langsam wird es echt zu riskant, hierzubleiben.

Jo, die sich immer weiter der Bibliothek näherte, suchte die Straßen nach dem Chevrolet Monte Carlo des Bandenoberhauptes ab. Sie glaubte, den eben erst eingebauten Motor des Wagens ein paar Blocks weit entfernt röhren zu hören.

Die Straßen dieses Viertels waren ein Labyrinth, der Monte Carlo ein Drache. Sie war eine mutige Heldin, die ihren zuverlässigen Kumpan und Helfer auf dem Rücken trug.

Aber die letzte Nacht war kein Spiel gewesen.

Sie wandte den Kopf, um Thaddie zu fragen: "Was denkst du?" Sein kleiner Körper saß sicher in dem geklauten Rucksack, den sie für ihn umgerüstet hatte, indem sie Löcher für seine Beine hineingeschnitten hatte. "Wir haben sie abgehängt, oder?"

"Appehängt!" Zur Feier ihres Sieges schwenkte er sein einziges Spielzeug, eine Spiderman-Puppe.

Thaddie und sie sollten sich lieber schleunigst aus dem Staub machen. Vielleicht sollten sie sich auf den Weg nach Florida machen, in Key West noch mal von vorne anfangen.

Ein letztes Mal musterte sie ihre Umgebung, ehe sie durch die Hintertür der Bibliothek schlüpfte, die Mrs Brayden - Teilzeitbibliothekarin und Ganztagswichtigtuerin, alias MizB - für sie offen gelassen hatte.

Die Frau befand sich im Aufenthaltsraum, wo sie bereits den Kinderhochstuhl aufbaute. Ihr Picknickkorb war voll bis obenhin.

Rieche ich da etwa Brathuhn?

"Ich hoffe, ihr beide habt tüchtigen Hunger." Mrs Braydens dunkelbraunes, schulterlanges Haar war von grauen Strähnen durchsetzt. Die Augen hinter den eckigen Brillengläsern waren hellbraun. Wie gewöhnlich trug sie einen unansehnlichen Hosenanzug.

Zeig bloß nicht, wie sehr du dich über Hühnchen freuen würdest. "Geht so." Jo holte Thaddie aus dem Rucksack, setzte sich und rückte ihn auf ihrem Schoß zurecht. "Ich schätze, wir könnten schon was zu essen vertragen." Sie schwang die Füße samt Kampfstiefeln auf den Tisch.

MizB stieß beim Anblick von Jos Outfit einen Seufzer aus: schäbige Jeans, fleckiges T-Shirt und ein schwarzes Hoodie. Die Frau hatte ihnen angeboten, ihre Kleidung zu waschen. Als ob Jo und Thaddie über eine Auswahl anderer Klamotten verfügten, die sie anziehen konnten, während sie warteten.

"Wir müssen reden, Jo." Sie setzte sich, packte aber den Korb nicht aus.

"Oh, oh, Thaddie. Sieht so aus, als ob wir gleich eine Standpauke zu hören kriegen." Jo zwinkerte ihm zu. "Was sagen wir zu MizB, wenn sie uns mit ihren Vorträgen nervt?"

Er grinste die Frau an, sodass sich Grübchen in seinem niedlichen Gesicht bildeten. Dann schrie er: "Leckmiss, leckmiss, leckmiss!"

Jo lachte, ab

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