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Flammen von Mey, Isabella (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Flammen

Zweiter Teil des gefühlvollen Fantasy-Liebesromans Die quälende Sehnsucht nach dem Lord der Schatten bringt Inea zunehmend in seelische Bedrängnis. Vor allem nach den Geschehnissen auf seiner Burg gelingt es ihr kaum noch, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten. Leseprobe Als ich jetzt die Augen öffne, finde ich mich in dem Gang vor meinem Zimmer wieder. Torin sieht nicht zu mir herab, als er mit dem Fuß die Tür aufstößt und mich dann vorsichtig, als könne ich jeden Augenblick in tausend Scherben zersplittern, auf mein Bett legt. Doch meine Hände weigern sich, die Umklammerung um seinen Hals zu lockern, versuchen im Gegenteil Torins Kopf zu mir herabzuziehen, um das brennende Verlangen meiner Lippen nach den seinen zu stillen. Jetzt endlich blickt er mich an, doch die Qual und das Begehren in seinem Blick scheinen schier uferlose Kämpfe miteinander auszufechten. Unsere Pupillen verschmelzen förmlich miteinander, als sich sein Gesicht in unendlicher Langsamkeit dem meinen nähert. Wir keuchen um die Wette. Sein warmer Atem streicht über meine Wangen. In dem Augenblick, als seine Lippen zaghaft die meinen berühren, entweicht Torins Kehle ein gequältes Stöhnen. Gleichzeitig breitet sich ein elektrisierendes Prickeln über meinen gesamten Körper aus. Statt sich jedoch in gierigen Küsse zu verlieren, verharrt Torin schwer atmend, mit weit aufgerissenen Augen in dieser Stellung. Weitere Bücher der Autorin Lichtertanz Band I - Die Magie der Glanzlichter Band II - Die Magie der Goldwinde Band III - Die Magie der Lichtkristalle (Finale) Flammentanz Band I - Funken Band II - Flammen Band III - Feuer Band IV - Brand Band V - Glut (Finale) Nacht der Lichter Band I - Leiser Strom Band II - Novisapiens Band III voraussichtlich im Mai 2020 WandelTräume Romantasy Fabolon

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 363
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748731467
    Verlag: BookRix
    Größe: 980 kBytes
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Flammen

2 - Messeturm

Inea

Noch immer Donnerstagmorgen

Meine Augen liefern mir offensichtlich ein Trugbild, denn der Mann, der vor der Haustür wartet, sieht zwar aus wie Torin, aber das kann er unmöglich sein! Bislang bin ich ihm ausschließlich in seinem Dracula-Gewand begegnet. Aber dieser Fremde trägt eine schwarze Jeans, die auch noch verdammt eng anliegt und dadurch die gut definierten Muskeln deutlich hervorhebt. Sein Oberkörper wird von einem schwarzen Hemd bedeckt - okay, der Farbton passt sich noch immer seinem Schattendasein an, aber in dieser Aufmachung wirkt Torin nicht mehr wie eine dramatische Figur aus dem vorletzten Jahrhundert, sondern wie ein äußerst attraktiver Mann der Neuzeit.

Und in seinem Blick lese ich genau das, was mit Sicherheit gerade auch meine Augen verraten - unbändige Sehnsucht und das drängende Verlangen, den anderen in die Arme zu schließen. Doch dann wandert Torins Blick abrupt zu meinem Begleiter, dessen Arm noch immer jovial um meine Schultern liegt. Ich bin dankbar dafür, denn ohne diese Stütze würden meine Beine jetzt komplett ihren Dienst versagen. Aber Torin scheint das anders zu sehen, denn in die Flugbahn der vernichtenden Blitze, die er auf seinen Freund abfeuert, möchte ich keinesfalls geraten.

Ob der Grund dafür vielleicht ... eventuell ... möglicherweise ... Eifersucht sein könnte?

Ein heftiges Flattern breitet sich von meinem Bauch auf den Rest meines Körpers aus.

"Gehen wir!", befiehlt Torin herrisch und schreitet mit solch einer dynamischen Eleganz voraus, dass mir beim Anblick schwindelig wird.

Markus folgt ihm deutlich weniger elegant, was aber gewiss nur daran liegt, dass ich mich wie ein nasser Sack von ihm mitschleifen lasse. Mir fällt wieder ein, dass er sich den Knöchel verstaucht hatte, aber daran kann es nicht liegen, denn ohne mich hat er sich noch ganz normal bewegt. Seine Verletzung war wohl doch nicht so schlimm. Als wir um die Ecke des Hauses biegen, schrecke ich von einem lauten Gejohle zusammen. Mein Blick wandert hinauf zum Balkon, der zu unserem Wohnzimmer führt. Dort entdecke ich meine Mitbewohner, die uns zuwinken und hysterisch kreischen, als wären wir berühmte Stars. Bei genauerem Hinsehen sind es jedoch nur die Zwillinge, die in ekstatische Hysterie verfallen zu sein scheinen. Beata dagegen sieht einfach nur neugierig zu uns herab. Ich winke allen zum Abschied zu und lasse mich dann von Markus zur Rückbank seines Sportwagens führen, Torin harrt bereits ungeduldig auf dem Beifahrersitz aus. Offenbar hat es Markus aber nicht besonders eilig, denn er lässt es sich nicht nehmen, sich von meinem Abschiedskomitee ausgiebig feiern zu lassen. Er versucht sich in einer Mischung aus Bauch- und Indianertanz und schickt Beata zum Abschluss einen Handkuss, den sie allerdings nicht erwidert. Dafür übernehmen das die Zwillinge, sogar in mehrfacher Ausfertigung, begleitet von einem Schwall anzüglicher Kommentare.

"Markus! Schluss damit! Fahr los!", befiehlt Torin missmutig.

Der humorvollere der beiden Schattenmagier steigt endlich ein und startet den Motor. Ungefähr eine Million Fragen schwirren durch mein Hirn, aber ich bin noch immer so geplättet von meinen Gefühlen und vor allem von Torins Erscheinung, dass ich eine Weile stumm dasitze, die vorbeirauschende Landschaft betrachte und darum kämpfe, mein inneres Gleichgewicht wiederzuerlangen.

Besser, ich unterhalte mich nur mit Markus - der Lord der Schatten bringt mich im Augenblick viel zu sehr aus der Fassung. Ob er sich für mich eingekleidet hat? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, wo er doch so vehement darauf bedacht ist, sich dieser Anziehung zwischen uns zu widersetzen. Bestimmt hat es einen ganz anderen Grund. Aber das kann ich ihn wohl kaum fragen.

Bislang verlief die Fahrt schweigend, doch dann gewinnt die Neugier die Überhand. Ic

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