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Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken von Snow, Allyson (eBook)

  • Verlag: Elaria
eBook (ePUB)
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Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken

Das Haus ist verflucht! In einem verflucht schlechten Zustand, aber davon lässt sich Joanne den Einzug ins Eastend House nicht vergällen. Und wenn sich die Geister bis zur Decke stapeln, aus ihrem neuen Zuhause bekommt sie keiner raus! Da beißt auch der mürrische Geist Ewan auf Granit. Die karrierebesessene Firmenanwältin hat keine Zeit für Angst. Seine besten Spuke sind verschwendete Geistermüh. Es braucht schon brachiale Gewalt, um Joannes Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Kaum gelingt ihm das, passiert etwas, womit er im Tode nicht gerechnet hat: Plötzlich werden Teile an ihm lebendig, die schon lange vermodert sein sollten - darunter sein Herz. Aber davon darf sich Ewan nicht beirren lassen. Sein Fluch muss erfüllt werden. Er hat dreiunddreißig Tage Zeit, die aufmüpfige Bewohnerin hinauszuekeln, oder sie wird wie alle vor ihr sterben. Joanne wäre jedoch nicht Joanne, wenn sie nicht sogar dem Teufel sein letztes Hemd - oder seinen letzten Geist - aus den Rippen klagen würde!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 366
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783964651488
    Verlag: Elaria
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Geist - ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken

Tag 1

Sobald ein Dachziegel fehlt,
ist das Haus verflucht

"Das Haus ist verflucht."

Diese Worte drangen aus Mr Boyles Mund, wurden vom Wind zerrissen, und doch konnte Joanne nicht behaupten, dass sie wirkungslos verhallten. Sie sorgten dafür, dass sich Joannes Lippen spöttisch kräuselten. Würde ihr nicht jeder Knochen im Leib klappern, käme Joanne nach diesem Satz nicht mehr aus dem Lachen heraus.

Das Haus ist verflucht. Jedem gutgläubigen Idioten lief bei einem solchen Satz ein Schauer über den Rücken. Joanne hingegen war schlicht und einfach kalt. Das Wetter war sicher ebenfalls verflucht, passte es doch wunderbar zu dem verfallenen, düsteren Eastend House und Mr Boyles Warnung.

Der Wind zerrte an Joannes Mantel, blies ihr immer wieder ins Gesicht, und bei einer erneuten Böe musste sich Joanne mit aller Kraft dieser Naturgewalt entgegenstemmen, um nicht kurzerhand gegen Mr Boyles schwarzen Rover geschleudert zu werden.

Dünne, ununterbrochene Bindfäden feinen Regens fielen auf die Erde und vernebelten die Silhouette von Eastend House.

Selbst durch das Rauschen des Wolkenbruchs hindurch, meinte Joanne, das Klappern der Dachziegel zu hören. Oder waren es Mr Boyles Zähne? Der Bürgermeister von Thankerton lehnte an seinem Wagen, hielt seinen Hut mit beiden Händen fest und verzog unwillig das Gesicht, als ihm der Wind einen Schwall Nässe ins Gesicht blies.

Owen Boyle war ein Mann, von dem man sich wünschte, dass er schnellstens wieder verschwand. Am Telefon war er schwatzhaft gewesen, und jetzt starrte er sie Beifall heischend an. Nicht einmal das verflixte Mistwetter hielt ihn davon ab, seinen idiotischen Begrüßungssatz zu wiederholen: "Ein Fluch liegt über Eastend. Es tötet Menschen."

Joannes Nase kribbelte, und sie blinzelte gegen den Niesreiz an. Vergeblich. Ihr entfuhr ein Laut, als wäre ein Elefant geplatzt. Nicht dieses Haus würde sie umbringen, sondern die Lungenentzündung, die sie sich auf seinem Vorplatz einfing. Sie holte ein Taschentuch hervor und schnäuzte sich kräftig.

Das war mit Sicherheit nicht die Reaktion, die sich der Unheilverkünder erhoffte. Er presste die Lippen aufeinander und zog endlich einen Schlüsselbund aus seiner Manteltasche. Mr Boyles knollige Nase in dem aufgedunsenen Gesicht färbte sich bereits rot. Aber der beginnende Schnupfen hinderte den Bürgermeister keineswegs daran, wie eine hängende Schallplatte zu klingen: "Sie sollten hier nicht einziehen. In dem Haus gibt es einen Geist."

Gute Güte, wie oft wollte er es noch sagen? Joanne verdrehte die Augen. "Ich bin ewig über holprige Landstraßen gefahren, um dann auf Sie zu warten! Ich will mich endlich an die Heizung setzen. In der Küche. In diesem Haus. Sehe ich aus, als ob ich jetzt umkehre? Mein Wagen hat keine Sitzheizung, genau genommen funktioniert in dem Ding gerade mal die Gangschaltung."

Das Metall des wuchtigen Schlüssels schabte über den Eisenring, so aufgeregt schwang ihn Mr Boyle herum. "Sie verstehen nicht, Miss Hunter. In diesem Haus sterben Menschen unter ungeklärten Umständen! Es ist blanker Selbstmord einzuziehen!"

Es war auch Harakiri, bei Max Blackburn als Leiterin der Rechtsabteilung einen Vertrag zu unterschreiben. Der Mann dehnte sämtliche Gesetze, bis sie nicht nur ächzten, sondern sich samt den Richtern übergaben. Aber Joanne war noch nie einer Herausforderung aus dem Weg gegangen, und sie würde heute nicht damit anfangen. Es war ja nicht so, dass sie eine Wahl hatte. Eastend House gehörte ihr seit dem Tod ihrer Granny. Diese hatte es teilweise sanieren lassen. Der Plan, ihre letzten Jahre in Eastend zu genießen, ging allerdings nicht auf. Letztendlich waren es nach ihrem Einzug nur ein paar Wochen gewesen.

Über Jahre stand es leer, ignoriert von Joanne, nicht mehr als ein Posten in ihrem Vermögensportfolio, aber vor knapp zwei Monaten zog Mrs Hoops ein und besserte mit ihren Mietzah

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