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Geisterwelt von Green, Simon R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2020
  • Verlag: beBEYOND
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.08.2020 per Download lieferbar

Online verfügbar

Geisterwelt

Auf einem toten Planeten muss sich ein Kapitän seiner Vergangenheit stellen - und einem neuen, unbekannten Übel ... Nichts kann auf Unseeli überleben - jedenfalls nicht mehr. Der kleine Planet am Rande des Imperiums hat keine Ozeane, Flüsse oder Seen, sondern nur einen endlosen Wald aus Metallbäumen, der bis in die Stratosphäre ragt. Vor zehn Jahren rebellierten die Ureinwohner dieses Waldes gegen das Imperium. Der imperiale Kapitän Johan Schwejksam wohnte dem Massaker bei, das die Eingeborenen von Unseeli auslöschte und den Planeten völlig leblos zurückließ - abgesehen von den Ingenieuren, die seine wertvollen Metalle abbauen. Nun wird Schwejksam auf die Welt zurückgerufen, die ihn noch immer in seinen Alpträumen verfolgt. Die Bergleute haben einen Schild um den Planeten errichtet und die Kommunikation mit dem Imperium abgebrochen. Schwejksam macht sich mit einer Crew auf den Weg, um herauszufinden, was schief gelaufen ist ... Dieser Roman ist ein Prequel zu Simon R. Greens Deathstalker-Zyklus, der die Geschichte von Kapitän Johan Schwejksam und weiterer Nebenfiguren des Zyklus erzählt. Eigenständig lesbar und in sich abgeschlossen! eBooks von beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen! Simon R. Green ( 1955) kommt aus Bradford-on-Avon, England. Während seines Literatur- und Geschichtsstudiums an der Leicester University begann er mit dem Schreiben und veröffentlichte einige Kurzgeschichten. Doch erst 1988, nach jahrelanger Arbeitslosigkeit, verkaufte er seine ersten Romane. Seinen Durchbruch erlangte er Mitte der Neunziger mit der SF-Weltraumoper-Saga um Owen Todtstelzer: Eine Serie, die - wie er selbst sagt - irgendwie außer Kontrolle geraten ist, da er eigentlich nur drei Bücher schreiben wollte ...Mittlerweile umfasst Simon R. Greens Werk weit über 40 Romane, das neben Science Fiction auch verschiedene Subgenres der Fantasy von Dark bis Funny, von High bis Urban abdeckt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 204
    Erscheinungsdatum: 28.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732591404
    Verlag: beBEYOND
    Größe: 2645 kBytes
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Geisterwelt

KAPITEL 1
EINE BEWEGUNG IM STURM

Die Pinasse der Dunkelwind löste sich vom Mutterschiff, eine silbern glänzende Nadel vor der endlosen Nacht. Für einen Augenblick hing sie über der Randwelt namens Unseeli , dann senkte sich die Nase des Schiffs, die Maschinen zündeten lautlos, und die Pinasse tauchte in die aufgewühlte Atmosphäre des Planeten ein wie ein Messer in einen Bauch. Die Triebwerke brannten sonnenhell und trieben das Schiff mit brutaler Kraft durch die gewaltigen Stürme. Blitze zuckten rings um die Pinasse, und der Wind riss von allen Seiten an ihr, doch nichts konnte das Schiff von seinem Kurs abbringen. Es bahnte sich mit arroganter Mühelosigkeit einen Weg durch die wirbelnden Luftmassen und fiel wie ein Stein auf den Metallwald am Boden zu.

Unseeli besaß weder Ozeane noch Gebirge. Der ganze Planet war eine einzige trockene Ebene, auf der sich von Pol zu Pol ein glänzender Wald ausbreitete. Ein Wald, dessen gewaltige Metallbäume weder Blätter noch Knospen, weder Sommer noch Winter kannten. Sie erhoben sich millionenfach und ungebeugt aus der grauen Erde, kalt und gefühllos wie glitzernde Metallnadeln. An manchen Stellen des Planeten reichten sie bis in die obersten Schichten der Atmosphäre, und weder das Wetter noch die Stürme sahen sie jemals schwanken. Der Wind zerrte unablässig an nackten Ästen, die nadelspitz aus glatten, konturlosen Stämmen sprossen. Violett und azur, golden und silbern streckten sich die Metallbäume in das Blitzen und den Donner hinauf und begrüßten das landende Fahrzeug.

Kapitän Johan Schwejksam saß zusammengesunken in seinem Kommandantensitz und beobachtete die Anzeigen der Sensorpaneele vor sich. Die Diagramme auf den Schirmen änderten sich mit rasender Geschwindigkeit, viel zu schnell für das menschliche Auge, um einen Sinn darin zu erkennen. Aus diesem Grund steuerte auch die KI das Schiff, und Schwejksam hatte nichts weiter zu tun, als die Kontrollen im Auge zu behalten. Dicke Sturmwolken verbargen den Blick auf die Metallbäume, doch die KI lokalisierte sie über die Schiffssensoren und änderte Kurs und Geschwindigkeit im Zeitraum von Sekundenbruchteilen entsprechend. Die KI dachte und reagierte viel schneller als jeder Mensch, selbst wenn er mental mit den Bordcomputern verbunden war. Deswegen stand zu keiner Zeit in Frage, wer die Pinasse nach unten steuern würde. Die KI war programmiert, die Gefühle der Menschen an Bord zu berücksichtigen, sodass sie Schwejksam vielleicht selbst die Pinasse landen ließ, wenn es nicht zu schwierig erschien.

Schwejksam vertiefte seine Konzentration und griff über das Komm-Implantat auf die Schiffssensoren zu. Die Hülle ringsum wurde unvermittelt durchsichtig, und die Sensoren zeigten Schwejksam eine Echtzeitsimulation der Geschehnisse draußen. Schwere, dunkle Sturmwolken schossen mit atemberaubender Geschwindigkeit auf die Pinasse zu und hüllten sie ein. Mächtige Blitze schlugen in die Schiffshülle. Schwejksam zuckte innerlich zusammen. Nach außen ließ er sich nichts anmerken, um seine Passagiere nicht zu beunruhigen. Der Sturm mochte rasen und toben wie er wollte; nichts konnte dem Schiff etwas anhaben, solange der Schutzschirm oben war. Glänzende Metallbäume erschienen und verschwanden wieder im Bruchteil von Sekunden, während die Pinasse in diese und jene Richtung manövrierte und sich einen Weg zwischen den Bäumen hindurch zu der Landeplattform von Basis Dreizehn bahnte. Die Sturmwolken waren zu schwarz und undurchdringlich, um Schwejksam einen Blick auf den Wald selbst zu ermöglichen, doch vor seinem geistigen Auge entstand das Bild eines endlosen, unerträglichen Nadelkissens; solide Metallstachel, die auf sein Schiff warteten.

Die Vorstellung beunruhigte Schwejksam. Er unterbrach die Verbindung zu den Sensoren und schwang mitsamt seinem Kommandantensitz herum, um sich nach den Passagieren umzusehen. Ein guter Kapitän ve

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