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Geistergeschichten Die dunklen Fälle des Harry Dresden 13 von Butcher, Jim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.09.2013
  • Verlag: Feder & Schwert
eBook (ePUB)
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Geistergeschichten

Harry Dresden war schon vieles: Chicagos einziger Berufsmagier, Hüter des Weißen Rates, Gefäß der Seele eines gefallenen Engels, Bewahrer der Schwerter des Kreuzes und Verderben aller, die Unschuldigen schaden und die Welt versklaven wollen.

Aber tot war er bislang noch nie ...

Zu Lebzeiten hat man auf Harry geschossen und eingestochen, ihn verprügelt, geschnitten, verbrannt, gequetscht und gefoltert. Als ihm aber jemand eine Kugel in die Brust jagt und ihn im Lake Michigan zum Sterben zurücklässt, sieht es wirklich schlecht für ihn aus.

Doch selbst gefangen in der Grauzone zwischen Leben und Tod findet Harry keine Ruhe. Er erfährt, dass drei seiner Freunde unvorstellbare Qualen erleiden müssen, wenn es ihm nicht gelingt, seinen Mörder vorher zur Rechenschaft zu ziehen. Das wäre natürlich viel leichter, wenn er einen Körper und Zugang zu seinen Kräften hätte. Doch so muss Harry als Geist zurechtkommen, ohne mit der stofflichen Welt interagieren zu können, unsichtbar und unhörbar für die meisten Menschen.

Jim Butcher, geboren 26. Oktober 1971 in Independence, arbeitet hauptberuflich als Computertechniker, nachdem er bereits im Management eines Fast-Food-Restaurants tätig war und eine Zeit lang von Haustür zu Haustür zog, um Staubsauger zu verkaufen. Jim Butcher lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Missouri.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 688
    Erscheinungsdatum: 13.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867621878
    Verlag: Feder & Schwert
    Serie: Dresden Files Bd.13
    Originaltitel: Ghost Stories
    Größe: 3224 kBytes
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Geistergeschichten

2. Kapitel

C armichael hielt vor einem Haus , das mich an die alte Krimiserie Polizeibericht erinnerte. Wir parkten auf der vollkommen leeren Straße und liefen zum Hauseingang.

"Wo wollen wir hin?", fragte ich.

"Hab ich doch schon gesagt. Ins Büro."

Ich runzelte die Stirn. "Ginge es ein bisschen genauer?"

Carmichael sah sich nervös um. "Nicht jetzt, hier draußen ist es nicht sicher. Überall Ohren."

Ich blieb auf dem leeren Bürgersteig stehen und sah mich um: Die Straße war verlassen. Rings um mich nur einsame Straßenlaternen, Ampeln, die ohne Publikum ihren Dienst versahen, und gardinenlose Fenster, hinter denen kein Licht brannte, sodass sie leerer wirkten als die Augen einer Leiche.

"Sicher", sagte ich. "Eine wahre Brutstätte der Intrigen."

Carmichael, der an der Tür stehen geblieben war, warf einen vorsichtigen Blick über seine Schulter. "Da draußen sind Dinge, Dresden", sagte er nach ein paar Sekunden leise, ohne eine Spur von Humor, ohne gekünsteltes Gehabe. "Manche davon sind schlimmer als der Tod. Am besten gehst du nach drinnen."

Ich verdrehte die Augen. Trotzdem ...

Irgendetwas an der totalen Leere um mich herum nagte plötzlich heftig an meinen Nerven.

Mit beiden Händen tief in den Hosentaschen versuchte ich, möglichst gelassen ins Haus zu schlendern. Gut möglich, dass meine Gelassenheit gespielt wirkte. Ich hatte das plötzliche, dringende Bedürfnis nach etwas festem Beton zwischen mir und dieser Leere. Carmichael zückte einen Schlüssel, ließ mich ein und folgte, den Blick wachsam über die Schulter gerichtet. Erst als er die Tür hinter sich geschlossen und wieder verriegelt hatte, schien er sich etwas zu entspannen.

In der Eingangshalle nickte er einem Polizisten zu, der neben dem Fahrstuhl Wache schob. Der junge Mann hatte die Hände hinter dem Rücken zusammengelegt und die klassische Habachtstellung eingenommen. Sein Rücken war kerzengerade, die ganze Haltung wachsam und angespannt. Seine Uniform saß perfekt. Sie war makellos sauber, die Bügelfalten akkurat und scharf, die Handschuhe fast unnatürlich weiß. Im glänzend schwarzen Holster steckte ein Dienstrevolver mit silberbeschlagenem, verziertem Knauf. Über der Uniform das passende Gesicht: stark, ruhig, mit vollkommen symmetrischen Zügen.

Ich blieb kurz stehen. Stirnrunzelnd musterte ich den Mann und nutzte dann meine Sicht.

Als professioneller Magier hat man Zugang zu jeder Menge außergewöhnlicher Dinge. Die Sicht gehört wohl zu den außergewöhnlichsten. Ich sage Sicht zu diesem Phänomen, andere Zeiten und andere Kulturen kennen das zweite Gesicht, das dritte Auge, den bösen Blick und noch unzählige andere Bezeichnungen. Gemeint ist immer dasselbe. Mit seiner Sicht erkennt ein Magier die wahre Natur der Dinge um sich herum und sieht die sonst unsichtbaren Ströme aus Kraft und Energie, die ihn umgeben. Das ist gefährlich, denn was man so gesehen hat, vergisst man nie. Die Erinnerung wird im Laufe der Zeit auch nicht blasser. Ein Blick auf etwas Falsches genügt, und man kann sich von seinem Verstand verabschieden.

Aber in diesem Fall musste ich einfach herausfinden, was gespielt wurde. Die ganze Sache erinnerte mich zu sehr an eine Serie von Rod Serling. Ich musste mir Klarheit verschaffen, ich brauchte einen festen Anhaltspunkt, etwas Vertrautes. Etwas, das mir nicht von einer jüngeren, dünneren Carmichael-Version häppchenweise beigebracht wurde. Ich wollte das finden, was mir am ehesten etwas über die Identität der Leute um m

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