text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Hex Files - Verhexte Nächte von Harper, Helen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Hex Files - Verhexte Nächte

Hexen im Anflug! Kaum hat die Hexe Ivy Wilde ihre flüchtige Bekanntschaft mit der Nekromantie abschütteln können, stolpert sie direkt ins nächste bizarre Abenteuer voll Tod und Teufel und Katastrophen. Sie kann auch definitiv nichts dafür, aber sie ist nun mal der einzige Mensch auf der ganzen Welt, der mit den Toten kommunizieren kann ... und die sind leider wirklich, wirklich schwatzhaft. Als Ivy dann auch noch von den Geistern Infos über einen hexenhassenden Serienkiller erhält, hat sie keine andere Wahl, als die ganze Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen. Ivy ahnt nicht, dass sie sich so in richtig große Schwierigkeiten bringt - noch größere als die Einladung zum Sonntagsbrunch mit der Familie vom saphiräugigen Adepten Raphael Winter. Viel größere ... 'Ich LIEBE dieses Buch, es hat so viel Spaß gemacht, es zu lesen!' UNDER THE COVERS Band 3 der magisch guten HEX-FILES-Reihe von Helen Harper!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 315
    Erscheinungsdatum: 01.12.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736314566
    Verlag: LYX
    Größe: 3944 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Hex Files - Verhexte Nächte

2

Maidmont führte mich aus der Bibliothek. Leider hatte es aufgehört zu regnen, und nun waren mehr Hexen unterwegs. Ich flitzte ihm nach und gab mir alle Mühe, mich hinter seiner schmächtigen Gestalt zu verbergen. »Was treiben Sie da?«, fragte er.

»Ich verstecke mich«, flüsterte ich. »Besser, niemand erkennt mich und verwickelt mich in ein Gespräch.«

Seine Stimme klang, als würde er lächeln. »Keine Sorge. Es ist nicht weit.« Er verließ den Weg, um anderen auszuweichen, und ich folgte ihm dankbar. Wie angenehm, mit jemandem unterwegs zu sein, der kein Tempo anschlug, als müsse er mit der Zeit selbst um die Wette rennen! Langsam entspannte ich mich - bis ich begriff, wohin Maidmont mich führte.

»Da gehe ich nicht rein!«, rief ich kopfschüttelnd und machte vor dem Hauptgebäude des Ordens kehrt.

Maidmont holte mich mit wenigen Schritten ein. »Warum denn nicht?«

»Bestimmt ist der Ipsissimus im Haus! Und er soll als Letzter davon erfahren! Oder doch erst, wenn ich die Dinge im Griff habe.« Oder - wie ich im Stillen ergänzte - wenn ich mit Winter geredet hatte. Maidmont um Hilfe anzugehen, war eine Sache, mich hinter Winters Rücken an den Ipsissimus zu wenden, etwas ganz anderes.

»Wir gehen nicht zu ihm«, erklärte Maidmont. »Aber im Gebäude ist etwas, das Sie sich ansehen sollten.«

Erneut schüttelte ich den Kopf. »Auf keinen Fall. Ich fahre nach Hause.« Wo ich besser geblieben wäre. Ich löste mich von ihm, beschleunigte das Tempo und war entschlossen, zwischen mich und den Orden möglichst viel Abstand zu bringen. Dann sah ich Tarquin eines der entfernteren Gebäude verlassen und auf mich zukommen.

Wieder fuhr ich herum. Maidmont blinzelte und wirkte verblüfft über meinen erneuten Richtungswechsel. Ehrlich gesagt: Mir wurde langsam ein bisschen schwindlig. Wehmütig dachte ich an mein Sofa. Dort hätte ich bleiben sollen. Wen kümmerte schon, ob ich mit Toten sprechen konnte? Wenn sie lange genug in meiner Nähe blieben, würde ich vielleicht etwas Nützliches von ihnen erfahren. Nicht, wer JFK wirklich erschossen hatte oder was Lord Lucan tatsächlich widerfahren war; ich dachte eher daran, wie sie sich dazu bringen ließen, nach meiner Pfeife zu tanzen, damit sie für mich arbeiteten, während ich meine Kräfte schonen konnte.

»Der Ipsissimus hält sich bestimmt in seinem Büro auf, Ivy. Wir gehen nur in den allgemein zugänglichen Bereich.«

Tarquin hatte mich vermutlich nicht gesehen; dennoch spürte ich seine Gegenwart unangenehm im Rücken. Mit ihm zu tun zu haben, war unfassbar lästig. Erstaunlicherweise hatte ich es vermeiden können, ihm in dem Häuserblock zu begegnen, in dem wir zur Miete wohnten. Auf keinen Fall wollte ich mir jetzt anhören, wie er mit seinen Heldentaten angab. Meine psychische Verfassung war auch ohne solche Prahlereien labil genug.

»Versprochen?«

»Ehrenwort.«

Kaum hatte Maidmont geantwortet, krächzte es laut aus einem nahen Baum. Ich schrak zusammen. Was für ein Vogel mochte das gewesen sein? Ich konnte keinen sehen. »War das ein Rabe?«, fragte ich argwöhnisch.

»Bestimmt nicht.«

Ich warf Maidmont einen Seitenblick zu. Immerhin wirkte er leicht nervös. Raben waren Unglücksboten, das wussten wir beide. Womöglich aber war es nur ein heiserer Spatz gewesen. So oder so: Maidmont und ich beschleunigten wortlos unsere Schritte. Wahrscheinlich wäre es klug, möglichst schnell zu erledigen, was immer wir vorhatten.

Wir betraten das Gebäude durch den Haupteingang. Einige Hexen, die im Foyer Sicherheitsdienst schoben, beobachteten uns. Hier musste ich mit dem Versteckspiel aufhören, sonst würden sie uns aufhalten. Damit unser Auftritt möglichst unauffällig verlief, ging ich erhobenen Hauptes neben Maidmont her. Zugegeben: Die respektvollen Blicke, die mir galten, waren befriedigend. Ja, ich hatte das Land vor einem Zustrom von Zombies bewahrt. Und ja, fast wäre ich dabei

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen