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Im Herzen des Imperiums Roman von Martine, Arkady (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Im Herzen des Imperiums

Als Mahit Dzmare, die Botschafterin einer kleinen Raumstation, in der riesigen Hauptstadt des Teixcalaanlischen Imperiums ankommt, muss sie feststellen, dass ihr Vorgänger verstorben ist. Obwohl niemand darüber spricht, ist es ein offenes Geheimnis, dass der Botschafter keines natürlichen Todes gestorben ist. Mahit versucht, mehr über die genauen Umstände herauszufinden, doch das ist am politisch und sozial hochkomplexen Hof des Teixcalaanlischen Imperiums ein gefährliches Unterfangen. Und wenn sie nicht ihr eigenes Leben und das Schicksal ihrer Heimat gefährden will, muss sich Mahit jeden Schritt genauestens überlegen ... Arkady Martine schreibt als Schriftstellerin und unter dem Namen Dr. AnnaLinden Weller als Byzanz-Historikerin und Stadtplanerin über Grenzpolitik, Rhetorik, Propaganda und die Grenzen der Welt. Sie wuchs in New York City auf, verbrachte einige Zeit in der Türkei, Kanada und Schweden und lebt in Baltimore. "Im Herzen des Imperiums" ist ihr Debütroman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 11.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641236700
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: A Memory called Empire
    Größe: 1979 kBytes
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Im Herzen des Imperiums

1

Und hinter der Krümmung des großen Gasplaneten bei den Koordinaten B5682.76R1 erschien die Imperatorin Zwölf Sonneneruption mit ihrem Schiff. Ihr greller Schein griff in die Leere hinaus. Wie die speerähnlichen Speichen ihres Throns sprangen die Strahlen hervor, trafen auf die Metallhüllen, in denen im Sektor B5682 die Menschen lebten, und tauchten sie in helles Licht. Die Sensoren auf dem Schiff der Imperatorin Zwölf Sonneneruption entdeckten zehn solcher Hüllen, die einander sehr ähnlich waren. Diese Zahl erhöhte sich seitdem nicht mehr. Die Männer und Frauen in den Hüllen kannten keine Jahreszeiten, kein Wachstum und keinen Verfall. Unendlich lange lebten sie in der Umlaufbahn und wussten nichts von der Schönheit eines Heims auf einem Planeten. Die größte Hülle nannte sich "Lsel-Station", was in der Sprache dieser Menschen bedeutete, dass die Station aufmerksam lauschte. Doch die Menschen dort waren seltsam geworden und blieben unter sich, auch wenn sie fähig waren, die Sprache zu lernen, und unverzüglich damit begannen ...

- Die Geschichte der Expansion, Buch V, Zeilen 72-87, anonym, jedoch dem Dichter und Historiker Pseudo Dreizehn Fluss zugeschrieben, der zu Zeiten der Herrschaft des teixcalaanischen Imperators Drei Perigäum lebte.

Um Ihre Einreise in das Imperium zu beschleunigen, verlangt Teixcalaan die folgenden Identitätsnachweise: a) einen gentechnischen Nachweis, dass Sie sich im alleinigen Besitz Ihres Genotyps befinden und diesen nicht mit Klongeschwistern teilen, ODER ein beglaubigtes Dokument, aus dem hervorgeht, dass Ihr Genotyp zu mindestens 90 Prozent einzigartig ist, und dass keine andere Person einen rechtmäßigen Anspruch darauf erheben kann; b) eine ausführliche Liste der Waren, Güter, Geldbestände und immateriellen Handelsobjekte, die Sie mitführen wollen; c) eine unterzeichnete und notariell beglaubigte Arbeitserlaubnis von einem zugelassenen Arbeitgeber in einem teixcalaanischen System, aus welcher Entlohnung und Informationen zum Unterhalt hervorgehen ODER den Nachweis überdurchschnittlicher Werte bei den Tests des Teixcalaanischen Imperiums ODER die Einladung einer Person, einer Regierungsbehörde, eines Amtes, eines Ministeriums oder einer sonst wie autorisierten Person, aus der die Einreise- und Ausreisedaten für den Raum des Imperiums hervorgehen ODER den Nachweis von Geldmitteln, die ausreichen, um den Lebensunterhalt aus eigenem Vermögen ...

- Formular 721Q, Visumantrag für imperiumsfremde Sektoren, VERSION FÜR ALPHABETSCHRIFTEN , Seite 6

In einem Beiboot, kaum mehr als eine kleine Blase, die gerade ausreichte, um sie und ihr Gepäck aufzunehmen, schoss Mahit aus der Seite des imperialen Kreuzers Rote Frucht des Aufstiegs heraus und sank zur Stadt hinunter, zum Zentralplaneten und dem Hauptort des Teixcalaanischen Imperiums. Beim Sinkflug hinab zum Planeten loderte die Atmosphäre, was ihr die Sicht versperrte. Als sie die Stadt zum ersten Mal mit eigenen Augen und nicht auf einem Infofiche, als Holografie oder als Imago-Erinnerung sah, war alles von weißem Feuer überlagert und strahlte wie ein unendliches, schimmerndes Meer. Ein ganzer, völlig urbanisierter Planetenpalast und eine Wirtschaftsmetropole. Selbst die eingepferchten Überreste von Seen und die dunkleren Stellen, an denen sich alte Städte befunden hatten, die verfielen und noch nicht von Metall überwuchert waren, wirkten dicht bevölkert. Nur die Meere blieben unberührt. Auch sie schimmerten, der Farbton schwankte zwischen Blau und Türkis.

Die Stadt war sehr schön und sehr groß. Mahit hatte schon eine ganze Reihe von Planeten besucht, die nicht weit von der Lsel-Station entfernt und für Menschen nicht völlig lebensfeindlich waren. Dennoch war sie nun von Ehrfurcht erfüllt. Ihr Herz schlug schneller, und die Hände, mit denen sie die Gurte gepackt h

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