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Hex Files - Wilde Hexen von Harper, Helen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Hex Files - Wilde Hexen

Licht! Kamera ... und etwas Zauber-Action! Ivy Wilde, die faulste Hexe von Oxford, befindet sich noch immer in den bürokratischen Fängen des Heiligen Ordens der Magischen Erleuchtung. Was tatsächlich nur noch so semi-schlimm ist, denn so kann Ivy ungehindert Zeit mit Raphael Winter, ihrem saphirblauäugigen Untergang, verbringen. Als er dann noch ihre Fähigkeiten benötigt, um für ihn am Set der Serie Verwünscht (Ivys absolute Lieblingsshow!) zu spionieren, ist Ivy sofort Feuer und Flamme. Denn wenn man etwas so sehr liebt, dann kann der Auftrag auch nicht schwer werden. Oder gefährlich. Oder etwa doch ...? 'Ich LIEBE dieses Buch, es hat so viel Spaß gemacht, es zu lesen!' Under The Covers Band 2 der Hex-Files-Serie von Helen Harper!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 321
    Erscheinungsdatum: 01.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736313941
    Verlag: LYX
    Größe: 3242 kBytes
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Hex Files - Wilde Hexen

1

Zeit für die Couch!

Ich gab Gas, um einer Gruppe Frauen mit Designerlabel-Einkaufstaschen zu entgehen, die den Arm elegant gehoben hatten, damit ich sie mitnahm. Auch die wiederholten Signale meines Smartphones, die mich auf potenzielle Kunden aufmerksam machten, ignorierte ich. Für heute hatte ich genug gearbeitet, dass ich meine Rechnungen bezahlen konnte, und war auf dem Weg nach Hause, um die Beine hochzulegen. Die Freuden der Freiberuflichkeit: Feierabend machen, wann man will! Und genau das würde ich jetzt tun.

Ich stellte die Musik lauter und lächelte zufrieden. Wenn ich die richtigen Straßen nahm, konnte ich in einer Viertelstunde zu Hause sein. Dann trat ich so abrupt auf die Bremse, dass ich nur knapp einem Schleudertrauma entging.

Eine Hexe in rotem Gewand stand an der Straßenecke. Ich hielt und ließ das Seitenfenster runter. »Wohin?«

»Ich dachte, Sie würden nicht halten«, sagte sie überrascht. »Ich möchte zum Sitz des Ordens.« Nervös sah sie mich an, als erwartete sie, ich würde höflich ablehnen. Sie erkannte mich offensichtlich nicht, doch ich hatte nichts gegen Hexen, ganz im Gegenteil: Früher hatte ich den Orden gemieden wie die Pest; inzwischen aber lagen die Dinge anders.

»Prima!«, erwiderte ich strahlend. »Steigen Sie ein.«

Unbeholfen kletterte sie auf die Rückbank, und fast wäre ihre Robe in die Tür geraten.

Wir fuhren los. »Schon recht spät, was?«, fragte ich.

Ausdruckslos betrachtete sie mich im Rückspiegel. »Hm?«

»Um zu arbeiten«, setzte ich erklärend hinzu. »Schon recht spät, um zu arbeiten.«

Sie kratzte sich am Arm. »Ich hab Bereitschaft.« Pause. »Vertrauliche Sache.«

Fast hätte ich geschnaubt. Es war mir egal, warum sie um diese Zeit auf dem Weg zur Arbeit war. Unsinnigerweise hält der Orden seine Aktivitäten noch immer möglichst geheim; wenn er sich vor der Welt verstecken will, ist das seine Sache. Ich hatte mich nur um eine Unterhaltung bemüht. Aber ehrlich gesagt sind mir schweigsame Fahrgäste lieber. Manchmal ist es eine Qual, sich über das Wetter, die Politik oder sonst etwas zu unterhalten.

Ich nahm Nebenstraßen, um den Feierabendverkehr zu umgehen, und setzte sie vor der Abteilung Runenmagie ab. Ein Hexer wartete vor dem Gebäude und kam angelaufen, um ins Taxi einzusteigen. Ich tat, als hätte ich ihn nicht gesehen, und fuhr über den Campus davon, ehe er die Tür aufmachen konnte. Dabei hielt ich die Augen offen.

Ich wusste, dass ich mich albern verhielt, vielleicht sogar besessen. Aber ich stalkte Winter nicht, oh nein. Ich hatte nur zufällig einen Fahrgast hierher bringen müssen. Wie das Leben so spielt.

Wenn ich mir das oft genug sagte, wurde es vielleicht sogar wahr.

Wieder hielt ich, diesmal vor dem flachen grauen Bau der Arkanen Abteilung. Wegen der späten Stunde brannte nur wenig Licht, und ich würde nicht lange warten müssen. Sollte Adeptus Exemptus Raphael Winter mit seinen lapislazuliblauen Augen, die eine Schar panisch flüchtender Frauen binnen einer Sekunde zum Stillstand bringen konnten, indessen zufällig gerade um diese Zeit seine Arbeit beenden ...

Ich trommelte mit den Fingern aufs Lenkrad. Er hatte ein Auto und brauchte kein Taxi. Falls er aber aus dem Gebäude käme, wäre es unhöflich, ihn nicht zu begrüßen. Schließlich hatten wir letzten Monat eng zusammengearbeitet. Sehr eng.

Nun, da der Zauber, der uns aneinandergebunden hatte, gelöst war, musste ich nicht mehr in seiner Nähe sein, nicht länger mit ihm zusammenarbeiten. Aber Winter schlich sich irritierenderweise immer wieder in meine Gedanken; das hatte nichts mit Magie zu tun, sondern mit dem heißen, belebenden Kick blanker Lust. Und vielleicht mit noch etwas, über das ich lieber nicht zu intensiv nachdachte.

Winter hatte mein Bett nach unserem alkoholisierten Abend in der Karaoke-Bar eilig verlassen, und seitdem hatte ich nichts mehr von ihm

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