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Finsternis Die schwarzen Juwelen Bd. 5 - Roman von Bishop, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2009
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Finsternis

Die Rückkehr in die Welt der 'Schwarzen Juwelen' Der Sklave Jared gilt als unberechenbar. Als er an die gefürchtete Graue Lady verkauft wird, scheint sein Schicksal besiegelt. Welches Geheimnis umgibt die Herrscherin, die als größte Feindin Dorothea SaDiablos gilt? Dunkel, magisch und fesselnd Die New Yorkerin Anne Bishop, seit ihrer Kindheit von Fantasy-Geschichten begeistert, veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und Romane, bevor ihr mit dem preisgekrönten Bestseller 'Dunkelheit' der internationale Durchbruch gelang. Ihre ebenso ungewöhnliche wie faszinierende Saga 'Die schwarzen Juwelen' zählt zu den erfolgreichsten Werken moderner Fantasy.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 528
    Erscheinungsdatum: 09.10.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641028534
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: The Invisible Ring
    Größe: 590 kBytes
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Finsternis

Kapitel 3 Beinahe hätte er es geschafft, beinahe wäre er nahe genug herangekommen, um auf einen der Winde aufzuspringen. Wären ihm ein paar Augenblicke mehr geblieben, bevor der Auktionator ihn mithilfe des Gehorsamkeitsringes hinabgezogen und zu einer leichten Beute für die Wachen und ihre Peitschen gemacht hatte, wäre er mittlerweile längst zu Hause. Jene Augenblicke hätte er zur Verfügung gehabt, wenn er den Wachtposten umgebracht hätte, der vor dem Sklavenpferch Dienst geschoben hatte. Doch im letzten Moment, als der wilde Fremde in seinem Innern schon mordlustig vorgestürzt war, hatte er die gleiche wissende Angst in den Augen des Wächters gesehen, die sich in den Augen der Königin widergespiegelt hatte, kurz bevor ihr Blut an seinen Händen klebte ... und er hatte die Wildheit gewaltsam zurückgedrängt. Sein Angriff hatte den Wächter jedoch so lange außer Gefecht gesetzt, dass es Jared gelungen war, aus dem Pferch zu entkommen. Doch der Mann war zu schnell wieder zu sich gekommen und hatte zu schnell Alarm schlagen können. Eine weitere Gelegenheit würde es nicht geben. Nicht nach dieser Nacht. Es tut mir leid, Mutter. Es tut mir so leid.
"Nun siehst du nicht mehr so hübsch aus, was, kleiner Bettgespiele?" Die Schmerzen sowie die höhnischen Worte des Wächters rissen Jared aus seinen Gedanken. Er sah den Mann an, einen niederträchtigen, brutalen Kerl, dessen gelbes Juwel genauso schmierig war wie der Rest seines Aufzugs. Jared erwiderte nichts. Der Wächter hustete und spuckte aus. "All ihr hübschen Bürschchen. Stolziert in euren feinen Kleidern herum, als wärt ihr etwas Besseres als andere Männer, echte Männer, die wissen, wie sie mit ihrem Schaft umzugehen haben. Tja, jetzt wird niemand mehr mit dir spielen wollen, was, mein hübsches Kerlchen? Abgesehen von den Königinnen in Pruul, und jeder weiß, was für Spiele die am liebsten spielen!" Der Wächter grinste und offenbarte dabei ein schwarzes Loch an einer Stelle, an der ihm zwei Zähne fehlten. Jared betrachtete den Wächter argwöhnisch. Beim Morgengrauen hatte man ihn zurück in den Sklavenpferch gebracht und ihn auf die Knie gezwungen. Anschließend war er so fest an vier hüfthohe Eisenpfähle gebunden worden, dass er sich überhaupt nicht mehr bewegen konnte, noch nicht einmal den Kopf drehen. Seit der Nachmittagsration vom Vortag hatte er weder Nahrung noch Wasser erhalten. Der Auktionator hatte ihm mit seinem Kontrollring, der mit Jareds Ring des Gehorsams verbunden war, seit seiner Gefangennahme letzte Nacht fortwährend leichte Schmerzen zugefügt. Seine Genitalien waren so wund, dass er die Zähne zusammenbeißen musste, um keinen lauten Schmerzensschrei auszustoßen, als eine Fliege über seine Hoden spazierte. Die Fliegen verursachten ihm zusätzliche Qualen, indem sie um die Peitschenwunden an seinem Rücken und Bauch summten, die wieder aufgesprungen waren, als die Wächter ihm die Hände auf den Rücken gerissen und seine Arme nach oben gezerrt hatten, um die Riemen an den hinteren Pfählen festzubinden. Eine Fliege landete auf Jareds Wange. Er schloss das linke Auge, bevor die Fliege es erreichen konnte. Der Wächter starrte ihn kurz an und brach dann in heftiges Fluchen aus. "Du verfluchter Hurensohn, zwinkerst du mir etwa zu?" Er packte Jared an den Haaren und rief mithilfe der Kunst ein Messer herbei. Dann drehte er die Klinge langsam, bis Jared nur noch die scharfe Schneide sehen konnte. "Nun, Gespiele, in den Salzminen wirst du kaum zwei Augen brauchen." Jared keuchte auf, als die Klinge näher kam, immer näher. Es würde nichts helfen, wenn er die Sache erklärte. Flehen war ebenso zwecklos. Sollte er sich mithilfe der Kunst zu schützen versuchen, würden sich sofort sämtliche Wächter auf ihn stürzen, sodass er letzten Endes mehr als nur ein Auge verlöre. Kurz be

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