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Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt von El-Bahay, Akram (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.05.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt

Geheimnisse, seit Jahrtausenden im Sand verborgen... Der Karawanenführer Kadim traut seinen Augen kaum, als er mit seinem Tross einen niedergebrannten Ort erreicht. Was für ein Feuer ist heiß genug, dass es Stein zum Schmelzen bringt? Dass es Menschen von einem Moment auf den anderen zu Asche verbrennt? Die einzige Antwort scheint unmöglich: Drachenfeuer! Schon bald muss Kadim feststellen, dass die Wüste tausendundein Geheimnisse birgt. Drachen verstecken sich dort, Wüstenkrieger lauern im Sand. Und in einer vergessenen Stadt wartet ein tödlicher Schatz... Dieses E-Book enthält außerdem eine ausführliche Leseprobe zum Roman 'Flammenwüste' - dem Auftakt zu einem großartigen Fantasy-Epos über Märchen, Magie und Heldenmut.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 16.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838759845
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 2391kBytes
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Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt

1. Tod und Asche
Z ieht nicht den Korken heraus!" Kadim, der Führer der kleinen Karawane, griff nach der Flasche, die der Einäugige im Wüstensand gefunden hatte.
Der Alte aber drehte sich zur Seite, ehe Kadim sie ihm aus der Hand schlagen konnte. Er zog den Korken aus der Flasche und lugte mit seinem gesunden Auge in sie hinein, als wollte er die Sandkörner an ihrem Boden zählen.
"Ist eh nichts drin", kicherte der Alte wie ein Ziegenbock und warf sie Kadim vor die Füße. "Wovor hast du so eine Angst, Junge? Glaubst du, ein Geist kommt aus der Flasche und stiehlt dir das Leben?" Der Alte hob die Hände über den Kopf und fuchtelte mit ihnen herum, als würde er einen unsichtbaren Angreifer abwehren. Dann lachte er wieder. "Das sind doch nur dumme Geschichten."
"Geschichten sind mir gleich", sagte Kadim düster und warf dem Alten einen bösen Blick zu. "Aber es bringt Unglück, sich am Besitz der Toten zu vergreifen."
Und Tote musste es hier zuhauf gegeben haben , dachte Kadim, als er seinen Blick über die rauchenden Ruinen der Karawanserei gleiten ließ. Obwohl es kaum Spuren von ihnen gab. Das meiste ihrer Körper schien zu Asche verbrannt zu sein. Dann bückte er sich und hob die Flasche auf. Als der Alte nicht hinsah, warf auch Kadim einen schnellen Blick hinein, bevor er sie so weit wegschleuderte, wie er konnte. Dumpf landete sie hinter einem der schwelenden Mauerreste im Sand.
Der Karawanenhof, der sich, seit Kadim denken konnte, an dieser Stelle inmitten eines Hains aus Dattelpalmen und Kameldornbäumen befunden hatte, war bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Auch von dem Hain war nicht mehr übrig als ein paar verkohlte Stämme. Nie wieder würden hier die gelben Blüten in der Mittagssonne funkeln, die der Karawanserei einst ihren Namen gegeben hatten: Goldhof.
Kadim hatte schon viel gesehen. Beinahe dreißig Jahre war er schon auf der Welt und die meiste Zeit davon hatte er in der Wüste verbracht. Seit etlichen Generationen führte seine Familie Karawanen aus den Ländern der Kaffeedynastien im Norden in den Süden, vorbei an der großen Stadt Nabija und dann weiter am Roten See vorbei, auf dem die Stadt Hambar schwamm, bis zu den Seefahrern von Nubiéd. Immer der alten Gewürzstraße folgend, von einer Karawanserei zur nächsten. Doch so etwas wie das hier hatte selbst er noch nicht erlebt. Ein Feuer, das so hungrig gewesen war, dass es bis auf ein paar wenige Ausnahmen nicht einmal die Knochen der Toten übrig gelassen hatte. Einige der Mauerreste waren geschmolzen, und der Stein strahlte immer noch Hitze wie ein Lagerfeuer ab. Das Feuer hatte den Boden schwarz gefärbt. Kadim hatte eines der auf dem Boden herumliegenden Trümmerstücke angefasst, um es zu untersuchen. Es hatte geglüht, und Kadims Haut schmerzte dort, wo er den heißen Stein berührt hatte. Was für ein Feuer konnte bloß Stein zum Schmelzen bringen?
"Was machen wir nun?", fragte der einäugige Alte und spuckte auf den Boden. "Rasten wir oder reiten wir weiter?" Beiläufig zog er eine Karte aus einer Falte seines Kapuzengewandes, das ebenso blau wie der Abendhimmel war, der sich über ihnen spannte.
Schon wieder. Kadim sah ständig, wie er das Papier anstarrte. Wie oft hatte es der Alte heute schon herausgezogen? Tausendundeinmal? Die seltsame Karte würde ihm sicher auch diesmal nicht mehr verraten als die Male zuvor.
Kadim kniff die Augen zusammen. Die Sonne stand schon tief. Sie ließ Schatten wachsen und das Meer aus Sand leuchten, als würde das Feuer in ihm nisten. Die Nacht kam, und selbst er war müde vom Weg, der hinter ihnen lag. Aber b

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