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Ivy - Steinerne Wächter Roman von Durst, Sarah B. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.08.2012
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Ivy - Steinerne Wächter

Die sechzehnjährige Lily hat einen Traum: Sie möchte auf die renommierte Princeton University gehen, die auch ihr Großvater schon besucht hat. Dazu muss sie einen geheimnisvollen Test bestehen und einen Schlüssel suchen, der ein Tor zu einer anderen, magischen Realität öffnet. Auf dem Campus begegnet Lily der gut aussehende Tye, der ihr seine Hilfe anbietet. Doch Tye ist nicht, was er zu sein scheint ... Sarah Beth Durst wurde in Massachusetts geboren. Sie hat an der Princeton University Englisch studiert und begann danach eine Karriere als Jugendbuchautorin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 09.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802589546
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Enchanted Ivy
    Größe: 867 kBytes
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Ivy - Steinerne Wächter

Kapitel zwei

M r Mayfair öffnete die Tür der Bibliothek, und Musik flutete herein - oder vielmehr etwas, das entfernt an Musik erinnerte. Töne purzelten übereinander wie ein herabstürzender Wasserfall. Die Kaskade der Akkorde gab exakt das wieder, was Lily gerade empfand. Sie sah sich selbst viele Jahre älter, mit grauen Strähnen im Haar, in einer schwarz-orange gestreiften Absolventenjacke, wie sie an den heutigen Tag zurückdachte und sagte: Hier, genau hier, in diesem Moment, veränderte sich mein Leben.

Besser, sie vermasselte es nicht.

Mom schlug ein weiteres Gewirr misstönender Klangfolgen an, während das Lächeln von Mr Mayfairs Gesicht verschwand. Er warf Grandpa einen Blick zu, den Lily unter anderen Umständen als "bedeutungsvoll" bezeichnet hätte. Nur wusste sie nicht, was genau die Bedeutung jetzt und hier sein sollte. "Bist du sicher?", fragte er ihren Großvater noch einmal. "Wenn sie erst mal weiß ... "

"Ganz sicher", antwortete Grandpa mit fester Stimme.

"Also gut. Dann beginnt es jetzt", gab Mr Mayfair zurück. "Viel Glück, Lily Carter." Er machte die Tür zu, und Lily blieb mit ihrem Großvater und ihrer Mutter allein zurück.

Kaum hatte sich die Tür geschlossen, sprang Mom von ihrem Klavierhocker auf. "Es fängt an?"

Grandpa strahlte. "Sie hat dem Test zugestimmt!"

"Oh, mein süßes, kleines Baby. Juhu!" Mom kam quer durch den Raum gehüpft und umarmte ihre Tochter stürmisch.

Lily klappte der Kiefer herunter. "Du hast davon gewusst?" Mom hatte ein Geheimnis bewahrt? Einen Moment lang schwankte Lily zwischen Ärger und Bewunderung. Wie lang hatte Mom schon von dem Legacy Test gewusst? Tage? Wochen? Jahre? "Wann hat Grandpa es dir gesagt?"

Kaum hatte Lily die Worte ausgesprochen, bereute sie es auch schon. Sie wusste doch, dass es niemals eine gute Idee war, ihre Mutter zu fragen, ob sie sich an irgendetwas erinnerte.

Mom sackte in sich zusammen, und ihr Gesicht nahm einen traurigen Ausdruck an. "Ich ... ich weiß es nicht."

"Ach, nicht so schlimm", sagte Lily schnell. Aber es war bereits zu spät.

Grandpa warf seiner Enkelin einen Blick zu, als hätte sie soeben ein kleines Kind vergiftet. Dann führte er Rose Richtung Ausgang, wobei er beruhigend ihre Hand tätschelte. "Wir werden im Fiftieth Reunion Tent einchecken", sagte er zu Lily. "Vor dem Festzelt gibt es eine Anmeldung. Frag dort nach unserer Zimmernummer, wenn du schlafen musst."

Lily lief ihnen nach. "Wartet. Kann ich nicht mit euch mitkommen? Ich weiß ja nicht mal, wo ich überhaupt anfangen soll!" Sie trat aus der Eingangstür des Clubs und blinzelte in die Mittagssonne. Nachdem ihre Augen sich an das blendende Licht gewöhnt hatten, entdeckte sie wieder den Jungen mit dem Tigerschopf. Die Hände tief in den Taschen seiner Jeans vergraben, lehnte er vor dem Gebäude an einer Ziegelmauer und starrte in den blauen, wolkenlosen Himmel hinauf.

Grandpa schüttelte den Kopf. "Du wirst den Test mit Bravour bestehen, und ich will nicht, dass irgendwelche Zweifel daran aufkommen, ob du es auch wirklich allein geschafft hast." Er klang grimmig.

Lily fragte sich, bei wie vielen Leuten Grandpa wohl einen ausstehenden Gefallen eingefordert hatte, um das alles hier in die Wege zu leiten. Mr Mayfair zufolge wurden nur einige wenige jemals auserwählt, und sie selbst fand sich in keiner Hinsicht besonders. "Ich werde dich nicht enttäuschen, Grandpa."

"Das ist meine Tigerlily". Er klang schon wieder etwas versöhnlicher. "Denk immer daran: Ich glaube an dich, egal, wie der Test ausgeht und welche Geheimnisse du auch immer dabei aufdecken magst."

Der Junge mit dem gestreiften Haarschopf beobachtete die Szene mit einigem Interesse, doch Lily beschloss, ihn zu ignorieren. Das hier war wichtiger als irgendein hübscher Collegeboy. "Kannst du mir nicht wenigstens etwas über die

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