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Honey Badgers Flammendheiß & bärenstark von Aiken, G. A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.06.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
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Honey Badgers

Stevie Stasiuk-MacKilligan hat es nicht leicht. Ihre tollkühnen Schwestern sind ständig in Gefahr, ihr Vater ist ein mordlustiger Honigdachs-Gestaltwandler und sie selbst ist ein einziges Nervenbündel. Sie braucht dringend eine Möglichkeit, um sich zu entspannen. Dabei ist es gar nicht so leicht, loszulassen, wenn an jeder Ecke Gefahren lauern und es sogar die eigenen Familienmitglieder auf einen abgesehen haben. Aber Stevie stellt fest, dass man Entspannung manchmal in den ungewöhnlichsten Momenten findet. Zum Beispiel bei dem Panda-Gestaltwandler und Bodyguard Shen Li - denn der ist genau der richtige Panda, um einer Frau, die schon viel gesehen hat, etwas Neues beizubringen. G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, "Lions", "Honey Badgers", "Wolf Diaries" und "Call of Crows" erscheinen alle im Piper Verlag.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 04.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492993814
    Verlag: Piper Verlag
    Originaltitel: In a Badger Way
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Honey Badgers

Prolog

"Meine Schwestern sollen kommen!"

Der General schaute auf das elfjährige Kind hinab, das ihn und seine Soldaten anschrie.

Er wusste nicht, was passiert war. Sie war zu Anfang so eine liebenswürdige Bereicherung gewesen. Ruhig. Bescheiden. Sie hatte sich nicht zur Wehr gesetzt, als sie sie abgeholt hatten. Nur ihre Schwestern. Dem seltsamen Haufen von Leuten, die in einer kleinen Häusergruppe mitten in Wisconsin wohnten, war es kaum möglich gewesen, die beiden älteren Mädchen zurückzuhalten.

Eigentlich hatten sie gar nicht wie richtige Schwestern ausgesehen. Eine war schwarz und hochgewachsen, die andere eine zierliche Asiatin mit kräftigen Schultern - er hatte angenommen, dass sie Turnerin war. Die Tochter seiner Schwester hatte auch solche Schultern und sie würde zur Sommerolympiade fahren.

Am liebsten hätte er den beiden Mädchen die Nummer eines Musterungsoffiziers gegeben. Jeder, der so unnachgiebig kämpfte, sollte eine Karriere beim Militär in Betracht ziehen.

Ihre kleine Schwester hatte sich jedoch nicht gewehrt. Sie hatte nur den Kopf gesenkt, sich einen Rucksack voller Notizbücher geschnappt und dann war sie seinen Männern nach draußen zum Wagen gefolgt. Während der ersten beiden Wochen war sie ruhig geblieben.

Dann hatte sich etwas verändert. Sie hatte sich verändert. Und zwar drastisch. Einer der Psychiater, die sie mit der Aufgabe betraut hatten, die Gefühle des Kindes zu überwachen, meinte, sie leide an "Depressionen" und brauche Medikamente.

Zuerst hatte der General nichts von Medikamenten wissen wollen. Einem elf Jahre alten Mädchen Medikamente zu geben, war seiner Einschätzung nach völlig unangemessen, und niemand wollte schließlich die Funktionsweise des Gehirns dieses Wunderkindes beeinträchtigen. Er hatte angenommen, dass sie lediglich etwas Disziplin brauchte. Sie musste in ihm die Vaterfigur sehen, die sie nie gehabt hatte. Also war er zu ihr gegangen und hatte versucht, sie in ein Gespräch zu verwickeln.

Das hatte nicht geholfen. Sie hatte ihn bloß mit säuerlicher Miene angeschaut, bis sie - nach einer Woche, in der er sie regelmäßig besucht hatte - plötzlich ein schweres Laborinstrument aus Metall nach ihm geworfen hatte. Beinahe hätte sie ihn am Kopf erwischt, doch er war rechtzeitig in die Hocke gegangen. Dann hatte sie zu schreien begonnen: "Meine Schwestern sollen kommen!", und seither hatte sie nicht mehr damit aufgehört.

Ganz gleich, was sie zu ihr sagten oder womit sie sie zu bestechen versuchten, sie wollte es nicht hören. Sie wollte, dass ihre Schwestern kamen, und das anscheinend sofort.

Trotz seiner besten Absichten hatte er dem Psychiater schließlich nachgegeben und sich von seinen Vorgesetzten die Zustimmung geholt, dem Mädchen Medikamente zu verabreichen.

Vor dem Labor wartete in diesem Moment medizinisches Personal mit einer Spritze mit dem Medikament, das sie ausgewählt hatten, weil das Fräulein ihnen seine Tabletten ins Gesicht spuckte, wenn sie versuchten, sie dazu zu zwingen, diese einzunehmen.

Der General versuchte es noch einmal: "Also, Miss Stasiuk ..."

Sie schlug mit der Hand auf die Granittheke. "MacKilligan. Ich bin eine MacKilligan!", schrie sie. "Und meine Schwestern sollen kommen!"

"Ich habe es versucht", sagte er zu ihr, bevor er einen Schritt nach hinten machte. "Schwester?"

Die Privatkrankenschwester des Psychiaters kam mit einem Edelstahltablett herein, auf dem eine aufgezogene Spritze lag.

Sobald das Kind die Spritze sah, bekam es richtig Angst. Seine Augen weiteten sich und es wich zurück, bis es gegen den Labortisch hinter sich stieß.

"Bleiben Sie weg von mir", wimmerte das Mädchen. "Bleiben Sie weg von mir."

"Es ist alles gut, Miss Sta... ähm ... MacKilligan", redete er besänftigend auf sie ein. "Wir wollen nur, dass Sie sich besser fühlen. Ha

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