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Jessica Bannister - Folge 006 Im Paradies der Schlange von Farell, Janet (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.08.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)

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Jessica Bannister - Folge 006

Tief in den unerschlossenen Regionen des dampfenden Amazonas-Dschungels wird ein geheimnisvolles Bauwerk entdeckt. Schon seit Äonen soll es hier stehen, die Indios nennen es das 'Haus der Götter', und ein schrecklicher Schlangengötze soll es bewohnen.

Zusammen mit dem Forscher Alan Porter macht sich Jessica auf in den südamerikanischen Urwald, um das Geheimnis der alten Kultstätte zu ergründen. Aber nicht nur journalistische Neugier treibt sie an. Hier in diesem Gebiet ist vor Jahren ihr Großonkel, der Archäologe Franklin Gormic, verschwunden, und Jessica hofft, einen Hinweis auf seinen Verbleib zu finden.
Als sie die unheimliche Kultstätte betritt, wird sie von kalten Reptilienaugen beobachtet ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 16.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732535583
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 535 kBytes
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Jessica Bannister - Folge 006

Das fahle Mondlicht fiel auf gigantische quaderförmige Steinblöcke, die zum Teil von der wuchernden Pflanzenwelt des Urwalds bedeckt waren. Die Furcht hielt meine Seele wie in einem Schraubstock umklammert. Mir stockte der Atem.

Vorsichtig ging ich weiter und bemerkte dabei, wie mir die Knie zitterten.

Ich erreichte die unheimliche Ruine. Das zyklopenhafte Bauwerk wirkte massiv, der Stein war glatt und schien unversehrt. Die Aura unvorstellbaren Alters hing über diesem Ort.

Und dann hörte ich eine Stimme. Sie flüsterte einen Namen. Einen Namen, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ ...

Rama'ymuh!

Ich hatte ihn nie zuvor gehört und auch keine Ahnung, was er bedeutete. Ich fühlte nur, wie mir ein eisiger Schauer über den Rücken lief.

Rama'ymuh!

Ein zischendes Geräusch drang an mein Ohr.

Ich fuhr herum, und für den Bruchteil einer Sekunde sah ich ein schattenhaftes Etwas, das sich gegen das fahle Mondlicht abzeichnete.

Doch schon einen Augenaufschlag später war der Schatten wieder hinter einem der gigantischen Quaderblöcke verschwunden.

Ich fühlte meinen Puls bis zum Hals schlagen und presste mich mit dem Rücken an die glatte Steinwand. Ich war nicht allein hier, so viel stand fest. Vorsichtig tastete ich mich die Wand entlang. Ein dunkler Gang eröffnete sich vor mir, und ich hoffte, dass die Finsternis, die darin herrschte, mich verbergen würde.

Dann aber hörte ich Schritte. Und auch wieder dieses Zischen, das mich an irgendetwas erinnerte. Ich zermarterte mir für ein paar schrecklich lange Sekunden den Kopf darüber, dann fiel es mir ein. Es war das Zischen einer Schlange ...

Ich hielt den Atem an. Die Schritte näherten sich. Sie waren langsam und schleppend, so als würde die geheimnisvolle Gestalt etwas suchen ... Mich!

Ich schluckte. Das unheimliche Etwas schien mich bemerkt zu haben. Ich sah einen schemenhaften Umriss aus dem Schatten der Ruine auftauchen und größer werden. Das Zischen wurde auch lauter.

Dann trat die Gestalt ins Mondlicht, in dem kurz zwei reptilienhafte Augen aufblitzten, deren Blick so kalt wie der Tod war.

Die Gestalt huschte wieder ins Dunkel, wurde erneut zu einem namenlosen schwarzen Schatten, der auf mich zukam.

Wie angewurzelt stand ich da. Trotz der Hitze überzog eine Gänsehaut meinen Körper.

Rama'ymuh ...

Ich weiß nicht, woher die dunkle Stimme kam, die diesen gespenstischen Namen wisperte. Vielleicht existierte sie nur in meinem Kopf ...

Rama'ymuh!

Ich fühlte die furchtbare Nähe dieser Kreatur.

Kalte Hände griffen plötzlich nach mir mit einer unmenschlichen Kraft, der ich nicht das Geringste entgegenzusetzen hatte, und ich spürte den Atem des Todes.

Der gellende Schrei einer Frau durchschnitt die schwüle Luft des Dschungels wie ein Messer, und es dauerte einen Augenblick, bis ich begriff, dass ich es war, die da schrie.

Ich saß kerzengerade in meinem Bett. Kalter Schweiß stand mir auf der Stirn, und ich atmete tief durch, bis ich begriff, wo ich mich befand.

Ich blickte mich um. Dies war mein Zimmer in der Villa meiner Großtante Beverly Gormic. Ich war zu Hause, und die schrecklichen Bilder, die mir gerade noch vor Augen gestanden hatten, waren nichts weiter als ein Traum gewesen.

Ein Name ging mir flüsternd über die Lippen. "Rama'ymuh ..."

Ich war über mich selbst überrascht, und für den Augenblick kehrte eine Ahnung jenes Schreckens zurück, den ich gerade noch empfunden hatte.

Die Tür meines Zimmers öffnete sich, und meine Großtante Beverly trat in den Raum.

"Jessica!", entfuhr es ihr. "Du hast geschrien! Was ist passiert?"

Ich strich mir die Haare aus der Stirn, und noch einmal atmete ich tief durch.

"Ich weiß es nicht", murmelte ich, und ich bemerkte, dass meine Stimme zitte

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