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Geliebte Feindin Der Bund der Schattengänger 14 - Roman von Feehan, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Geliebte Feindin

Gino Mazza ist dunkel, geheimnisvoll und attraktiv - und er ist ein hochausgebildeter Kämpfer im Dienst der Schattengänger. Für Gefühle ist kein Platz in seinem Leben, er konzentriert er sich voll und ganz auf seine nächste Mission: Die weltweit führende IT-Expertin Zara Hightower ist einem chinesischen Verbrechersynidkat in die Hände gefallen, und Gino bleibt nur wenig Zeit, um sie zu befreien. Dass Zara bildschön ist, und Gino sie heiß begehrt, macht seinen Auftrag nicht einfacher. Zumal er nicht weiß, ob Zara nur ein hilfloses Opfer ist oder ihn geradewegs in eine tödliche Falle lockt ... Christine Feehan wurde in Kalifornien geboren, wo sie heute noch mit ihrem Mann und ihren elf Kindern lebt. Sie begann bereits als Kind zu schreiben und hat seit 1999 mehr als siebzig Romane veröffentlicht, die in den USA mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurden und regelmäßig auf den Bestsellerlisten stehen. Auch in Deutschland ist sie mit den "Drake-Schwestern", der "Sea Haven-Saga", der "Schattengänger-Serie", der "Leopardenmenschen-Saga" und der "Shadows"-Serie äußerst erfolgreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 10.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641231552
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 31965
    Originaltitel: Ghostwalker - Covert Game
    Größe: 1358 kBytes
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Geliebte Feindin

1

ZARA HIGHTOWER STIEG in die Limousine mit den getönten Scheiben, rutschte über die Ledersitze und stellte ihre Aktentasche in den Fußraum. Dann lächelte sie kurz den Mann an, der sich neben sie setzte, schaute aus dem Fenster und ignorierte ihr Herz, das schneller schlagen wollte. Wenn sie so kurz vor dem Ziel war, wollte ihr Körper sie immer verraten. Aber sie ließ es nicht zu. Niemals. Sie verstand es, stets alles unter Kontrolle zu behalten. Ihre Atmung. Ihren Herzschlag. Und drohende Adrenalinschübe.

Als der Wagen sich in Bewegung setzte, hob sie alarmiert den Kopf. "Warten Sie. Ich brauche meine Übersetzerin. Sie begleitet mich immer."

Doch der Wagen fuhr weiter. Ihr Nebenmann, Heng Zhang, sah sie an und lächelte höflich. "Sie benötigen keine Übersetzerin, Miss Hightower. Ich spreche Englisch."

"Das weiß ich, Mr. Zhang, aber ich möchte meine Übersetzerin dabeihaben. Das habe ich Mr. Cheng sehr deutlich gesagt, als er bei mir angefragt hat. Und er hat es mir zugesagt, wenn ich bereit sei, mit seinen Mitarbeitern zu reden. Ich habe seine Einladung viermal abgelehnt, und werde es auch diesmal tun, wenn Sie diesen Wagen nicht sofort umdrehen lassen, um sie zu holen."

Ihr Ton blieb sanft und ruhig, doch sie stand in dem Ruf, sich durchsetzen zu können. Dabei verlor sie bekanntermaßen nie die Fassung. Und wurde niemals laut. Sie war stets höflich und freundlich, sogar so freundlich, dass die Leute am Anfang fast nicht merkten, dass sie gerüffelt wurden. Auch darin war sie Expertin. Da sie weltweit als eine der größten Koryphäen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz galt, hätten die Leute um sie herum eigentlich damit rechnen müssen, dass sie sich gut behaupten konnte, doch auf den ersten Blick beurteilten sie sie meist nach ihrem Aussehen. Genau wie jetzt. Zhang machte den Fehler, sie nur abfällig zu mustern, und dann wieder aus dem Fenster zu schauen.

Im Kopf ging Zara mehrere Möglichkeiten durch, ihn und den Fahrer auszuschalten. Sie konnte Zhang mit einem harten Handkantenschlag gegen die Kehle die Luftröhre zertrümmern. Oder ihn einfach wie zufällig kratzen, lächeln und sich entschuldigen. Wenn er dann auf seinem Sitz zusammensackte, konnte sie seine Pistole nehmen, den Fahrer erschießen, Zhang zur Sicherheit auch, und das Steuer übernehmen. Eine oder zwei Sekunden waren alles, was sie brauchte.

Zara saß ganz still und wirkte so ruhig wie immer. Mit ihren langen Beinen, dem ovalen Gesicht, der makellosen Haut, den großen, schiefergrauen Augen und dem langen, rotgoldenen Haar, das ihr in ungewöhnlich dichten Wellen über den Rücken fiel und fast bis zur Taille reichte, sah sie aus wie ein Model. Die meisten Reporter berichteten am Ende über ihre Schönheit statt zuzuhören, was sie zu sagen hatte. Immerhin versetzte ihr Aussehen sie in die Lage, ihre Arbeit zu erledigen. Sie durfte sich nicht beschweren. Nur deswegen war sie noch am Leben.

Sie schaute wieder aus dem Fenster und widerstand dem Drang, Zhang wegen seines selbstzufriedenen, überheblichen Benehmens zu töten. Wahrscheinlich war eine Kamera auf sie gerichtet. Sie ließ die Gedanken schweifen und achtete nicht auf die Richtung, die sie einschlugen. Sie wusste genau, wo Chengs Unterschlupf war. Der Mann war im ganzen Bezirk bekannt, weil er eine wahre Festung hochgezogen hatte. Die Regierung tolerierte ihn, weil er die Politiker gut bezahlte und ihnen jede Menge Gründe gab, ihn zu schützen, denn geheime Informationen waren Chengs Geschäft, und die teilte er oft genug mit den Behörden.

Am Ziel angekommen, fuhr der Wagen in die Tiefgarage, passierte drei Wachstationen und hielt vor einem privaten Aufzug. Zhang stieg zuerst aus und ging um das Auto herum zu Zaras Tür. Sie überlegte kurz, ob sie sich gleich hier im Parkhaus mit ihm anlegen sollte, indem sie sich weigerte auszusteigen. Sie wusste, dass er sie dann dazu zwingen würde, aber sie wusste auch, dass man sie nicht umbri

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