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Eruptionen: Soldnia, Band 1 von Kornel, Konstantin (eBook)

  • Erschienen: 05.08.2015
  • Verlag: Engelsdorfer Verlag
eBook (ePUB)
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Eruptionen: Soldnia, Band 1

Eloby, ein Kontinent irgendwo, eine fiktive Welt, nicht unähnlich der möglicherweise künftigen, die aus den gegenwärtigen Problemen resultieren könnte: das Ausgeschöpftsein konventioneller Energie- und Rohstoffressourcen, die zunehmende Unfähigkeit der zentralistischen Verwaltungen und eine vollkommen verschleiern wollende Informationspolitik. Unruhen beginnen, deren Urheber und Protagonisten nicht klar zu orten sind, in die Josua Melson und Jean Louis Denouis an getrennten Orten ungewollt verwickelt werden. Kann eine Maschine Menschen wirklich Leben zurückgeben, die sich eindeutig im medizinischen Zustand des Todes befunden haben? Was würde mit den Wieder-Belebten geschehen? In Tradition der Science-Fiction- und Fantasy-Literatur erwachsen mysteriöse Kreaturen, vernetzen sich Lebenswege, die in einen Konflikt gezogen werden, in dem nicht alles so ist, wie es beim ersten Anblick erscheint.

Produktinformationen

    Größe: 524kBytes
    Reihe (Teil): Soldnia Bd.1
    Herausgeber: Engelsdorfer Verlag
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 372
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783957449887
    Erschienen: 05.08.2015
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Eruptionen: Soldnia, Band 1

1.

Die Kantine war in ein warmes Abendrot getaucht, das durch das eine kleine runde Fenster an der Decke Schattenmuster auf die kahlen Stühle und Tische zeichnete. Abgesehen von den üblichen Geräuschen des Stützpunktes, die entfernt und gedämpft durch die weißen Betonwände vor sich hin rumorten, war es völlig still. Joshua Melson saß vorgebeugt auf einem klapprigen Metallstuhl und schaute gelangweilt einem Papierschnipsel zu, den er mit den Fingern hin und her schnippte. Als ihm irgendwann seine Haltung schmerzte, setzte er sich auf, streckte seine Arme weit in beide Richtungen und gähnte ausgiebig. Ein flüchtiger Blick auf seine goldene Armbanduhr verriet ihm, dass es erst halb fünf nachmittags war. Der frühe Sonnenuntergang im Winter und die damit verbundene reichliche Dunkelheit machten ihn mürbe. Dazu kam das Warten, wobei er nicht einmal wusste, worauf eigentlich. Er tat es jedenfalls nun schon zwei volle Tage lang, ohne dass je irgendetwas geschehen war. Die Unterhaltung zwischen Marvn Celles, der ihm daraufhin das freundschaftliche Marcel als Name angeboten hatte und Joshua dauerte noch eine ganze Weile, wobei sie sich die meiste Zeit darüber verständigt hatten, welche Rolle Joshua nun spielen solle. Joshua hatte sich dazu entschlossen, behilflich zu sein, sofern er das konnte. Ihm lag vor allem am Herzen, Klarheit zu erlangen über den Verbleib seines Sohnes. Marcel hatte ihm versichert, dass dieses Problem auch für ihn höchste Priorität bereitete. Ob er ihm das glauben sollte, oder ob er annehmen müsse, dass Marcel ihn nur hatte beruhigen wollen, wusste er nicht so genau. Das bedeutete jedenfalls für ihn, auf etwas zu warten, was seine Situation verändern könne. Aus Sicherheitsgründen, wie Marcel immer wieder beteuerte, durfte sich Joshua nicht außerhalb des unterirdischen Stützpunkts aufhalten. Kein Kontakt zur Außenwelt, völlige Abgeschiedenheit. Immerhin musste er so nicht nach einer Ausflucht suchen, weshalb er besorgten Freunden und Bekannten nicht auf ihre Beileidsbekundungen antwortete.

Mittlerweile kannte er sich auf dem relativ kleinen Stützpunkt ganz gut aus. Er war unterteilt in etwa zwanzig Ebenen, die meisten davon bestanden aus den Quartieren der Soldaten, den freiwilligen Freiheitskämpfern. Hinzu kamen Besprechungsräume, Büros und sein Lieblingsplatz, die Kantine. Auf seinen Streifzügen durch den Stützpunkt hatte er aber auch an mehreren Stellen kurze Blicke durch dicke Panzertüren in große, vollgestellte Hangars werfen können, durch die er nur eine vage Ahnung bekam, wie gut diese Gruppe Freiheitskämpfer ausgerüstet war, um es mit der ihnen feindlichen Staatsmacht Elobys aufnehmen zu können. Durch seinen Status als Zivilist durfte er natürlich nirgendwo hinein, blieb also unbehelligt auf seinen ewig gleichen Wanderwegen durch die Korridore des Betonpalastes, die ihn dann regelmäßig, wie heute auch, zur Kantine brachten. Er bemerkte, dass im Stützpunkt Aufruhr herrschte, doch nahmen die Leute wenig Notiz von ihm, wodurch er von niemand präzise Informationen bekommen konnte.

Die aufschleudernde Tür riss Joshua aus seinen Gedanken. Es war Jack, der widerborstig und schweigsam jeden Tag die Gänge hinauf und hinab marschierte, offenbar durchgehend mit wichtigen Dingen beschäftigt: "Der General möchte Sie sofort in seinem Büro sehen. Kommen Sie mit."

Joshua zögerte keine Sekunde. Jede Abwechslung war ihm lieb und Jack zu fragen, worum es wohl gehe, versuchte er gar nicht erst. Er hatte in den letzten zwei Tagen schon zur Genüge gelernt, dass dieser Mann nur dann sprach, wenn es unbedingt sein musste. Jack hielt Joshua die Tür auf und wartete, bis Joshua an ihm vorbeigeschlüpft war. Dann ließ er die Tür zufallen und ging in schnellen, bestimmten Schritten vor Joshua den Flur entlang. Als sie an Marcels Büro angekommen waren, öffnete er, ließ Joshua eintreten und verschwand polternd wieder im Labyrinth der Flure.

Marcel wirkte im Gegensa

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