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Erwählte der Nacht von Adrian, Lara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Erwählte der Nacht

Endlich neues Lesefutter für die Fans von MIDNIGHT BREED! Der Ordenskrieger Rafe hat nur ein Ziel: seinen Fehler wiedergutzumachen, der ihn und viele seiner Freunde beinahe das Leben gekostet hätte. Zu diesem Zweck schleust er sich in eine kriminelle Bande ein, die mit der Geheimorganisation Opus Nostrum in Verbindung steht. Dabei trifft er auf die schöne Tagwandlerin Devony, die sich als Mensch ausgibt und offenbar ihre ganz eigene Agenda verfolgt. Obwohl er weiß, dass er ihr nicht vertrauen kann, verspürt Rafe eine unwiderstehliche Anziehungskraft zu der toughen Stammesgefährtin. Doch um seine Mission auszuführen, darf er sich nicht von Gefühlen ablenken lassen ... 'Lara Adrians Bücher erinnern mich immer aufs Neue daran, was ich an diesem Genre so liebe.' UNDER THE COVERS BOOK BLOG Band 16 der MIDNIGHT-BREED-Serie von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Lara Adrian Lara Adrian lebt mit ihrem Mann in Florida. Neben ihrer äußerst erfolgreichen Vampirserie 'Midnight Breed100'-Reihe auch im Bereich der Contemporary Romance eine große Fangemeinde gewonnen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 279
    Erscheinungsdatum: 27.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736311329
    Verlag: LYX
    Serie: Lyx Taschenbuch 16
    Originaltitel: Break the Day (Midnight Breed 16)
    Größe: 1447 kBytes
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Erwählte der Nacht

1

Rafe strich mit den Fingern über die weiche Haut der Frau. Sein Daumen verweilte etwas länger über der Halsschlagader, wo ihr schneller, heftiger Puls so deutlich wahrnehmbar war wie ihre keuchenden Atemzüge.

Wie bei Blutwirten üblich, war auch diese Frau mehr als bereit, ihm freien Zugang zu ihrem Blut zu gewähren. Entweder war es ihr gar nicht bewusst oder es war ihr egal, dass sich alles vor den Augen der anderen Gäste abspielte, die heute Abend ebenfalls im Asylum waren.

Das war Rafe nur recht.

Er senkte den Kopf an die Seite der entblößten Kehle und ließ sich Zeit, während er den Duft und das Rauschen der roten Blutkörperchen genoss, die dicht unter der ach so zarten Haut strömten. Seine Fänge verlängerten sich reflexartig und traten in freudiger Erwartung des ersten Bisses noch stärker hervor.

"Der Zapfenstreich fürs Blutdurststillen war um Mitternacht, Krieger."

Knurrend hielt Rafe inne und warf dem Barkeeper, der die Warnung ausgesprochen hatte, einen finsteren Blick zu. Der Mann war wie er selbst ein Stammesvampir. Ein großer Mann mit rasiertem, tätowiertem Schädel und Schultern so breit wie ein Panzer.

Das Asylum wurde vornehmlich von Menschen besucht, da für Stammesvampire sowieso nur ein einziges Getränk zur Auswahl stand - und zwar frisches Blut aus einer gerade geöffneten Vene. Trotzdem war die Bar in diesem alten Viertel im Norden Bostons ein beliebter Treffpunkt für die Angehörigen beider Spezies.

Zu dieser späten Stunde waren aber nur noch ein paar ganz Zähe mit viel Sitzfleisch anwesend, und die Gespräche wurden vom trunkenen Gerede später Gäste beherrscht, die sich in den lauten Tanzclubs und den Sim-Lounges in den Touristenzentren offensichtlich gelangweilt hatten und deshalb weiter in die Stadt rein gezogen waren, um ein bisschen Lokalkolorit zu schnuppern.

Gelegentlich waren Rafe und seine Teamkollegen vom Orden auch hier gewesen, um sich nach ihren Patrouillengängen ein wenig zu entspannen.

Verdammt! Wie lange war das schon her? Ein paar Monate waren seitdem ins Land gegangen. Seit dem Sommer, in dem er von allen Einsätzen für den Orden abgezogen worden war.

Als er es in Montreal total vermasselt hatte.

Er hatte es damals mehr als nur vermasselt - die Beinahe-Katastrophe hätte ihn fast das Leben gekostet. Und vielleicht hätten auch alle, die ihm nahestanden, dran glauben müssen, wäre die schöne, aber tückische Frau - ein Maulwurf von Opus Nostrum - nicht von Rafes bestem Freund und Kameraden, Aric Chase, aufgehalten worden.

Rafe war - geblendet von einem hübschen Gesicht und verführerischen Lippen, über die nur Lügen strömten - auf übelste Art verarscht worden.

Das würde ihm nie wieder passieren.

Mit einem unterdrückten Fluch schüttelte er die bitteren Erinnerungen ab. Die Wut auf sich selbst ließ seine Stimme schärfer klingen, als er den hünenhaften Barkeeper finster anschaute und sagte: "Warum tust du uns beiden nicht einen Gefallen und lässt mich in Ruhe? Die Dame hier scheint sich auch nicht um irgendwelche Zapfenstreiche zu scheren."

"Hör mal, Kumpel", blaffte ihn der Mann an. "Ich hab die Gesetze nicht gemacht."

"Ich auch nicht", brummte Rafe.

"Ja, aber soll der Orden sie nicht durchsetzen?"

"Er gehört nicht zum Orden. Nicht mehr. Es heißt, man hätte ihn rausgeschmissen."

Die Bemerkung kam von einem Zivilisten, einem Stammesvampir, der in einem der Dunklen Häfen aus der Gegend um Boston lebte und jetzt hinter Rafe an einem Tisch saß. Wohlhabend und zu nichts nütze, mit ihren Poloshirts und den kurzen Hosen, waren sie die Vampir-Ausgabe von reichen Schnöseln. Rafe hatte sich gleich in der ersten Minute seiner Ankunft den Zorn der fünf jungen Männer zugezogen, als die junge Frau, die sie fast den ganzen Abend mit Alkohol abgefüllt hatten, beschloss, lieber auf Rafes Schoß

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