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Hunter Legacy - Verlangen der Dunkelheit von Adrian, Lara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Hunter Legacy - Verlangen der Dunkelheit

Er ist ein tödlicher Jäger - und ihre einzige Chance! Lenora Calhoun ist eine der Wenigen, die der mächtigen Familie Parrish die Stirn bieten. Denn sie ist davon überzeugt, dass diese für das Verschwinden ihrer Schwester verantwortlich ist. Doch als sie auch noch ihren Neffen zu verlieren droht, schluckt sie ihren Stolz herunter und nimmt die Hilfe des grimmigen Hunters Knox an, den der Zufall in ihr kleines Diner geführt hat. Aber auch wenn sie weiß, dass Knox alles tun würde, um sie zu beschützen, fürchtet sie die macht der Gefühle, die der gefährliche Jäger in ihr auslöst... 'Ich kann das nächste Buch der Serie kaum erwarten!' FEELING FICTIONAL Band 3 des düster-romantischen Spin-off der MIDNIGHT-BREED-Reihe Lara Adrian lebt mit ihrem Mann in Florida. Neben ihrer äußerst erfolgreichen Vampirserie Midnight Breed hat sie mit der 100-Serie auch im Bereich Contemporary Romance eine begeisterte Leserschaft gewonnen. Weitere Informationen unter: www.laraadrian.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 302
    Erscheinungsdatum: 28.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736312319
    Verlag: LYX
    Serie: Lyx Taschenbuch 1274
    Originaltitel: Edge of Darkness
    Größe: 1649 kBytes
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Hunter Legacy - Verlangen der Dunkelheit

1

Das Glöckchen über der Eingangstür klingelte hell, als ein später Gast aus dem draußen tobenden Schneesturm in den Diner trat. Ein Schwall eisiger Luft strömte mit dem Neuankömmling herein. Winzige Eiskristalle legten sich auf Leni Calhouns Nacken, als sie Richtung Küche eilte. In der Hand hielt sie das Geschirr des Gastes, der, wie sie angenommen hatte, heute Abend der letzte sein würde.

"Sie können sich selbst einen Platz suchen", sagte sie, ohne langsamer zu werden oder sich umzuschauen.

Dass man sich in ihrem kleinen Imbiss am Rande der North Maine Woods, einer riesigen, aus Wäldern, Flüssen und Seen bestehenden Naturlandschaft, selbst seinen Platz suchte, brauchte sie ihren Stammgästen nicht zu sagen.

Das nächtliche Unwetter bedeutete, dass heute zwar weniger los war als sonst, aber doch ständig Leute hereinkamen. Es waren überwiegend Holzfäller und Jäger auf der privaten, größtenteils unbefestigten, zweispurigen Straße unterwegs, welche sich auf etwas über neunzig Meilen von Millinocket nahe der Interstate Richtung Westen bis zur kanadischen Grenze schlängelte, und diese Männer wussten, dass es im Diner mittwochs immer Schmorbraten gab. Und die meisten ließen sich nicht einmal bei dem für den Februar typischen scharfen Nordostwind einen Teller mit langsam gegartem Rindfleisch und Gemüse in sämiger Bratensauce entgehen.

Leni nahm an, dass sie jetzt wohl die letzte Portion des Gerichts nach einem von ihrer Großmutter geerbten Familienrezept an den Nachzügler ausgeben würde, der gerade hereingekommen war. Sie griff nach der Kaffeekanne, die auf der Warmhalteplatte stand, und nahm, ehe sie zurück in den Gastraum ging, einen der schweren, weißen Keramikbecher, der immer noch warm war, weil er frisch aus dem Geschirrspüler kam.

Ein paar Männer, die aus der näheren Umgebung kamen, rutschten von den Hockern am Tresen und wünschten ihr noch einen schönen Abend, während sie Richtung Tür schlurften. Es gab mehrere freie Plätze am langen Bartresen, doch der Neuankömmling war an allen Stühlen vorbeigegangen, um sich in einer Nische hinzusetzen, die am weitesten von den anderen Gästen entfernt war.

Leni kannte ihn nicht. Er saß mit dem Gesicht zum Ausgang, sein Kopf war leicht gesenkt und das Gesicht unter der großen Kapuze seines mit Schnee bedeckten schwarzen Parkas verborgen. Unter dem von Kunstpelz umrahmten Stoff waren nur ein kantiger, leicht bärtiger Kiefer und ein schmaler Mund zu sehen, den kein Lächeln verzog.

Der Mann war ein Hüne. Obwohl er saß, konnte Leni erkennen, dass er groß und kräftig war. Unter der schweren Winterjacke verbargen sich Schultern, die breiter und muskulöser waren als die eines Verteidigers im American Football. Wahrscheinlich war er neu im Geschäft und wollte sein Glück versuchen, indem er noch vor Ende der Woche eine Ladung Holz zu einem der Sägewerke schaffte. Nur erfahrene einheimische Fahrer und ahnungslose Neueinsteiger, die sich in der Gegend nicht auskannten, würden es überhaupt in Erwägung ziehen, sich bei so einem Wetter wie heute auf eine der Schotterpisten zu wagen.

"Sieht mal wieder nach einem Jahrhundertsturm da draußen aus", meinte Leni im Plauderton, als sie den Becher auf den Tisch stellte und den starken schwarzen Kaffee einzuschenken begann. "Andererseits erleben wir das fast jedes Jahr, deshalb kann man wohl -"

"Kein Kaffee." Die schroffen Worte kamen mit einer tiefen, tonlosen Stimme heraus, doch das dunkle Timbre ging ihr durch und durch.

"Okay, kein Problem." Sie hörte auf einzugießen und nahm die Kanne wieder hoch. "Was kann ich Ihnen ansonsten zu trinken bringen? Normalerweise nehmen alle Kaffee, aber ich hab auch Wasser mit oder ohne Kohlensäure. Wenn Sie einen Tee möchten, dauert es ein paar Minuten, weil ich frisches Wasser aufsetzen müsste."

Er schüttelte den Kopf, und ein paar der geschmolzenen Schneeflocken liefen wie Regentropfen von seiner Kapuze

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