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Finsterwald Fantasy-Roman von Martin, Gail Z. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Finsterwald

Das Königreich Margolan liegt in Trümmern. Martris Drayke, der neue König, muss sein Land nach der entscheidenden Schlacht um sein Königtum mühsam wieder aufbauen. Doch nicht nur Drayke muss um seine Herrschaft fürchten, auch Jonmarc Vahanian hat Schwierigkeiten, das Vertrauen der Vampire von Dark Haven zu erringen. Und wenn es ihm gelingt: Welchen Preis wird er zahlen müssen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 495
    Erscheinungsdatum: 13.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838755458
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Dark Haven
    Größe: 1693 kBytes
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Finsterwald

KAPITEL 1

J onmarc Vahanian zügelte sein Pferd.

Der Herbsttag war kühl und sein Atem bildete kleine Dampfwolken in der Luft. Leuchtend buntes Herbstlaub wirbelte über den Hof. Vahanians Blick taxierte das riesige, dunkle Steinhaus. Endlich war der Landsitz von Dark Haven bewohnbar.

Jonmarcs Pferd schnaubte unruhig. Gruppen von Arbeitern waren im Hof damit beschäftigt, den Landsitz winterfest zu machen und für Besucher wohnlich zu gestalten, was Jonmarc wichtiger war. Er glitt von seinem Pferd und reichte die Zügel geistesabwesend an einen Pferdeknecht weiter, als sein Gutsverwalter Neirin heranhastete. Neirin war in Dark Haven geboren worden und mit vielen der Geister und Vayash Moru verwandt, die im Landhaus dienten. Eine Wolke von wildem, rotem Haar umrahmte sein sommersprossiges Gesicht und wenn er sprach, tat er das mit dem schweren Akzent des Hochlands von Fahnlehen.

"Sie sind früh auf, mein Lord", begrüßte Neirin ihn fröhlich. "Alle werden denken, dass Ihr Vayash Moru seid, wenn Ihr Eure Tageseinteilung beibehaltet."

Jonmarc lächelte. "Ich war immer schon ein Machtmensch, aber Dark Haven gibt dem noch einmal eine ganz neue Bedeutung." Er streckte sich und zog ein Gesicht, als er einen Stich im rechten Arm spürte. Etwas mehr als drei Monate waren vergangen, seit er der Schlacht mit Arontala entkommen war. Der übel gebrochene Arm, das Bein und das Handgelenk hatten selbst mit Carinas Hilfe fast den ganzen Sommer gebraucht, um ordentlich zu verheilen.

"Geht es Euren Knochen besser?"

"Sie sind noch nicht so gut wie neu, aber es wird schon."

Neirin warf ihm einen wissenden Blick zu. "Ich zweifle, dass Eure Dame Heilerin Euren Tagesablauf im Sinn hatte, als Ihr hier in den Norden gekommen seid: Morgens mit den Bauern das Korn ernten, in der Schmiede am Nachmittag und Schwertkampfübungen mit Eurer Wache am späten Abend."

Jonmarc lachte leise. "Sie erwartet von mir, Befehle zu ignorieren. Das heißt, dass ich nichts tue, was sie nicht von mir denkt."

"Das ist die verdrehteste Logik, die ich seit langer Zeit gehört habe."

Jonmarc sah auf den dunklen Stein des Hauses. "Nun ja, sogar nach meinen Maßstäben ist das der seltsamste Ort, an dem ich seit langer Zeit gewesen bin, also sind wir wohl quitt." Er starrte die Straße hinunter in Richtung des Dorfs und der Felder dahinter.

Die schweren Regen des Jahres hatten für eine karge Ernte gesorgt. Dark Haven konnte sich keine weitere schlechte Ernte leisten und hier in den nördlichen Landstrichen würde der Winter früh kommen.

"Ihr macht Euch Sorgen um die Ernte."

Jonmarc zuckte mit den Schultern. "Sollte ich das nicht? Das Herrenhaus war nicht das Einzige, was hier in den letzten zehn Jahren verrottet ist. Keiner hat sich um die Felder gekümmert, das ist mal sicher. Und mit dem Chaos, das Jared aus Margolan gemacht hat, wird dieses Jahr kein Korn übrig sein. Wir müssen von allem zur Aussaat behalten, was wir ernten, und es über den Winter bringen. Ich habe kein Verlangen danach, einen Titel zu bekommen und immer noch hungrig zu sein!"

"Ihr habt schon mehr getan als die letzten beiden Herren."

"Wie mir schon wiederholt mitgeteilt wurde, starben beide in jungen Jahren. Vielleicht zähle ich nicht auf eine lange Herrschaft."

"Ich wünschte, Ihr würdet darüber keine Witze machen."

"Wer macht hier Witze?"

Neirin sah über die Felder. "Ich bin kein Magier, aber sogar ich weiß, dass es um die Dinge hier besser stand, bevor Arontala die Ströme der Magie unter dem Herrenhaus gestö

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