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König im Sternenreich: Harvey Patton Edition von Patton, Harvey (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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König im Sternenreich: Harvey Patton Edition

Die Hochzeit des Königs von Britan, Herrscher über das Reich der Neun Sonnen, steht bevor. Aber noch fehlen zwei ausnehmend schöne Brillanten, welche die Krone des jungen Paares schmücken sollen. Pol Guzry, ein Edelsteinhändler im Bereich des Imperiums von Trantor, wittert das Geschäft seines Lebens und lässt seinen Sohn Jon die beiden Steine illegal nach Britan bringen. Jon Guzry erledigt seinen Auftrag zur Zufriedenheit aller Beteiligten, doch inzwischen ist König Tschal schwer erkrankt. Man stellt fest, dass Jon dem Herrscher verblüffend ähnlich sieht und überredet ihn, bei einem Staatsbesuch auf Ital dessen Rolle zu spielen. Nicht ohne Hintergedanken, denn es ist ein Attentat auf den König geplant, und es wird auch durchgeführt. Jon kommt gut davon, doch er verliebt sich in die Braut des jungen Königs, Prinzessin Elga. Jon muss seine Rolle noch weiterspielen, denn das Reich der Neun Sonnen wird in einen Krieg verwickelt. Er findet Gefallen an diesem Leben und fasst den Entschluss, den echten König zu ermorden. Er will nicht nur Prinzessin Elga gewinnen - er will die Macht eines Königs im Sternenreich ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 120
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738930566
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 668 kBytes
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König im Sternenreich: Harvey Patton Edition

1.

Die nachmittägliche Stille war dahin, jäh unterbrochen durch den schrillen Ton des Summers.

Für Pol Guzry kam es einem Sakrileg gleich, bei seiner Arbeit gestört zu werden. Verstört ließ er die Lupe aus dem Auge fallen und blinzelte in Richtung des Fensters, bis sich sein Gesichtssinn wieder den veränderten Gegebenheiten angepasst hatte. Fast ratlos starrte er Augenblicke lang in das milchige Weiß der Scheiben, ehe er sich darauf besann, dass diese ihm in polarisiertem Zustand jeden Ausblick verwehrten.

Ein Besucher zu dieser Zeit der allgemeinen Ruhe?

Sekundenlang war Pol versucht, seine Anwesenheit einfach zu verleugnen, der Aufforderung, die Haustür zu öffnen, nicht nachzugeben. Dann aber besann er sich. Der Einlass Begehrende konnte schließlich ein Kunde sein, und schon diese bloße Möglichkeit machte es ratsam, ihn einzulassen. Käufer waren rar in dieser Zeit der allgemeinen wirtschaftlichen Stagnation.

Rasch schlug der Edelsteinhändler das weiche Tuch über den funkelnden Kostbarkeiten zusammen, die er eben noch mit den entzückten Blicken eines Kenners untersucht hatte, barg diese in einem Etui und schloss es sorgsam fort. Erst dann erhob er sich, schaltete die Fluorlampe ab, strich mit den Händen ordnend über das spärliche graue Haar und verließ den Raum. Mit leisem Klicken schloss sich hinter ihm die Tür und wurde automatisch durch das Codeschloss gesichert, das nur Pol Guzry persönlich wieder öffnen konnte. Die Zeiten waren unsicher, und es waren schon viele Menschen wegen weit geringerer Schätze umgebracht worden, als er in seinem Hause aufzubewahren genötigt war.

Unwillige Worte kamen leise über die Lippen des alten Mannes, als der Summer erneut aufklang, ehe er noch die Haustür erreicht hatte. Irgendwie hatte der stete Umgang mit Edelsteinen auf ihn abgefärbt, die zu ihrem Entstehen auch unermessliche Zeitspannen benötigt hatten, und ihn zu einem Gegner jeder unnützen Hast gemacht. Auch ihre Bearbeitung, die er oft genug selbst vornahm, um sie ganz seinen Vorstellungen entsprechend zu formen, beanspruchte soviel Sorgfalt und Geduld, dass diese Eigenschaften ihm in Fleisch und Blut übergegangen waren.

Betont langsam und gemessen schritt er die Stufen zur Tür hinab, in Gedanken bereits Worte des Tadels formend, der auch einem potentiellen Käufer gegenüber der Sitte nach durchaus gerechtfertigt war. Seine Finger, schmal wie die eines echten Künstlers, lösten den Öffnungskontakt, lautlos schwang die Haustür auf, und dann ...

"Sei gegrüßt, Vater!", jubelte der junge Mann, der nunmehr vor ihm stand.

Die Augen des Älteren weiteten sich in ungläubigem Staunen, die missbilligenden Worte erstarben, bevor sie ausgesprochen werden konnten.

"Du, Jon?", flüsterten seine Lippen, als er den Sohn bewegt umarmte. "Ich hatte dich nicht vor Ablauf der nächsten Dekade erwartet."

Jon Guzry lachte im Überschwang der Jugend auf. "Jetzt staunst selbst du, nicht wahr? Ich hatte Glück, denn ich traf auf Korfs Planet einen Handelsfahrer, der zwanzig Tage vor dem planmäßigen Passagierschiff startete und mich mitnahm, da ich einige Kenntnis der interstellaren Navigation besitze. Ihm fehlte der zweite Navigator, der irgendwo ein Mädchen gefunden hatte und bei diesem geblieben war. So konnte ich bis hierher mitreisen, ohne einen Zent für die ganze Überfahrt zu bezahlen."

Der Juwelier schüttelte trotzdem den Kopf.

"So begrüßenswert deine frühe Ankunft ist - du warst für meine Begriffe viel zu leichtsinnig, Sohn. Ich kenne diese Handelsfahrer von früher her. Der Mann hätte dich ohne Gewissensbisse verschwinden lassen, wenn er darauf gekommen wäre, dass du irgendwelche Reichtümer mit dir führst." Er löste die Umarmung und trat einen Schritt zurück. "Oder ist es wieder nichts mit dem

Stein geworden, auf den ich seit Jahren warte? Ist dir auch dieses Mal der Erfolg versagt geblieben?"

Der junge Mann heuchelte Entrüstung. "Ich glaube

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