text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

In die Sonne Metro 2033-Universum-Roman von Moskwin, Sergej (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.01.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

In die Sonne

Zurück an die Oberfläche Die Welt im Jahr 2033: Ein schrecklicher Atomkrieg hat ein Leben an der Erdoberfläche unmöglich gemacht und die Menschen in die Dunkelheit der Metro-Stationen getrieben. So auch in Novosibirsk in Sibirien. Doch in den finsteren Tunneln der Novosibirsker U-Bahn lauert eine tödliche Gefahr, und plötzlich sind die Bewohner der Metro-Stationen nicht mehr sicher. Dem jungen Sergej Kasarinym ist klar, dass den Menschen nur ein Ausweg bleibt, wenn sie überleben wollen: Sie müssen zurück an die Oberfläche. Sergej Moskwin wurde 1969 in Ischewsk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Udmurtien, geboren. Seit 1999 veröffentlichte er zahlreiche Action-Thriller und Science-Fiction-Romane. In die Sonne ist sein erster Roman für das Kult-Spin-off Metro-2033-Universum. Der Autor lebt und arbeitet in Ischewsk.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 12.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641144012
    Verlag: Heyne
    Serie: METRO 2033-Universum Bd.11
    Originaltitel: Metro-Universe: To see the Sun
    Größe: 865 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

In die Sonne

1

Blackout im Untergrund

Zustechen! Noch mal!

Das breite Bajonett, das die findigen Sibirier aus einer Kfz-Feder gefertigt und am Vorderschaft einer sechsschüssigen Revolverflinte mit dem sinnigen Namen "Spieß" befestigt hatten, bohrte sich tief in den Rumpf des Säbelzahnbärs. Man hätte erwartet, dass Blut aus dem aufgeschlitzten Körper der Bestie spritzte, doch nichts dergleichen geschah. Das lag daran, dass der Säbelzahnbär schon am Vortag im Tunnel erlegt worden war. Sein an Seilen aufgehängter Kadaver diente als Übungsobjekt, um den Nahkampf mit Tunnelmonstern zu trainieren.

Unter den Anfeuerungsrufen schaulustiger Kinder zog der muskulöse, hellhaarige junge Mann das Bajonett aus dem Kadaver, sprang mit einem Satz über ein Hindernis aus zusammengenagelten Eisenbahnschwellen hinweg, wich geschickt einer nach ihm schlagenden Holzstange aus, legte seine Flinte an und zielte auf einen Vampirkopf, der an einer langen Lanze aufgespießt war und tückisch hin und her pendelte.

Paff!

Der krachende Schuss übertönte das Gejohle des Publikums. Das von einer Schrotladung getroffene Ziel fiel herab und rollte über den Tunnelboden. Der junge Kämpfer atmete erleichtert durch, ließ seine Waffe sinken und wandte sich zu einem breitschultrigen Mann in Tarnuniform, der ihn die ganze Zeit mit Argusaugen und mit der Stoppuhr in der Hand beobachtet hatte.

"Herr Oberst, Anwärter Kassarin hat die Übung beendet", meldete er stolz.

"Rühren", erwiderte der. "Du bist im Zeitlimit geblieben. Aber deine Ausweichmanöver sind noch zu hektisch. Die Bewegungen müssen fließender ablaufen. Du hast den Test bestanden, aber du musst noch viel trainieren."

Auf dem Gesicht des jungen Mannes machte sich Enttäuschung breit.

"Jawohl, Herr Oberst, noch viel trainieren", echote er halbherzig und zog einen Schmollmund.

Erschöpft trat er an den Rand des Gleisbetts und kletterte auf den Bahnsteig. Nach dem extrem anspruchsvollen Hindernisparcours hatte er zittrige Beine und konnte kaum das Gleichgewicht halten.

"He, Sergej", pfiff der Oberst den Anwärter an. Offenbar war er mit dessen beleidigten Abgang nicht zufrieden. "Komm mal her."

Erst jetzt begriff der junge Mann, wie ausgepumpt er war. Langsam drehte er sich um und trottete zum Chef.

"Herr Oberst ...", begann er, doch der Mann ließ ihn nicht ausreden.

"Ich spreche nicht als Kommandeur, sondern als Vater mit dir. Passt dir irgendwas nicht?"

"Und ob!", platzte Sergej heraus. "Wenn andere das Ziel erst beim zweiten Mal treffen, lobst du sie fleißig. Und selbst wenn einer beim dritten Mal vorbeischießt, findest du ein gutes Wort für ihn. Aber wenn ..."

"Es geht hier nicht um andere, sondern um dich!" Oberst Kassarin wurde nun seinerseits wütend. "Habe ich etwa nicht recht? Bildest du dir ernsthaft ein, du würdest mit jeder Bestie fertigwerden? Einem Säbelzahnbär reicht ein Prankenhieb, und du bist tot. Und ein Vampir beißt dir ratzfatz die Halsschlagader durch. Wenn deine Knarre Ladehemmung hat oder dir die Patronen ausgehen, hast du mit deinen unbeholfenen Finten gegen solche Monster nicht die geringste Chance."/sp

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen