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Greifbar Urban-Fantasy von Stoll, Melanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.10.2014
  • Verlag: Amrûn Verlag
eBook (ePUB)
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Greifbar

Sie kennt ihn nicht. Er würde sein Leben für sie geben. Nacht für Nacht durchlebt die siebzehnjährige Dorey einen Traum, den sie sich nicht erklären kann. Geheimnisvoll, mysteriös - so wie Julian, der eine Verbindung zu ihr zu haben scheint. Als sie erkennt, dass beides zusammenhängt, eröffnet sich ihr eine Welt voller Geheimnisse und Gefahren. Sie erlebt Dinge, die sie nie für möglich gehalten hätte und die Doreys Leben für immer verändern werden.

Melanie Stoll wurde 1988 in Bayern geboren. Stift und Papier gehörten schon immer zu ihrer großen Leidenschaft - um damit zu schreiben oder sich künstlerisch auszuleben. Heute studiert sie Interaktive Medien in Augsburg. Mit der Veröffentlichung ihres Debütromans wird einer ihrer großen Träume greifbar: Leser in eine andere Welt zu entführen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 266
    Erscheinungsdatum: 27.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944729466
    Verlag: Amrûn Verlag
    Größe: 888 kBytes
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Greifbar

Kapitel 1

Ich seufzte leise, ließ meine Reisetasche auf den Boden fallen und mich selbst in die weichen Kissen. In keinem Bett der Welt fühlte ich mich wohler als in meinem eigenen. Mir war noch immer nicht klar, wie Megan es geschafft hatte, mich zu einem Wochenende in Plymouth zu überreden. Aber überraschenderweise hatte sie recht gehabt: Es war ein schöner Abschluss der Sommerferien gewesen. Obwohl ich glaubte, dass ich jetzt mindestens ein Jahr Schlaf nachholen musste. Das sollte hier in Crawley, einer tristen Stadt Südenglands, aber kein Problem sein.

Ich raffte mich trotzdem noch einmal auf, um das Chaos auf meinem Schreibtisch zu beseitigen, das ich vor der Fahrt hinterlassen hatte. Selbst in Plymouth hatte mich der Gedanke daran gestört.

Doch dazu kam es nicht. Ein gedämpftes Rascheln, das von draußen kam, lenkte mich ab. Ich sah zu meinem Fenster. Wegen der Dunkelheit erkannte ich das Geländer meines Balkons nur schemenhaft. Erst jetzt bemerkte ich, dass die Straßenlaternen nicht leuchteten. Wahrscheinlich war wieder ein Stromausfall dafür verantwortlich. Als ich die Balkontür öffnete, spürte ich sofort die kalte Luft, die in das Zimmer drang und mich wieder ein wenig wacher werden ließ. Ich trat mit einem Bein auf das kalte Holz, doch außer den Baumwipfeln und tausend strahlenden Sternen konnte ich nichts erkennen. Vielleicht hatte ich nur eine streunende Katze gehört. Oder den Wind, der durch die Äste raschelte. Mit einem letzten Blick auf den Sternenhimmel, über den sich gerade eine Sternschnuppe zog, trat ich zurück in mein warmes Zimmer und schloss die Tür hinter mir.

Als ich das letzte Schulbuch zurück in den Schrank gestellt hatte, krabbelte ich in mein Bett und verbannte die Gedanken an den kommenden Unterrichtsstoff. Ich wollte die letzten Tage meiner Ferien genießen.

Der Schlaf holte mich schnell ein. So schnell, dass ich erst bemerkte, zu schlafen, als ich mich an einem bekannten Ort wiederfand. Es war ein Ort, von dem ich in den letzten Wochen fast jede Nacht geträumt hatte. Und dennoch war der Traum jedes Mal so real gewesen, dass ich glaubte, wirklich dort zu sein. Genau wie jetzt.

Ich spürte das nasse Gras unter meinen Füßen und den kalten Wind, der mir die Haare aus dem Gesicht wehte. Mir war kalt. Um mich herum zogen dicke Nebelschwaden ihren Weg durch die Dunkelheit und zwei riesige Felsen türmten sich vor mir auf. Ich hatte sie schon einmal berührt. Ihre raue Oberfläche, deren Kälte sich in meine Fingerspitzen gebohrt hatte.

Als ich nach oben sah, erkannte ich zum ersten Mal einen dritten Stein, der von den anderen beiden getragen wurde. Wie ein steinernes Tor. Es reizte mich, weiterzugehen, um hindurchzutreten. Aber irgendetwas in mir hielt mich zurück. Ein Gefühl, das mir sagte, dass ich es nicht tun sollte.

Ich erkannte noch etwas schemenhaft hinter dem Tor. Wie ein weiterer Fels, der kaum größer war als ich. Mit dem Unterschied, dass sich dieser Fels langsam bewegte. Direkt auf mich zu. Mein Herzschlag beschleunigte sich.

Ich wachte auf. Mein Herz raste noch immer. Obwohl es viel zu früh war, um aufzustehen, richtete ich mich auf. Ich sah auf die Uhr, was meine Vermutung bestätigte: Es war erst halb sieben. Aber daran, einfach weiterzuschlafen, war nicht zu denken. Darüber ärgerte ich mich am meisten.

Immer wieder musste ich an die Szenen denken, die sich Nacht für Nacht wiederholten. Ich glaubte nicht daran, dass Träume irgendeinen Sinn hatten. Aber für diesen Traum musste es doch zumindest eine Ursache geben. Ich konnte mir einfach nicht erklären, warum ich immer wieder von diesem Ort träumte. Es hatte ganz plötzlich angefangen,

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