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Fluch der Toten Roman von Recht, Z. A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.09.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Fluch der Toten

Die Welt gehört den Toten!
Das gefährliche "Morgenstern"-Virus muss endlich aufgehalten werden! Nach Ausbruch der Zombie-Apokalypse reisen zwei voneinander getrennte Gruppen von Überlebenden durch Amerika auf der verzweifelten Suche nach einem Gegenmittel. Überall treiben blutrünstige Zombies und marodierende Plünderer ihr Unwesen. Wie weit werden die Überlebenden gehen, um das Virus zu besiegen? Die Rettung der Menschheit steht auf Messers Schneide ...

Z. A. Recht, Schriftsteller und Amateurhistoriker, hat mit seines Romanen um den Morgenstern-Virus und die Untoten weltweit eine große Fangemeinde begeistert. Er starb 2009 im Alter von 26 Jahren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 09.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641105341
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Survivors
    Größe: 918 kBytes
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Fluch der Toten

PROLOG

Mount Weather

15 . Juni 2007

09 . 30 Uhr

Eine steife Brise erfasste das hoch und elegant über dem mit reger Betriebsamkeit erfüllten Gebäudekomplex flatternde Sternenbanner. Weit unterhalb des bewaldeten Gebirgskamms in den Appalachen eilten Soldaten und Zivilisten umher und erfüllten ihre Pflicht, als hinge ihr Leben davon ab - was auch ganz und gar der Fall war.

Die Welt, die die Lebenden gekannt hatten, gab es nicht mehr. Keine Arbeitsplätze, die man hätte ansteuern und verlassen können, keine Steuern, keine Gesetzeshüter, Rechnungen, Elternabende, Konzerte, Einkaufsbummel. Alles war nur noch Erinnerung.

In Friedenszeiten, vor der Morgenstern-Pandemie, hatte die Sicherheitsanlage am Mount Weather als zivile Kommandozentrale für den Katastrophenschutz gedient. Nun war ein Katastrophenfall eingetreten: Der Morgenstern-Erreger hatte die Erde überschwemmt. Die Großstädte waren längst verlassen oder überrannt worden. Es gab nur noch ländliche Städtchen und Dörfer oder isolierte geschützte Anlagen wie Mount Weather, die ausharrten und Widerstand leisteten. Der Rest der Welt gehörte den Infizierten. Die Sanftmütigen konnten nur noch darauf warten, bis sie sie erbten.

Die Menschheit war nun eine vom Aussterben bedrohte Art.

Die Infizierten waren nicht krank - sie waren feindselig und griffen jeden an, den sie zu Gesicht bekamen. Sie machten in Rudeln Jagd auf Menschen, und ihre Angriffe waren tödlich.

Und ansteckend. Wer gebissen oder auch nur gekratzt wurde, verwandelte sich in einen sabbernden, schwitzenden und schreienden Ansteckungsherd auf zwei Beinen.

Doch das war nicht das Schlimmste. Solange Antiviren keinen Erfolg zeigten und niemand genug über den Morgenstern-Erreger wusste, um eine effektive Verteidigung zu entwickeln, gab es nur eine Möglichkeit, mit einem infizierten Opfer umzugehen. Man musste es töten.

Das nächste Stadium war noch makabrer. Getötete Infizierte standen wieder auf und gaben das Virus an neue Wirte weiter. Ein Schuss in den Kopf war die einzige Möglichkeit, einen Untoten endgültig auszuschalten.

Allein die Vorstellung lebender Toter schlug Wellen durch die politische Welt - von der religiösen ganz zu schweigen. Und als wäre das Krankheitsbild des Virus nicht bereits genug, hatte diese neue Erkenntnis eine Unzahl von Unruhen und eine alles umfassende Panik ausgelöst.

Dennoch: Einige machten ungeachtet der Schwierigkeiten weiter. Die Zäune um Mount Weather hatten verstärkt werden müssen. Männer und Frauen wechselten sich bei der Verteidigung dieses Walls ab und patrouillierten mit ihren Gewehren an der Umzäunung entlang. Kam ein Infizierter zu nahe, taten die freiwilligen Scharfschützen ihre Pflicht und schossen auf seinen Kopf. Anfangs oft, später nur noch ein- bis zweimal am Tag hallte das Echo eines Schusses durch das Gelände.

Wer hinausgeschickt wurde, um Leichen zu beseitigen, trug einen Schutzanzug. Etliche kleine, stets schwelende Gräben trübten vor den Zäunen die Sicht, denn die Leichen wurden verbrannt. Angehörige der Grenzpatrouille zogen den Jackenkragen so weit wie möglich über die untere Gesichtshälfte, um sich vor dem Gestank zu schützen.

Bewaffnete Posten, sieben Tage in der Woche rund um die Uhr im Dienst, waren aufgrund der aufreibenden Dienstpläne und der Anspannung durch die andauernde höchste Alarmstufe fast am Ende. Die raubgierigen Infizierten waren nicht die einzige Bedrohung, gegen die sie sich wehren mussten.

Was von den Vereinigten Staaten übrig geblieben war, befand sich gegen alles andere im Kriegszustand. Personen von Autorität hatten Restgruppen um sich geschart und gingen gegen ehemalige Verbündete vor. Alte Fehden und kleingeistiger Neid trieben die meisten dieser Bewegungen an, aber ein Zwang stand über allem: Finde ein Heilmittel, und behalte es für dich.

Es war ein

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