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Gladium 6: Geistersturm SF-Serie von Rae, Ky van (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.12.2016
  • Verlag: Amrûn Verlag
eBook (ePUB)
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Gladium 6: Geistersturm

Cassandra wird von Visionen geplagt. Visionen der Zerstörung und des Untergangs. Ihre Zukunft? Während die junge Blutmagierin mit Hilfe zweier Mitglieder der Gladium-Squad und eines unbekannten Mannes versucht, hinter das Geheimnis ihrer Visionen zu kommen, muss der Rest des Teams sich seiner bisher größten Bewährungsprobe stellen: Die Purples greifen den Xandom-Tower an! Neue Feinde - neue Freunde. Und die Wiedergeburt einer uralten Macht im letzten GLADIUM-Band der 1. Staffel, der von Ky Van Rae geschrieben wurde. Eine Serie um 'Superhelden', alternative Wirklichkeiten und eine geheime, außerirdische Bedrohung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 12.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958692879
    Verlag: Amrûn Verlag
    Serie: Gladium .6
    Größe: 643 kBytes
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Gladium 6: Geistersturm

Xandom-Tower, New York

Cassandra war sauer. Sogar stinksauer!

Das Ritual, das sie kurz nach ihrer Vision - so nannte sie das Erlebte inzwischen in Ermangelung eines besseren Ausdrucks -, versucht hatte, war fehlgeschlagen. Das hatte die junge Frau noch mehr gefrustet als ohnehin schon, und so pfefferte sie die drei Bücher, die sie vor sich aufgeschlagen hatte, vor lauter Wut gegen die Wand.

"Ein Tee", sagte sie sich. "Ein Tee wird mir guttun." Sie schnappte einen roten Schal von einem der Stühle und verließ ihr kleines Zwei-Zimmer-Apartment. Auf dem Weg in den Gemeinschaftsraum - die "Küche" -, kam ihr Martha entgegen. Dem Glanz ihres Haares und des Handtuchs, das sie trug, zufolge kam sie direkt von einer Trainingseinheit.

"Guten Morgen", grüßte sie Cassandra.

"Hmpf."

Verblüfft drehte Martha sich um. Das kannte sie ja gar nicht von der jungen Blutmagierin. Welche Laus war ihr über die Leber gelaufen?

Martha schulterte ihr Handtuch und folgte Cassandra. Im Gemeinschaftsraum, bei dem es sich eigentlich um eine sehr weitläufige Küche handelte, fand sie auch Kabuki, den Oni, und Sal vor. Beiden entging nicht, dass etwas nicht stimmte. Fragend schauten sie Martha an, doch diese zuckte nur mit den Schultern. Sie hatte ebenfalls noch keine Antworten.

Sal stellte seinen Becher auf den Tisch, stand auf und gesellte sich zu Cassandra.

"Gut geschlafen?" fragte er mit einem Augenzwinkern von der Seite.

"Hmm."

"Ah", Sal grinste. "Eine lange Nacht, wie?"

Genervt schaute ihn Cassandra an, sagte aber nichts. Der Blick, mit dem sie ihn bedachte, sagte genug.

"Geskypt?" Sal ließ nicht locker. "Oder die ganze Nacht telefoniert? Gibt es da irgendwas, was wir wissen sollten?"

"Ja", nickte Cassandra knapp.

Sal beugte sich nach vorne und schaute ihr ins Gesicht. Seine Neugier war jetzt mehr geweckt denn je.

"Und was?" Sein Tonfall hatte etwas Forderndes.

Cassandra stellte sich gerade vor ihn hin.

Martha seufzte. Sie kannte dieses Verhalten nur zu gut. Die beiden stritten sich öfters, wenn auch nicht ernsthaft. Sal konnte es nicht lassen, die junge Blutmagierin zu ärgern. Dabei wusste sie nur zu gut, dass der ehemalige Killer das Mädchen ins Herz geschlossen hatte und sie wie eine kleine Schwester behandelte - obwohl er das natürlich niemals öffentlich zugeben würde. Und kleine Schwestern mussten eben ab und an mal geärgert werden. Das war Sals Meinung. Nicht unbedingt Marthas, aber Sal war davon nicht abzubringen. Und auch jetzt machte es ihm eindeutig Spaß, das Mädchen zu foppen.

"Du nervst!" Cassandras Augen veränderten sich leicht, ein Zeichen dafür, dass sie jetzt richtig sauer war.

Sal grinste: "Verliebt?"

Die Reaktion war heftiger, als Cassandra es vorgesehen hatte: Sie donnerte den Becher mit frisch aufgebrühtem Tee auf den Tisch, so dass das heiße Wasser über ihre Hand schwappte. Den Schmerz ignorierend hob sie die Hand und schon hatte Sal sich eine Ohrfeige eingefangen.

Der ehemalige Killer war darüber total verblüfft. Das kannte er nun gar nicht von ihr. Entsprechend baff wirkte seine Miene.

"Hoppla", meinte er nur überrascht.

"Geh' mir ausnahmsweise mal nicht auf die Eierstöcke, du Idiot!", fauchte Cassandra - sie war außer sich vor Wut. "Geh jemanden killen und tu mir den Gefallen und geh dabei drauf."

So hatte Sal sie noch nie erlebt.

"Hast du deine Tage, oder was?", wollte er wissen und bereute es sofort. Nicht nur, weil ihm eingefallen war, dass man so etwas nicht fragte.

Denn Cassandras Augen glühten plötzlich auf. Sie hob ihre rechte Hand und jeder im Raum konnte das Knistern hören.

"Cassandra!", rief Martha, doch es war schon zu spät.

Cassandra hatte leise einige Formeln gesagt - mit promptem Resultat: ein Energiestrahl aus ihrer Hand traf Sal, und plötzlich war der ehemalige Killer nicht mehr da. Er war

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