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Imperium von Westrin - Kaisersturz von Münter, Felix A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.11.2015
  • Verlag: Prometheus Verlag
eBook (ePUB)
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Imperium von Westrin - Kaisersturz

800 Jahre herrschte das Imperium von Westrin über die Welt, doch das Kaiserreich ist nur noch ein Schatten früherer Zeiten. Während eines besonders harten Winters stürzen sich gleich drei Nachbarreiche wie Aasgeier auf das Land, bereit, das sterbende Kaiserreich unter sich aufzuteilen. Doch das Imperium ist noch nicht tot. Alle Hoffnung der Zukunft liegt auf den kaiserlichen Zwillingen - kleinen Kindern. Wenn es nur gelingt, sie aus dem von Krieg, Intrigen und Gewalt versehrten Land zu retten, dann hat das Westrin vielleicht eine Chance. Dann überlebt es vielleicht auch den Sturz eines Kaisers...

Geboren 1985, studierte angewandte Sozialwissenschaften in Dortmund und arbeitet seit dem Ende des Studiums als Freiberufler im Sozial- und Gesundheitswesen. Seit 2014 ist er auch als Autor tätig. Neben dem Verfassen von Geschichten ist er leidenschaftlicher Rollen- und Brettspieler und hat ein ausgeprägtes Interesse an Politik und Geschichte. Seit seinem Debüt "Neue Hoffnung", dem Auftakt der "The Rising"-Reihe, schreibt er unermüdlich in zahlreichen Genres: Science-Fiction, Postapokalypse, Horror, Thriller und Fantasy. Ein Hauptgenre hat sich dabei noch nicht herauskristallisiert. Im April 2015 wurde sein Erstlingswerk "Neue Hoffnung" mit dem RPC FANTASY AWARD ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 13.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944713137
    Verlag: Prometheus Verlag
    Größe: 923kBytes
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Imperium von Westrin - Kaisersturz

II

Cyril brannte. Die Rauchschwaden standen über der Stadt und der Brodem der Zerstörung drang durch die hohen Fenster in den Thronsaal des Kaiserpalasts. Der monumentale Raum kündete von der einstigen Pracht Westrins. Die hohe Decke wölbte sich kuppelförmig und die Malerei darauf zeigte überlebensgroß den knienden Kaiser Basil im Licht des Einen. Gleichwohl das Reich sich seit mehr als dreihundert Jahren einer Trennung von der Kirche vollzogen hatte, erinnerte das Fresko an den Ursprung seiner Macht, an bessere Zeiten. Zwanzig Säulen flankierten den lang gezogenen Saal und ursprünglich war jede Säule einer der Provinzen von Westrin gewidmet. Sie waren alle aus weißem Marmor, aber die Einlegearbeiten kündeten von den Besonderheiten der Provinzen. So fand sich eine in Blattgold gefasst Ähre für die Grünen Lande östlich von Cyril, die traditionell eine der ergiebigsten Kornkammern waren, aber auch ein Stahlbarren für die Provinz Himmelskamm, eine unwirtliche Gebirgsregion nordöstlich, aus deren Erzen seit Jahrhunderten die Waffen der Legionen geschmiedet wurden. Eine Säule mit einem vergoldeten Handelsschiff stand für die ehemalige Provinz Fercino und die Ländereien, die mittlerweile von den Al-Asmari beansprucht wurden, waren mit einer vergoldeten, geöffneten Baumwollkapsel dargestellt. An den Wänden zogen sich Bahnen aus blauer und weißer Seide und auf ihnen war das Banner des Reichs gestickt: Hirtenstab und Schwert, gekreuzt. Im hinteren Bereich des Saals stiegen sieben Stufen zu einem Podest empor, auf dem der Kaiserthron stand. Es war ein hochlehniger Stuhl aus edlem Holz, Blattgold schimmerte zwischen den Schnitzereien. An der Wand hinter dem Thron prangte ein riesiges Fenster aus Bleiglas - das größte auf der ganzen Welt - und die einzelnen Farbkacheln breiteten dem Betrachter eine Karte des Kontinents aus. Fiel Sonne auf das kreisrunde Fenster, so war der ganze Saal in ein Meer prachtvoller Farben getaucht.

Heute jedoch schien keine Sonne. Der Himmel war wolkenverhangen und grau. Das Prasseln der Feuer aus einigen der Stadtviertel, die Schreie der Flüchtenden und Kampflärm drangen gedämpft, wie ein Vorbote, in den Saal. Kaiser Antimus hatte sich mit den Resten der treu ergebenen Legionäre hierhin zurückgezogen. Kaum mehr als fünfzig Mann, die Gesichter hart, die Blicke verbissen, bildeten das letzte Aufgebot des sterbenden Kaiserreichs. Der Feind war längst in den Palast vorgedrungen und ein heilloses Chaos breitete sich in den Fluren und Gängen, in den Kammern und Sälen aus. Jene, die treu zu Westrin standen, kämpften verbissen, doch sie sahen sich einer unaufhaltsamen Übermacht gegenüber. Der Feind machte Jagd auf jene, die es wagten, sich ihm in den Weg zu stellen.

Die Blicke der Legionäre ruhten auf den großen, doppelflügeligen Türen des Thronsaals. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis das Chaos und die Zerstörung auch ihren Weg in das Herz des Kaiserreichs finden würden. Antimus saß auf dem Thron, von dem aus so viele Jahrhunderte der Takt der Welt diktiert worden war. Jetzt aber waren die Zeiten im Begriff, sich rasant zu ändern und alles hinfortzuspülen, was in dieser Welt Bestand hatte. Das Gesicht des Kaisers war zu einer Maske erstarrt. Gram, Wut und Ernüchterung hatten jede andere Emotion verdrängt. Antimus war ein gebrochener Mann, seines Lebenswillens und des Glaubens an Westrin beraubt.

Von der anderen Seite krachte etwas gegen das Portal und die Türen bebten. Die Legionäre hoben ihren Schild an die Brust und griffen ihr Schwert fester. Die Kameraden warfen sich letzte Blicke zu, jeder von ihnen wusste, wie dieser Tag enden würde. Ein drittes und viertes Mal erzitterten die Türen noch, dann barst der Riegel und sie flogen auf. Unter der Führung Menas' strömten ehemalige Soldaten der Kaisergarde in den Saal. Zwischen den beiden Gruppen lagen einige Meter und schweigend sahen sich die Männer an.

"Tötet sie", sagte der General knapp un

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