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Feuer - Flammendes Herz Feuer 6 - Roman von Callahan, Coreene (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Feuer - Flammendes Herz

Seit langer Zeit tobt in den nächtlichen Straßen Seattles ein Krieg zwischen den Drachenkämpfern des Nightfury-Clans und ihren erbitterten Rivalen vom Razorback-Clan. Während die Razorback die Menschen unterdrücken wollen, haben die Nightfury geschworen, sie zu beschützen. Ein Schwur, der immer schwieriger einzuhalten ist, denn die Razorback haben mächtige Verbündete gewonnen. Als sich dann auch noch einer der Nightfury in eine Menschenfrau verliebt, droht der Drachenclan sein wertvollstes Mitglied zu verlieren ...

Coreene Callahan arbeitete nach ihrem Psychologiestudium zunächst als Innenarchitektin, bevor sie beschloss, sich ausschließlich ihrer ersten großen Liebe zu widmen: dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Kanada.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 12.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641198282
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 31816
    Originaltitel: Fury of Surrender - Dragonfury Book 6
    Größe: 1917 kBytes
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Feuer - Flammendes Herz

1

Das Summen der Halogenbeleuchtung hauchte der Stille Leben ein. Einer Stille, die ihn eigentlich beunruhigen sollte. Seine Alarmglocken zum Schrillen bringen und ihn zu höchster Wachsamkeit anspornen sollte. Irgendwas. Egal was. Selbst die kleinste Reaktion auf diese Stille, die sich wie Nebel über ihr Hauptquartier, Black Diamond, gelegt hatte, wäre gut. Stattdessen starrte Forge auf die akkuraten Linien der Deckleisten und suchte nach irgendwelchen Macken, während er den breiten Korridor hinunterging.

Beschissen perfekte Ecken. Abgerundete Kanten. Glatte Oberflächen. Nicht die kleinste Macke in dem Meer aus weißer Farbe, das die Holzlatten bedeckte. Farbige Gemälde hingen eins nach dem anderen links und rechts von ihm an den Wänden, flankierten seinen Weg tiefer in ihren Unterschlupf hinein, führten ihn zu dem Ort, an den er nun wirklich als Allerletztes gehen wollte.

Sein Blick fiel auf die drei Kandinsky-Gemälde zu seiner Linken. Stirnrunzelnd musterte er die Sammlerstücke. Die gleichmäßigen Pinselstriche der unbezahlbaren Meisterwerke zerrten verdammt noch mal an seinen Nerven ... ohne dass es einen Grund dafür gegeben hätte. Seine Reaktion war definitiv total übertrieben. Immerhin sah er das glamouröse, edle Zeug jeden Tag. Er lebte im absoluten Luxus in dem Unterschlupf, den er mit den anderen Drachenkriegern des Nightfury-Clans teilte. War daran gewöhnt, dass alles penibel aufgeräumt war und von unermesslichem Reichtum kündete. Es gab also keinen Grund, sich darüber aufzuregen. Heute nicht und eigentlich auch sonst nie, nur ...

Er wusste einfach nicht, wie er seine wachsende Nervosität eindämmen sollte.

Wie eine Flutwelle brach die Angst über ihn herein. Sie war so stark, dass sich seine Schritte verlangsamten, sich ihm die Kehle zuschnürte und er sich plötzlich nach der Sicherheit seines Zimmers sehnte. Weit wäre es bis dorthin nicht. Er müsste lediglich schnell umkehren, ein oder zwei Minuten gehen, und schon hätte er eine stabile Tür zwischen sich und dem, was er während der letzten zehn Tage zu fürchten gelernt hatte.

Forge schüttelte den Kopf. Nein, keine Chance. Nicht jetzt. Er war kein Feigling, und er weigerte sich davonzulaufen. Nachdem er sich nun einmal dazu gezwungen hatte, die Schwelle zu überqueren und die Tür hinter sich zuzuziehen. Der dumpfe Knall, als sie sich schloss, hatte etwas Endgültiges an sich gehabt. Er wollte, dass es endgültig war. Es musste endgültig sein. Kein Versteckspiel mehr. Kein Herumlavieren. Er wollte sich nicht mehr zusammenreißen, bis er glaubte, jeden Moment zu explodieren.

Weiter. Immer weiter. Falls nötig, direkt in den Tod.

Während er mit starrem Blick den Matisse am Ende des Korridors fixierte, versuchte Forge, seine Füße wieder in Bewegung zu setzen. Aber es war hart. Seine Beine schienen bleischwer zu sein, jede Bewegung der reinste Kraftakt. Knie beugen. Fuß anheben. Vorwärtsbewegen. Die Sohle seines Stiefels berührte den Boden. Eine Sekunde später setzte die zweite Sohle auf.

Ein Schritt, zwei Schritte, drei, vier.

Zählen half auch nicht.

Trotzdem murmelte er die Zahlen vor sich hin, während er auf den Fahrstuhl zuging, der ihn in den unterirdischen Teil des Unterschlupfes befördern würde. Noch an ein paar Zimmertüren vorbei, dann wäre er da und stünde vor dem Stahlkäfig, den er ums Verrecken nicht betreten wollte. Nicht, dass er eine Wahl gehabt hätte. Während seine Schritte in dem verlassenen Flur widerhallten, tat sich ein Gefühl der Leere unterhalb seines Brustbeins auf. Der übliche Schmerz breitete sich in seinem Innern aus und machte es sich dort gemütlich, während Forge sich fragte, ob Myst, die Gefährtin des Nightfury-Kommandanten, recht haben könnte.

Irritiert verzog er das Gesicht. Vielleicht lag sie gar nicht so falsch. Vielleicht legte er es zu sehr darauf an. Möglicherweise brauchte er nur ein wenig Zeit. Ein bisschen Ru

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