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Hex Files - Hexen gibt es doch von Harper, Helen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Hex Files - Hexen gibt es doch

Fauler Zauber - leicht gemacht Um eines direkt klarzustellen: Ivy Wilde ist keine Heldin. Eigentlich ist sie die allerletzte Hexe auf der Welt, die man rufen würde, sollte man magische Unterstützung benötigen (was nicht heißt, dass sie es nicht könnte!). Ginge es nach Ivy selbst, würde sie am liebsten den ganzen Tag auf der Couch hängen, Serien gucken, Junkfood mampfen und mit ihrer Katze Streitgespräche führen. Doch durch einen Bürokratiefehler wird Ivy Opfer einer vertauschten Identität und unfreiwillig - sehr, sehr unfreiwillig! - mitten hineingeschleudert in den Arkanen Zweig, der Ermittlungsbehörde des Heiligen Ordens der Magischen Erleuchtung. Rasend schnell vervierfachen sich Ivys Probleme, als dann auch noch ein wertvolles Objekt gestohlen und sie daher gezwungen ist, mit Adeptus Exemptus Raphael Winter zusammenzuarbeiten. Raphaels saphirblaue Augen lassen in Ivys Magen zwar irgendwie Schmetterlinge flattern, aber eigentlich zeigt der Adeptus all das, was Ivy aus tiefstem Herzen ablehnt: die freudlosen Tücken von zu viel stoischem Hexenwerk. Und je länger Raphael Ivy piesackt, desto größer wird ihr Verlangen ... ihn in einen Frosch zu verwandeln! 'Ich LIEBE dieses Buch, es hat so viel Spaß gemacht, es zu lesen!' UNDER THE COVERS Auftakt der magisch guten HEX-FILES-Reihe von Helen Harper!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 340
    Erscheinungsdatum: 01.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736313828
    Verlag: LYX
    Größe: 1674 kBytes
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Hex Files - Hexen gibt es doch

2

Leider wurde meine Woche danach nicht besser, ganz im Gegenteil. Wäre mir klar gewesen, wie lausig mein Leben bald darauf werden würde, wäre ich am Freitag gar nicht erst aufgestanden.

Obwohl Brutus auf meiner Brust thronte und dauernd nach seinem Frühstück verlangte, überlegte ich, mir die Decke über den Kopf zu ziehen. Darunter war es so warm und gemütlich. Solange ich indes nicht aufstehen und den Kater aus dem Fenster werfen würde, fände ich weder Ruhe noch Frieden. Ihn rauszuwerfen würde jedoch nur noch mehr Mühe machen. Zwar hätte Brutus sich sicher nicht verletzt - er hatte erst zwei seiner neun Leben verbraucht, was für ein Tier seines Alters und Temperaments recht gut war -, doch nachdem mein versehentlicher Tritt auf seinen Schwanz mir einmal sieben volle Tage Katzenhass eingetragen hatte, in denen ich die Türen meiner Wohnung nur voller Angst öffnen konnte, fürchtete ich die Vorstellung, was ich mir als Reaktion auf den Flugunterricht einhandeln würde.

"Ich steh ja auf", sagte ich. "In zwei Minuten."

"Futter."

"Lass das."

Ich versuchte, mich noch mal zu entspannen, was mir nicht schwerfiel. Gerade glitt ich zurück ins wunderbare Land behaglichen Schlummerns, da fuhr mir eine Pfote mit genau kratzweit ausgestreckten Krallen über die Haut, genauer: über die Wange. Ich öffnete ein Auge. Vermutlich hatte Brutus exakt die zwei versprochenen Minuten lang gewartet.

"Futter."

"Ja, ja."

Seufzend reckte ich einen Fuß unterm Federbett hervor. Es war eisig. Stöhnend zog ich ihn zurück. Brutus näherte sich erneut meinem Gesicht, doch ich wich seinen Aufmerksamkeiten aus, indem ich den Kopf tief ins weiche Kissen drückte.

Ich würde es schaffen. Auf drei.

Eins.

Zwei.

Drei.

Keine Bewegung. Mit zusammengebissenen Zähnen wappnete ich mich, versuchte es erneut, sprang ernstlich auf, schoss zum Morgenmantel an der Schlafzimmertür, schlang ihn um mich, rannte los und fragte mich, warum ich in einer Wohnung mit herrlich poliertem Parkettboden lebte, der meine Füße erfrieren ließ, und keinen zentimeterdicken Flauschteppich hatte auslegen lassen. Wo zum Teufel waren eigentlich meine Hausschuhe?

Von einem Fuß auf den anderen springend flitzte ich in die Küche, setzte den Teekessel auf, riss den Schrank auf, in dem sich die kleine Heiztherme verbarg, und besah mir das Gerät. Keine Besonderheiten, es war in der Nacht nicht kaputt gegangen. Warum funktionierte es dann nicht? Wieso war meine Wohnung eiskalt und unbehaglich?

Mehrmals schlug ich mit der Hand dagegen. Einmal gurgelte es seltsam; sonst tat sich nichts. Naserümpfend dachte ich nach. Ich kannte verschiedene Runen, mit denen sich Feuer machen ließ, hatte aber nie Gelegenheit gehabt, sie anzuwenden. Außerdem wäre es vermutlich nicht klug, die eigene Wohnung in Brand zu stecken.

Ich nahm eine Schüssel und gab Brutus sein geliebtes Trockenfutter. Dann machte ich mir einen Tee, wärmte mir die eisigen Finger am Becher und erwog meine Möglichkeiten. Das Problem mit der Magie ist, dass sie lange überliefertes Wissen und alte Kenntnisse beinhaltet, die kaum etwas mit Technologie zu tun haben. Für das Verhältnis der mystischen Künste zu den Errungenschaften des einundzwanzigsten Jahrhunderts gilt wohl: Beide werden nie zueinanderfinden. Sollten sie es doch tun, ist mit Explosionen, gewaltsamen Todesfällen und der Wahrscheinlichkeit zu rechnen, in einen Hagelsturm aus Glasscherben und Hornissenstichen zu geraten.

Ich erwog also meine Optionen. Was hatte ich der guten Samariterin tags zuvor gesagt? Manches überlässt man besser den Profis! Ich warf einen Blick aus dem Fenster. Eve war sicher schon Richtung Norden unterwegs. Also konnte ich in ihre Wohnung zischen, nach ihrer Katze sehen, einen Klempner rufen und im Warmen warten. Dieser Plan erschien mir brillant. Weise nickte ich vor mich hin.

Brutus stieß den Kopf gege

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