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Engelssturm - Michael Band 4 - Roman von Killough-Walden, Heather (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.02.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Engelssturm - Michael

Glamourös, aufregend, sexy - die Erzengel sind zurück! Michael ist der sanftmütigste der vier Erzengel, die vor zweitausend Jahren auf die Erde kamen, um ihre Sternenengel zu suchen. Auf Michael ist immer Verlass, und er nutzt seine Zeit auf der Erde, um den Menschen zu helfen. Niemand - nicht einmal seine Brüder Uriel, Gabriel und Azrael - ahnt, wie sehr es Michael quält, als Einziger seine große Liebe noch nicht gefunden zu haben. Als er der schönen Rhiannon begegnet, scheint sich sein Schicksal endlich zu erfüllen, doch dann fällt Rhiannon Michaels Todfeind in die Hände ... Heather Killough-Walden wurde in Kalifornien geboren und studierte unter anderem Religionswissenschaften und Archäologie, bevor sie beschloss, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Texas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 09.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641134242
    Verlag: Heyne
    Serie: Engelssturm 4
    Originaltitel: Lost Angels Book 4
    Größe: 1790 kBytes
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Engelssturm - Michael

Prolog

Der Central Park war natürlich der berühmteste Park von New York. Theoretisch konnte Sam auch jeden anderen Park auf der Welt gemeint haben, aber weil Michael in New York lebte und der Vergewaltiger hier sein Unwesen trieb, musste es wohl der Central Park sein.

Sag ihm, er soll im Park spazieren gehen. Das hatte Samael Azrael aufgetragen, als sie den Pakt geschlossen hatten, der Michael seiner Heilkraft beraubte. Viele Leute behaupten, dort würden sie die Antworten finden, die sie suchen.

Am 1. Mai arbeiteten die Gärtner rund um die Uhr, stutzten Hecken und Bäume, düngten Blumenbeete und mähten Rasenflächen. Jetzt, am späten Nachmittag, tummelten sich unzählige Leute im Park - Familien mit Frisbees, junge Paare und Betrunkene. Im Schatten schliefen Junkies und waren hoffentlich nicht tot.

Michael stand neben einer Parkbank und schaute sich langsam um. Ein paar Schritte entfernt lockte ein Hotdog-Kiosk mit dem Geruch von heißen Würstchen und Senf. Tauben pickten die Essensreste auf. Hin und wieder versuchte ein angeleinter Hund die Vögel zu verscheuchen.

Alles normal.

Aber die letzten zweitausend Jahre hatten den einstigen Krieger gelehrt, dass nichts so normal war, wie es aussah. Mit der Zeit würde sich das herausstellen.

Und so setzte sich der Beamte in Zivil vom New York Police Department auf die Bank, lehnte sich geduldig zurück und schlug die Füße übereinander.

Eine Stunde verstrich. Dann noch eine. Ein Mann setzte sich zu ihm und versuchte ihn anzumachen. Höflich lehnte Michael ab. Ein paar Frauen gingen vorbei und lächelten ihn an, eine Gruppe junger Mädchen wollte seine Aufmerksamkeit erregen, indem sie sich albern benahm. Aber die meisten Leute hielten sich von ihm fern. Er strahlte eine gewisse Aura aus. Intensiv, vielleicht ein bisschen beängstigend. Vermutlich merkten sie ihm an, dass er ein Cop war.

Oder sie spürten, dass er noch etwas mehr war.

Als die Nacht hereinbrach, gingen die Lampen an und warfen schwaches Licht auf die Wege. Insekten umschwirrten die Glühbirnen, mit jeder Stunde wurden es mehr. Allmählich verschwanden die Leute, die Art der Besucher des Parks änderte sich. Die Familien kehrten heim, Liebespaare rückten näher zusammen, und einige verschwanden im Gebüsch.

Aus braunen Papiertüten tauchten Schnapsflaschen auf. Feuerzeuge flackerten im Dunkel. Wie Michael wusste, würden sie nicht nur Zigaretten anzünden.

Dafür müsste sich der Polizist in ihm interessieren. Aber da er seit Generationen inmitten der Menschen lebte, kannte er ihre Leiden und verstand das Bedürfnis, dem Elend zu entfliehen. Jeder hatte das Recht, sein Leben etwas erträglicher zu gestalten. Nur wenn dadurch anderen geschadet wurde, mischte er sich ein.

Bei diesem Gedanken runzelte er die Stirn. Vor langer Zeit war er an der Spitze eines Engelsheers dahingeflogen. Das Schwert hatte einen Abdruck in seiner Handfläche hinterlassen - unsichtbar, aber sehr tief, und der diktierte seine Handlungsweise als Cop und als Mann. Er war ein Verteidiger, ein Krieger. Aber auch ein Heiler. Doch derzeit besaß Azrael die magische Fähigkeit Michaels, Wunden zu heilen. Noch immer war sie nicht zu ihm, Michael, zurückgekehrt, was zweifellos an Samaels hinterhältigen, mysteriösen Machenschaften lag. Wer wusste schon, was der Gefallene so trieb? Michael erkannte nur, wie schmerzlich er diesen Teil seines Wesens vermisste, und er hoffte, er würde ihn vorerst nicht brauchen.

Nach einem tiefen Atemzug stand er auf. Die Hände in den Taschen seiner Lederjacke folgte er einem der Wege, hielt Augen und Ohren offen. Die Nacht wurde dunkler, die Schatten tiefer, das Laub ringsum raschelte leiser. In der immer deutlicheren Stille erklangen Michaels Schritte in den Stiefeln hart und einsam. Eine kühle Brise ließ seinen Nacken prickeln. Geistesabwesend klappte er seinen

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