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Feuer - Schatten der Liebe Feuer 7 - Roman von Callahan, Coreene (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2020
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Feuer - Schatten der Liebe

Hackerin Ivy Macpherson ist verzweifelt. Das FBI verdächtigt sie der Cyberspionage, und sie hat keine Möglichkeit ihre Unschuld zu beweisen. Auf der Flucht vor den Behörden gerät Ivy an Tydrin - einen geheimnisvollen Mann mit einer gefährlich erotischen Ausstrahlung. Nicht ahnend, dass Tydrin ein jahrhundertealter Drachenkrieger ist, nimmt Ivy seine Hilfe an und gerät dabei in ein kompliziertes Geflecht aus Macht, Leidenschaft und Magie ...

Coreene Callahan arbeitete nach ihrem Psychologiestudium zunächst als Innenarchitektin, bevor sie beschloss, sich ausschließlich ihrer ersten großen Liebe zu widmen: dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Kanada.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 09.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641250140
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 32041
    Originaltitel: Fury of a Highland Dragon
    Größe: 1866 kBytes
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Feuer - Schatten der Liebe

1

CAIRNGORMS,

Schottische Highlands

Tydrin stand hoch oben auf der Klippe, die er am liebsten mochte, und beugte sich vor, um über den Rand zu spähen. Die Strahlen des Mondlichts fielen auf verwitterte Felswände, hüllten blanken Stein in sanftes Licht, stahlen sich tief in schmale Spalten, strebten dem Herzen des Berges entgegen. Er kniff seine lichtempfindlichen Augen zusammen, um sie vor dem grellen Leuchten zu schützen, und starrte in die Tiefe hinab, die die meisten als Weg in den sicheren Tod erachteten. Senkrecht abfallend. Eine Kaskade aus Eis und Schnee. Über tausend Fuß nichts als Felsen, die ihre schartigen Zähne fletschten.

Nett.

Schön.

Ein ordentlicher Sturz ins Chaos.

Das angemessene Ende für jemanden, jedoch nicht für ihn selbst. Zu springen würde keine Erlösung bringen und schon gar nicht ungeschehen machen, was er getan hatte. Die Vergangenheit nicht auslöschen.

Selbstvorwürfe ballten sich in seiner Brust zu einem Knoten zusammen, grausam und scharf, und Schmerz, dieses Ziehen der Fäden in seinem Innern, durchdrang ihn. Nicht sonderlich überraschend. Die Jahreszeit war der Auslöser dafür. Schon wieder. Wie immer. So unausweichlich wie der Wechsel der Gezeiten veränderten sich auch die Jahreszeiten, wurden die Nordwinde zu den arktischen Stürmen aufgepeitscht, die ihm nun die Haare ins Gesicht bliesen. Tydrin schüttelte den Kopf und strich sich die dunklen Strähnen aus den Augen. Am liebsten hätte er alles verdrängt. Der siebte Januar. Er verabscheute dieses Datum. Hasste seine jährliche Wiederkehr. Verzweifelte schier daran, dass die Monate stets so rasch vergingen und ihn unaufhaltsam dem Winter und der Abrechnung entgegenzerrten.

Buße. Erzwungene Wiedergutmachung. Schuldgefühle, die niemals abnahmen, ihn nie zur Ruhe kommen ließen.

Tydrin blickte zu den aufziehenden wirbelnden Sturmwolken empor und schob die Hände in die Vordertaschen seiner Lieblingsjeans. Den großen, gähnenden Eingang einer Höhle im Rücken, stellte er sich an seinen üblichen Platz, die nackten Füße bequem in ausgetretenen Vertiefungen platziert, die Schulter an die Felswand gelehnt. Eis drückte gegen seinen Arm. Die Kälte weckte seine Drachenhälfte, schärfte seine Sinne, während er ins Leere hinausstarrte. Ins Nichts. In das wirbelnde Schneetreiben der Mitternacht und die Schönheit des Schlupfwinkels in den Bergen, den er mit den anderen Mitgliedern seines Clans teilte.

Drachenblütige, verborgen in der Wildnis der schottischen Highlands. Direkt vor der Nase der menschlichen Gesellschaft. Inmitten einer Berggruppe, die zwar ein beliebtes Touristenziel war, in der es aber auch unwirtliche Gebiete gab, in die sich kaum jemand verirrte. Tydrins Mundwinkel hoben sich. Cairngorm, wie eine wunderschöne Bestie, eingebettet in zerklüftetes Gelände mit Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts.

Ein großartiges Zuhause. Das perfekte Versteck für Seinesgleichen.

Geschwärzt von der Zeit, schneebedeckt und verklüftet vom rauen Klima, erhoben sich die einzelnen Gipfel und gingen in Täler über, fielen zu nackten Felswänden ab, nur um wieder dem Himmel entgegenzustreben, als wollten sie die Hand Gottes berühren. Er schnaubte verächtlich. Gott. Von wegen. Was für ein Schwachsinn. Glaube. Hoffnung. Das Bedürfnis, an eine übernatürliche Macht zu glauben, die von oben auf ihn herabblickte und die ganze Welt - und alles in ihr - in seiner Hand hielt. Abgrundtiefer Ekel hinterließ einen üblen Geschmack in seinem Mund. So lächerlich. Mehr als dämlich. Das Dogma hatte den Beigeschmack von Dummheit - von archaischen Glaubensvorstellungen innerhalb uralter Parameter, die längst ihre Macht verloren hatten.

Eine Schande, in vielerlei Hinsicht.

In diesem Moment hätte er allerdings durchaus ein bisschen Glauben gebrauchen können. Einen Hauch dessen, was die Menschen so hochachteten.

Doch obwohl e

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