text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Fremder Himmel von Frey, Dennis (eBook)

  • Verlag: Drachenmond Verlag
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Fremder Himmel

'Mein Held', hauchte sie. Und genau das war er. Ihr Held. Zähne blitzten weiß auf, als er ihr zulächelte. Mona, eine junge Autorin, hat gerade zum ersten Mal ein Manuskript beendet. Um das volle Potenzial ihrer Fantasy-Welt Kaemnor zu entfalten, trifft sie sich mit dem Lektor Bragi, der ihr helfen möchte und im Ausgleich nur ein Versprechen verlangt: Mona darf nicht aufgeben, bis er es ihr erlaubt. Sie stimmt zu und findet sich kurz darauf in Kaemnor wieder - der Welt, die sie selbst erschaffen hat. Doch während sie von da an bei jedem Einschlafen zwischen den Welten hin und her springt, muss sie sich eingestehen, dass sie längst keine so gute Autorin ist, wie sie gedacht hat . Dennis Frey lebt auf der grünen Insel, Irland, wo hinter jeder Ecke eine neue, magische Geschichte lauert. Hier findet er die Inspiration seine Geschichten zu schreiben, die davon erzählen, wie die Magie in den Alltag einbricht und ihn zu etwas Außergewöhnlichem macht. Er hat es sich zum Ziel gesetzt alle seine Kurzgeschichten und Bücher in einem zusammenhängenden Universum anzusiedeln, das unserem nicht ganz unähnlich ist, aber trotzdem allerhand zu entdecken bietet. Wenn er nicht schreibt, jagt er hinter seinen Hühnern her, scheucht fremde Kühe aus seinem Garten oder lässt sich von seinen beiden Söhnen in Fantasiewelten entführen, die selbst er nicht alleine entdeckt hätte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 344
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959914918
    Verlag: Drachenmond Verlag
    Größe: 692 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Fremder Himmel

1

Wir haben uns jetzt wieder lieb


E in dickes Bündel Papier klatschte vor ihr auf den Tisch und Mona zuckte zusammen .

"Wenn du glaubst, dass ich das lese, bist du schiefgewickelt, Honey ."

Sie sah zu ihrer Mitbewohnerin Ann auf, die die Fäuste in die schmalen Hüften gestemmt hatte und sie mit diesem speziellen Ann-Blick ansah. Eine Augenbraue leicht nach oben gezogen, bis sie fast den dichten Pony aus schwarzem Haar berührte, ein harter Zug um den Mund, der aber dennoch ganz leicht zu lächeln schien, und der bohrende Blick der dunkelblauen Augen. Mona hasste das, weil sie ihn nie deuten konnte. Sie hatte es noch nicht übers Herz gebracht, Ann zu sagen, dass sie diesen Blick für die Bühne aus ihrem Repertoire streichen musste .

"Du dachtest das wirklich, oder?" Ann strich sich mit beiden Händen den Ausdruck aus dem Gesicht und zurück blieb nur Erschöpfung. "Dir ist schon klar, was ich im Moment alles in meiner Woche unterbringen muss? Und selbst wenn ich mir die Zeit irgendwo anders stehlen könnte, würde ich mich weigern, dein Manuskript zu lesen ."

Das traf Mona hart. Sie wusste, dass ihre Freundin nicht das Klischee-Studentenleben voller Partys und Freizeit führte - sie hatte sich an der Stage School eingeschrieben, um ihren Traum zu erfüllen und Musicaldarstellerin zu werden. Wenn sie nicht tanzte, dann sang sie, und wenn sie nicht sang, dann übte sie ihren Text. Aber Mona vertraute niemandem so sehr wie ihr. Sie hatte sich darauf verlassen, Anns Hilfe zu bekommen .

"Das ist doch unfair! Ich helfe dir immer, wenn du Texte proben musst!", rief Mona verletzt .

"Ja, aber ..."

"Und vor zwei Wochen habe ich mir den Arm verletzt, als ich mit dir diese blöde Hebefigur geübt habe, weil du Angst hattest, Fred würde dich angrapschen, wenn du ihn darum bittest !"

"Mona, ich ..."

"Aber wenn ich Hilfe brauche, dann stehe ich allein da ?"

Jetzt brauste Ann auf wie der Wirbelwind, der sie war. "Du weißt ganz genau, dass ich immer für dich da bin!", donnerte sie und Mona machte sich ganz klein .

Sie hatte sich für ihre Worte geschämt, kaum dass sie ihr über die Lippen gekommen waren .

Ihre Freundin seufzte und ließ sich neben Mona auf einen Stuhl am Esstisch fallen. "Und jetzt schaust du mich an wie ein Hündchen, das ich an der Autobahn ausgesetzt habe", sagte Ann. "Ich kann deinen Kram nicht lesen, weil ich dir keine Hilfe wäre." Mona wollte widersprechen, doch Ann hob die Hand. "Ich bin noch nicht fertig, Honey. Erstens habe ich keine Ahnung vom Schreiben. Zweitens habe ich keine Ahnung von deutscher Grammatik ..."

"Du sprichst doch super Deutsch", fiel Mona ihr ins Wort .

Ann sah genervt aus. Sie war die Tochter eines Deutschen und einer Amerikanerin, aber erst vor drei Jahren nach Hamburg gezogen. Und ja, ihr Schriftdeutsch ließ manchmal zu wünschen übrig .

" Drittens ", sagte sie eindringlich, als hätte sie Monas Einwurf nicht gehört, "habe ich dich viel zu lieb. Du brauchst jemanden, der dir brutal ins Gesicht sagt, wenn du Mist geschrieben hast. Das bringe ich nicht übers Herz ."

"Du bist aber manchmal ziemlich brutal", murrte Mona, doch Ann hatte ihre Worte gut genug gewählt, dass sie nicht mehr wirklich böse sein konnte .

"Ich kann brutal sein, wenn du diesem Idiot Alex hinterherläufst. Ich kann brutal sein, wenn du zu viel trinkst und dich zum Affen machst. Aber ich kann nicht deine Geschichte auseinandernehmen. Ich weiß doch, dass das dein Baby ist ."

" D as Baby an dieser Stelle sterben zu lassen, ist eine

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen