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Gladium 4: Neu Jerusalem SF-Serie von Kastenholz, Markus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2016
  • Verlag: Amrûn Verlag
eBook (ePUB)
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Gladium 4: Neu Jerusalem

Als Martha Leonhardts Vater stirbt, reist sie nach NEU JERUSALEM, um die Trauerfeier für ihn zu besuchen. Kabuki begleitet sie, wenn auch aus anderen Gründen. Seit geraumer Zeit hat er Träume, die nur einen Schluss zulassen: Er muss nach NEU JERUSALEM, ein Templer-Staat, der sich vor der Küste Frankreichs gegründet hat. Während er dort herausfindet, dass er nicht der Letzte seiner Art ist, trifft Martha die Mutter der Weisheit: eine Frau mit besonderem Stammbaum, deren Leibwächterin sie einst war. Unter ihrer Führung sind die Templer zwar noch eine recht kleine Nation, jedoch mit großen Zielen und noch größeren Aufgaben. Kein Wunder, dass sie von den Purples längst infiltriert wurden ... Eine Serie um 'Superhelden', alternative Wirklichkeiten und eine geheime, außerirdische Bedrohung. Markus Kastenholz wuchs im Rheingau auf und begann bereits in seiner Jugend mit dem Schreiben von phantastischen Geschichten. Er schreibt Kurzgeschichten und Romane mit Schwerpunkt im Bereich Phantastik wie Science Fiction, Fantasy und Horror, aber auch Krimis. Er ist Mitherausgeber von Nocturno, dem 'Magazin für dunkle Phantastik'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 150
    Erscheinungsdatum: 28.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958691148
    Verlag: Amrûn Verlag
    Serie: Gladium Bd.4
    Größe: 1150 kBytes
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Gladium 4: Neu Jerusalem

1.

Die "Küche", wie der Konferenzraum im 99. Stockwerk des Xandom-Towers genannt wurde, war nahezu voll besetzt. Keiner der Stühle rund um den großen Kirschholztisch war frei.

Es handelte sich tatsächlich um eine Küche, es war nicht nur ein Spitzname. Das bedeutete, der Raum verfügte über die üblichen Geräte, Installationen und dem restlichen Interieur, das zu einer Küche gehörte, und normalerweise war sie dazu da, die Mitarbeiter von "Projekt Gladium", die hier auf der Etage lebten, zu versorgen.

Unter anderem Sal Cieslarczyk, der von sich behauptete, der gefährlichste Mann der Welt zu sein und der noch niemanden gefunden hatte, der ihm widersprach. Und falls doch, so hatte es niemand überlebt.

Ebenso Kabuki, der gestaltwandelnde Oni, der sich viel lieber das Aussehen eines Japaners Mitte zwanzig gab, als das der Schwarzen Bestie: seine wahre Gestalt.

Ein Segen war die Küche vor allem für Cassandra O'Brady, die Nachwuchshexe und für Zukunftsvisionen zuständig. Durchschnittlich zweimal die Woche überkam sie, mitten in der Nacht, ein Heißhunger auf süße Pfannkuchen, mit Erdbeermarmelade gefüllt.

Eher von allein als beabsichtigt hatte sich ergeben, dass man sich am Küchentisch versammelte, wenn es etwas zu besprechen gab, so wie heute. Als seien sie eine Familie, auch wenn die einzelnen Mitglieder noch längst nicht zu einer zusammengewachsen waren. Dafür kannten sie sich nicht nur nicht lange genug, dafür gab es zwischen ihnen auch noch zu viele Geheimnisse.

Die meisten davon gingen eindeutig von Alexander Xandom II. aus. Dem Hausherrn, Initiator des Projekts und gleichzeitig reichstem Mann der Welt.

Seinen Vater hatte man bewundernd "Alexander den Großen" genannt, nicht nur wegen seiner maßgeblichen Mitarbeit an der ersten Mondlandung 1968, sondern auch seiner Erfindung der Gamma-Zellen, die die Energieversorgung revolutioniert hatte. Wenngleich dessen Schuhe eigentlich viel zu groß waren für jeden Nachfolger und Erben, so bemühte sich Alex, wie er genannt werden wollte, redlich, um sie nicht nur auszufüllen, sondern zu sprengen. Unter anderem bedeutete das für ihn, seinem Gladium-Team nur das zu verraten, was es seines Erachtens wissen musste.

Ausgenommen natürlich Martha Leonhardt, die Ritterin. Sie war seine sprichwörtliche rechte Hand und hatte schon seinem Vater gedient. Nicht anders als Xandom Red, dem Mann in den Metallrüstungen, nahm sie eine Sonderposition im Team ein: Sie wusste mehr über die Hintergründe als die anderen. Kein Wunder. An ihrer bedingungslosen Loyalität und Verschwiegenheit bestand nicht der geringste Zweifel. Eher hätte sich der Papst beschneiden lassen und wäre zum Islam konvertiert.

"Die Gladium-Squad befindet sich im Zeitplan", stellte Leandrine McKinney fest. Sie war die ehemalige Anführerin mehrerer Spezialeinheiten, und nichts anderes sollte sie auch für Alex tun: ein Team aus Soldaten zusammenstellen, die das Kernteam militärisch im Kampf gegen die Purples unterstützte. Durch ihre exzellente Ausbildung und die Spezialmunition, mit der sie gegen die außerirdischen Androiden ausgerüstet sein würden, sollten sie sich ihrer Haut zu erwehren wissen.

"Was verstehen Sie darunter konkret?" Alex saß ihr direkt gegenüber. Es kam selten genug vor, dass er bei den Briefings anwesend war. Meist hetzte er von einem Geschäftstermin auf der Welt zum nächsten.

"Das heißt, ich habe genau einundzwanzig Männer und Frauen, die einsatzbereit sind", gab die Frau mit dem etwas kantigen Gesicht und dem blonden Pagenschnitt zurück. "Jederzeit innerhalb von fünf Minuten. Und ich untertreibe nicht."

Sie legte eine Kunstpause ein, um ihre Worte wirken zu lassen. Jedem war klar, in der Kürze der Zeit hatte sie Beachtliches geleistet, ungeachtet der

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