text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Ginga+ Riamu von Kald, Martina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2019
  • Verlag: Littera Magia
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Ginga+ Riamu

Riamu ist eine stolze Postbotin, im Weltraum.Mit einem eigenen Raumschiff und mehreren Sonnensystemen Abstand zu jeglichen Vorgesetzten verläuft ihr Leben in ruhigen Bahnen.Dies ändert sich schlagartig, als sie ihrem Cousin bei dessen erster Tour unter die Arme greifen muss. Schnell muss sie feststellen,dass sie sich nicht mit falsch zugestellten Paketen herumschlagen muss und mehr als eine Liebesgeschichte dahinter steckt.Wird sie es schaffen, sich und ihren Cousin heil nach Hause zu bringen?Die Ginga+ Reihe erzählt die Abenteuer von Frauen undMännern, die in einem dicht besiedelten Universum ihrGlück suchen, und es manchmal sogar finden. Martina Kald schreibt Fantasy und Sci-Fi Light Novel.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 17.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966614375
    Verlag: Littera Magia
    Größe: 1575 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Ginga+ Riamu

Dinge, die getan werden müssen

Widerwillig und langsamer, als eigentlich notwendig, hatte nicht nur meinen Abfall eingesammelt, sondern auch meinen ganzen Mut zusammengenommen, um den Gang zur Müllentsorgung, sowie das anstehende Gespräch hinter mich zu bringen, wobei mir zweiteres wesentlich schwerer viel.

Der kalte, stinkende Müllraum des großen Transporters war zwar ein bisschen gruselig, aber ich konnte ihn schnell wieder verlassen. Anders sah es mit meinem noch viel größeren Problem aus.

Je länger ich jedoch den anstehenden Anruf hinauszögerte, desto schwieriger wurde es.

Ich hatte sogar extra gründlich aufgeräumt, in allen Ecken gesucht, den Müll in Papier und Plastik getrennt, den Boden gewischt, meine Schmutzwäsche sorgsam zusammengelegt. Alles nur, um eine Ausrede vor mir selbst zu finden, warum ich noch nicht anrufen konnte. So sauber hatte mein Raumschiff seit seinem Jungfernflug nicht mehr ausgesehen.

Wenn du nichts Falsches sagst, wird alles gut gehen, sprach ich mir Mut zu, während ich darauf wartete, dass die Verbindung sich aufbaute.

Das flaue Gefühl im Magen und die schwitzigen Hände versuchte ich zu ignorieren, schob beides auf den Schlafmangel und den Hunger, aber ich wusste, dass es nicht daran lag. Ich hatte Angst.

Egal, da musste ich durch. Der Gang war leer. Ich konnte das Gespräch also genauso gut hier führen. Ich wählte ihren Namen in meiner Kontaktliste aus und wartete ein paar Augenblicke lang.

"Hey Sprout. Ich bin's, Riamu", begrüßte ich sie, sobald das Gespräch aufgebaut war. Es gab keinen Weg zurück!

"Hey, Liebling. Wie geht es dir? Bist du schon auf dem Weg zurück?"

Ihre Stimme zu hören, verursachte Schmetterlinge im Bauch, jedoch verstärkte es die Angst, mir einen erneuten Fehltritt zu leisten. Zum Glück klang sie gut gelaunt und entspannt. Es gab also noch eine reelle Chance, die drohende Gefahr eines Wutanfalls abzufangen. Meine Angst würde sich gleich in Wohlgefallen auflösen. Eine Beziehung mit Sprout war zwar manchmal eine emotionale Achterbahn und hatte leider so ihre Tiefen, war dafür jedoch sehr leidenschaftlich.

"Mir geht es gut, danke. Etwas wenig geschlafen, zu viel gearbeitet. Du weißt ja, wie das ist." Ich kicherte nervös.

"Und was deine zweite Frage betrifft: Ja und nein ... also ich bin auf dem Frachter und dieser bringt mich näher an Ymir heran. Mir ist nur etwas kurzfristig dazwischen gekommen und ich muss nun einen kleinen Umweg machen. Moss hat mich persönlich darum gebeten, auf meinen Cousin, der neu angefangen hat, zu schauen und ihn gegebenenfalls zu unterstützen. Er scheint mit seiner Aufgabe als Postbote etwas überfordert zu sein. Typisch Mensch. Nie kann man sich auf sie verlassen." Ich machte eine kleine Pause und wartete auf eine Reaktion von ihr, ein Kichern oder eine Bestätigung.

Nichts. Nicht einmal ein genervtes Seufzen. Mein Unbehagen wuchs und ich plapperte weiter ins Schweigen hinein.

"Ich werde also ein paar Tage oder höchstens eine Woche länger unterwegs sein, je nachdem, wie viel Hilfe er benötigt und welche Route ich dann auf dem Weg nach Hause nehmen kann. Aber, bitte hör mir jetzt zu, bevor du wütend und laut wirst. Ich habe mich ins Zeug gehängt und einen richtig guten Deal für uns ausgehandelt. Ich bekomme mehr bezahlt und sogar zusätzlichen Urlaub. Für uns beide! Wir können etwas zusammen machen, ich lade dich ein. Nur du und ich, so richtig romantisch und du kannst dir aussuchen, wohin wir fliegen. Was hälst du davon? Wir haben doch noch nie zusammen einen richtigen Urlaub gemacht, weil wir uns das nie leisten konnten. Aber jetzt geht das. Wir könnten auf eine der großen Stationen, die du immer besuchen wolltest. Eanna, oder? Dort ist ja auch das Schläfchenland, davon hast du ja letztes Jahr so geschwärmt."

Sie schwieg, während mein Herz mir vor Angst und Aufregung aus der Brust springen wollte.

So war sie

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen