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Honor Harrington: Schmiede des Zorns von Weber, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.09.2018 per Download lieferbar

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Honor Harrington: Schmiede des Zorns

Die Operation Janus ist in vollem Gange: Die verdeckte Kampagne soll zahlreiche Planeten der Solaren Liga zum Aufstand gegen das repressive System bewegen. Vermeintlich mit der Unterstützung des benachbarten Sternenkönigreiches von Manticore. Doch hinter der Aktion steckt niemand anderes als das feindliche Mesanische Alignment. Ihr Ziel: Einen Krieg ungekannten Ausmaßes zwischen Manticore und der Solaren Liga zu entfachen ...

David Weber ist ein Phänomen: Ungeheuer produktiv (er hat zahlreiche Fantasy- und Science-Fiction-Romane geschrieben), erlangte er Popularität mit der HONOR-HARRINGTON-Reihe, die inzwischen nicht nur in den USA zu den bestverkauften SF-Serien zählt. David Weber wird gerne mit C. S. Forester verglichen, aber auch mit Autoren wie Heinlein und Asimov. Er lebt heute mit seiner Familie in South Carolina.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 814
    Erscheinungsdatum: 28.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732556168
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Honor Harrington .36
    Originaltitel: Honor Harrington: Shadow of Victory B
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Honor Harrington: Schmiede des Zorns

Kapitel 1

"Also gut, Paul."

Innis MacLay ließ seine große Hand auf die Schulter seines Sohnes sinken. Gern hätte er dem Jungen jetzt durch das Haar gewuschelt, so wie früher, als Paul noch klein gewesen war. Aber der Stolz eines Vierzehnjährigen ließ offene Zurschaustellung von Zuneigung schlichtweg nicht zu. Was schon unter gewöhnlichen Umständen galt, das galt an einem Tag wie diesem erst recht.

"Ich verlasse mich auf dich", fuhr er, so weit in seinen Gedanken gekommen, fort und blickte Paul fest in die haselnussbraunen Augen, ein Erbteil seiner Mutter. Ruhig wurde dieser Blick erwidert. "Sicher treiben sich immer noch ein paar VS ler in der Gegend herum. Ich vertraue darauf, dass du deine Mutter und Schwestern beschützt. Das tust du doch für mich, oder?"

"Ja, Da ."

Innis bemerkte, dass Pauls Stimme tiefer klang als sonst. Noch war der eigentliche Stimmbruch nicht erfolgt, aber er rückte unverkennbar näher. Hatte sich wirklich so viel verändert in den beiden Monaten seit Beginn des Aufstands?

Bei diesem Gedanken brannten ihm kurz Tränen in den Augen. Er umklammerte die Schulter seines Sohnes noch ein wenig fester. Dann wandte er sich ab, kniete sich vor die beiden elfjährigen Zwillinge, um sie an sich zu drücken.

"Und ihr beide kümmert euch um eure Mutter, klar?", ermahnte er Jennifer und Keeley ernst, und seine Stimme klang ein wenig barscher als bei Paul. Auch sie erwiderten seinen Blick - Keeley spielte die Folgsame, was nur schlecht zu dem verschmitzten Funkeln in ihren Augen passte, während Jennifers dunklere, sanftere Augen von Besorgnis umschattet waren. "Ich habe gesagt, ihr kümmert euch um sie", wiederholte Innis nachdrücklich und umarmte die beiden.

"Wie immer, Dadaigh ", versprach Keeley.

"Dann möge der Herr eure màthair beschützen!", seufzte er und streckte die Arme nach seiner Frau aus.

Sie warf sich ihm förmlich an die Brust. Offenkundig war Maggie MacLay um einiges besorgter als ihre Töchter, dabei aber fest entschlossen, sich das nicht anmerken zu lassen. Innis zog sie eng an sich.

"Und wann kommst du wieder nach Hause?", fragte sie und erwiderte die Umarmung.

"Wer weiß das schon, Rùnag ", antwortete er. "Sieht nicht so aus, als würde es lange dauern, aber MacCrimmon und MacQuarie haben uns schon ein paar Mal an der Nase herumgeführt. Aber länger als einen Monat dauert's sicher nicht." Noch einmal drückte er sie fest an sich, ehe er sich zu voller Größe aufrichtete und aus dieser Höhe auf ihren Scheitel blickte. "Wir haben immer noch Freunde beim Raumhafen, und MacCrimmons Shuttle ist stets innerhalb von dreißig Minuten startbereit." Er blinzelte ihr zu. "Für mich klingt das ganz nach jemandem, der es allmählich für an der Zeit hält, den Planeten zu verlassen - vielleicht sogar das ganze System."

"Möge Gott geben, dass dem wirklich so ist", sagte sie sehr viel leiser als er, und als sie zu ihm aufblickte, glitzerte es verräterisch in ihren Augen. "Und du vergisst gefälligst nicht, dass so ein großer, sturer fùidir wie du leichter zu treffen ist als die meisten anderen!"

"Oh, aye, das behalte ich immer schön im Kopf, Rùnag! ", versicherte er ihr und lachte, weil sie ihn als 'Clown' bezeichnet hatte.

Das Lachen verflog rasch. Ein letztes Mal drückte er sie an sich, und plötzlich schnürte es ihm die Kehle zu. Vielleicht sind Paul und ich uns noch ähnlicher, als ich bislang wahrhaben wollte , ging es ihm durch den Kopf. Denn auf keinen Fall wollte er noch ein Wort sagen und damit preisgeben, wie ihm die Stimme den Dienst versagte.

Er griff nach seinem Pulsergewehr, schlang es sich über die Schulter, lächelte den vier wichtigsten Menschen in seinem Leben noch einmal zu und trat dann festen Schritts durch die Tür, hinaus in den strahlend hellen, windigen Morgen.

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