text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Feuerblüte von Brandis, Katja (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Feuerblüte

Alena von der Feuer-Gilde hat es nicht leicht. Ständig wird sie mit ihrer Mutter, der legendären Schwertkämpferin Alix ke Tassos, verglichen. Und in ihrem Dorf hat sich das rebellische Mädchen schon reichlich unbeliebt gemacht. Doch dann taucht ein eigenartiger, todbringender weißer Panther in der Gegend auf, und zudem entscheidet sich die berühmte Vermittlerin Rena ke Alaak, für sie zu bürgen, damit sie ihre Meisterprüfung ablegen kann. Alles wird anders für Alena. Mit Rena, dem Iltismenschen Cchraskar und ihrem neuen Smaragdschwert, das ihr noch ein bisschen unheimlich ist, macht Alena sich auf den Weg, um Rettung zu suchen. In der großen Handelsstadt Ekaterin, der 'Stadt der Farben', lernt sie Jorak kennen, einen jungen Gildenlosen, der in ihrem Leben noch eine große Rolle spielen wird. Und sie muss kämpfen - um ihr Leben und das ihres Vaters, um ihre Zukunft und den Mann, den sie liebt. Fast zu spät erfährt sie, welche Rolle dabei der weiße Panther, der sie bis in ihren Träume verfolgt, und der unheimliche Palast der Trauer spielen.

Katja Brandis, Jahrgang 1970, begann schon als Kind zu schreiben, oft Geschichten, die in fernen Welten spielten. Sie studierte Amerikanistik und Anglistik und arbeitete danach als Journalistin und Lektorin, bis sie ihren Traum wahrmachen und sich als freie Autorin selbständig machen konnte. Bekannt ist sie für ihre Bestsellerreihen 'Woodwalkers' und 'Seawalkers' (ab 10) und ihre erfolgreichen All-Age-Romane wie 'Khyona', 'Ruf der Tiefe' oder 'White Zone'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 229
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847605515
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 860 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Feuerblüte

Erde und Feuer

Es war am einfachsten, so zu tun, als wäre alles wie immer. Alena half in der Schmiede und legte letzte Hand an ihre Meisterarbeit, ein Messer mit schmaler, etwas mehr als handlanger Klinge und einem Griff aus Schlangenbaumholz. Ob das dem Gildenrat gefallen würde - oder war ihnen der Entwurf zu schlicht, zu schmucklos? Gestern hatte sie einen richtig üblen Traum gehabt. Sie hatte vor dem Rat gestanden und hatte auf einmal gar nichts mehr gewusst. Keine einzige Antwort hatte sie rausgebracht. Und als sie dem Prüfer das Messer zeigte, hatte er gesagt: "Ganz nett, aber wo ist Eure Meisterarbeit?"

Ugh. Alena zwang sich, den Gedanken von sich zu schieben. Jetzt musste das blöde Ding erst mal fertig werden. Wochenlang arbeitete sie schon daran, zwei Fehlversuche hatte sie weggeworfen. Aber diesmal sah das Messer perfekt aus. Heute wollte sie die Klinge noch einmal schleifen und polieren. Kritisch prüfte sie die Schneide mit dem Daumen ...

"Hallo, Alena."

Alena fuhr herum. Eine zierliche Frau mit klugen Augen stand im Eingang der Schmiede. Sie trug ihr hellbraunes, leicht gelocktes Haar offen, es fiel über den Rücken ihrer schlichten Tunika. Ziemlich dünne Arme, wenig Kraft, trägt nur ein einfaches Lehrlingsschwert, schätzte Alena sie blitzschnell ab. Und begriff mit Verspätung, dass sie Tante Nana gegenüberstand.

Plötzlich kam ihr der Name kindisch vor, sie wusste, dass sie ihn nicht mehr über die Lippen bringen würde. "Hallo ... Rena", sagte sie verlegen.

"Oh, du hast dich geschnitten", sagte die Frau und sah sie forschend an. "Tut mir leid, ich habe dich abgelenkt."

Alena blickte auf ihre Hand. Ja, das Messer war scharf. Und sie hatte es sich gerade ordentlich über den Daumen gezogen. Blut tropfte auf den Boden. Verlegen holte sie einen Lappen und band ihn sich um den Finger. Warum hörte diese Frau nicht endlich auf, sie so anzusehen? Das machte sie nervös!

"Pa holt gerade Nachschub - wir haben kaum noch Caradium, und das Kupfer geht uns auch bald aus", sagte Alena, weil ihr nichts Besseres einfiel. "Wollt Ihr ... äh, willst du ... drinnen auf ihn warten?"

Die Frau musste lachen. "Was ist denn mit dir los? Wir kennen uns schon eine Weile, weißt du nicht mehr?"

"Ja, schon." Nur vorher wusste ich nicht, dass du berühmt bist, du blöde Motte. Verlegen wickelte Alena den Dolch in ein Tuch und legte ihn weg. Sie würde später daran weiterarbeiten.

"Frisch geschmiedet?", fragte Rena.

"Ja." Alena wollte nicht, dass sie das Messer sah. Nicht bevor es fertig war und sie sicher sein konnte, dass es wirklich toll geworden war. Sie ging voran in den Wohnteil der schwarzen Pyramide. "Magst du etwas trinken? Cayoral?", fragte Alena und war froh, als Rena nickte. Wenn sie Cayoral kochte, hatten ihre Hände etwas zu tun, dann fühlte sie sich wohler.

Schließlich saßen sie sich gegenüber. Alena merkte, wie ihre Schüchternheit langsam schwand. Es half, wenn sie wenigstens ab und zu daran dachte, dass das da vor ihr Tante Nana war.

"Danke, dass du so schnell gekommen bist", sagte sie. "Ganz schön nervig, was der Rat verlangt."

"So sind die Gesetze der Gilde eben. Glaubst du, du kannst die Prüfung schaffen?"

Alena entschied sich ihre Albträume nicht zu erwähnen. Sonst überlegte es sich Rena vielleicht noch mal, ob sie sich für sie einsetzte. "Ja. Pa sagt, ich bin im Kampf schon so weit wie eine Meisterin zweiten Grades", berichtete sie. "Schmiedekunst, Metallkunde, Heilkunde und so weiter ... ach, das wird schon klappen. Fehlt nur noch ein Bürge."

Der Wink mit dem Zaunpfahl ging ins Leere. Rena lehnte sich gemütlich zurück. "Was machst du eigentlich in deiner freien Zeit - so zum Spaß? Spielt ihr immer noch dieses Spiel, bei dem man eins von diesen Feuer speienden Viechern berühren muss ohne Verbrennungen abzubekommen?"

"Du meinst Neck-das-Tass. Nein, das ist was für

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen