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Jäger des Zwielichts Roman von Eden, Cynthia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Jäger des Zwielichts

Wenn die Leidenschaft zur Gefahr wird ... Zane, in dessen Adern zur Hälfte menschliches, zur Hälfte Dämonenblut fließt, rettet die zarte Jana aus einem brennenden Haus, in das sie ein Dämon entführt hatte. Das ist die Version, an die Zane anfangs glaubt. Doch Jana ist nicht die, die sie zu sein vorgibt. Hat sie am Ende gar den Brand verursacht? Zanes Urteilsvermögen wird dabei von dem leidenschaftlichen Kuss getrübt, den er und Jana noch am Tatort austauschen ... Cynthia Eden fühlte sich schon immer magisch von allem angezogen, was nicht mit 'rechten Dingen' zugeht. Sie stellte sich gern die berühmte Frage: Was wäre, wenn ... Nach dem Studium machte sie aus ihrer Leidenschaft dann eine Profession und widmete sich fortan dem Schreiben von (übersinnlichen) Liebesromanen. Cynthia Eden lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in den Südstaaten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 10.09.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641080075
    Verlag: Heyne
    Serie: Night Watch Bd.3
    Originaltitel: Eternal Flame (Night Watch 3)
    Größe: 1316 kBytes
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Jäger des Zwielichts

Erstes Kapitel

Es war eine verflucht schlechte Nacht zum Sterben, aber das hatte Zane Wynter ja auch nicht vor. Dass jemand anderer starb, war durchaus möglich, aber nicht er.

Feuer explodierte, jagte gleißend weiße Flammenberge durch das Dach des dreigeschossigen Vorkriegsbaus in der Francis Street und reckte sich grellorange und gierig in die Dunkelheit.

"Scheißkerl." Die Hitze versengte Zane die Haut. Dies hier sollte eigentlich eine leichte Festnahme sein: reingehen, den Dämon drinnen k. o. schlagen, sein Kopfgeld kassieren. Ein simpler Job für einen Night-Watch-Jäger. Nach der Festnahme hatte er vorgehabt, noch ein Bier zu trinken und sich vielleicht flachlegen zu lassen.

Nun zog er seine Jacke aus und warf sie auf den Boden, denn die wollte er sich nicht mit Asche besudeln.

Ein Schrei gellte durchs Haus. Zane erstarrte. Das war eine Frau, die da schrie, und seine Beute war männlich.

Ein Opfer. In dem Haus war nicht bloß der Killer, den Zane jagte, sondern es schien außerdem eine Unschuldige in dem Inferno gefangen zu sein.

Dieser Abend wurde immer miserabler. Zane atmete tief durch, straffte die Schultern gerade und wappnete sich, in das verfluchte Haus zu marschieren. Manchmal nervte es gewaltig, er zu sein.

Er rannte auf die berstenden Scheiben zu. Glassplitter regneten auf ihn herab. Mit einem Tritt hatte er die Vordertür aus den Angeln gerammt. Flammen knackten und fauchten um ihn herum, und das Haus drohte jeden Moment einzustürzen.

"Jacobson!" So hieß der Dreckskerl: Henry Jacobson. Ein Dämon, der für die Vampire von Baton Rouge jagte und mordete. Eine Vampirhure. Was könnte übler sein? "Jacobson, wo steckst du?" Der Rauch brannte in Zanes Nase und ließ seine Augen tränen, als er durch die Zimmer raste, den Qualm und die Flammen absuchend.

Noch ein Schrei. Zane hetzte zur Treppe, die sich in den ersten Stock wand, oben allerdings schon von der Feuersbrunst verschlungen schien. Jemand war auf den Stufen. Eine schemenhafte Gestalt inmitten des Qualms, vornübergebeugt und an die Brüstung geklammert.

Sie war zu klein, als dass es sich um Zanes Zielobjekt handeln könnte.

Das Opfer. Hatte Jacobson sich zum nächsten Mord bereitgemacht?

Zane nahm drei Stufen auf einmal. Brennende Brocken lösten sich aus der Decke und krachten um ihn herum zu Boden. Seine Haut kochte förmlich. Er keuchte würgend, weil kein Sauerstoff mehr da war.

Zane streckte einen Arm aus und packte zu.

"Hilfe!" Verzweifelte blaue Augen sahen ihn an, weit aufgerissen und dunkel. So dunkel. In ihnen spiegelten sich Angst und Flammen.

Die Frau, klein, kurvenreich und zitternd, warf sich ihm entgegen und hielt sich panisch an ihm fest. "E...er w...will mich umbringen ..." Der Rest wurde von einem japsenden Würgen erstickt.

Über ihnen ächzte das Dach. Ein langgezogenes Rumpeln erklang. Kein gutes Zeichen. Zane blickte nach oben, wo züngelnde Flammen die Risse im Deckenrest vergrößerten. Oh, Schande!

"H...hilfe!", stammelte die Frau, die in seinem Arm erschauderte.

Sollte der Teufel Jacobson holen. Zane packte sie fester und hob sie in seine Arme. Die Frau dicht vor seine Brust gepresst, rannte er mit ihr die Stufen hinunter. Überall war Feuer, so verflucht heiß, dass Zane für einen Sekundenbruchteil der Gedanke an den Tod kam.

O nein, nicht heute Abend!

Er konzentrierte sich auf die Kraft in seinem Innern, auf jene Finsternis, die nie weit weg lauerte, und schon konnten ihn die Flammen nicht mehr erreichen.

Die Frau drückte ihren Mund an seinen Hals.

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