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Küsst du noch oder beißt du schon? von MacAlister, Katie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2011
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Küsst du noch oder beißt du schon?

Die junge Dozentin Nell Harris zögert nicht lange, als sie nach Prag eingeladen wird, um eine alte Ritterrüstung zu begutachten. Doch die Reise gestaltet sich so ganz anders als gedacht. Zuerst stolpert Nell in der Wohnung der geheimnisvollen Melissande über Kobolde, dann wird sie von einem lüsternen Geist verfolgt und schließlich lernt sie Adrian kennen, einen unfassbar attraktiven Vampir ... Erstklassige Mischung aus Humor, Erotik und Mystery! Riesenerfolg in den USA, New-York-Times-Bestseller! Raffiniert, sexy und zum Schreien komisch! Christine Feehan in der New York Times

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 21.10.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802588174
    Verlag: LYX
    Serie: Dark Ones Vol.2
    Originaltitel: Sex. Lies, and Vampires
    Größe: 915kBytes
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Küsst du noch oder beißt du schon?

2

Man sollte doch meinen, es sei abschreckend genug, wenn man gesteht, jemanden getötet zu haben (wenn auch unabsichtlich), doch Melissande war leider viel härter im Nehmen, als ich gedacht hatte. Daher saß ich auch vierzig Minuten nach meiner Mitteilung, dass ich zehn Jahre zuvor meine beste Freundin umgebracht hatte, mit ihr im Auto, und wir brausten in östlicher Richtung durch die Nacht. Unser Ziel war das kleine mährische Städtchen Blansko.

Ich wusste immer noch nicht so genau, wie es ihr gelungen war, mich davon abzuhalten, gleich wieder abzureisen.

"Sie haben mich verhext", sagte ich vorwurfsvoll. "Es gibt keine andere Möglichkeit. Ich wäre jetzt nicht hier, wenn Sie mich nicht verhext hätten!"

Sie wandte die Augen kurz von der Straße ab und warf mir einen amüsierten Blick zu. "Ich weiß doch gar nicht, wie so etwas geht!"

"Sie sind doch ein Vampir. Dann können Sie andere auch mit Blicken hypnotisiere n - oder manipulieren oder wie auch immer man das nennt. Sie haben mich dazu gebracht mitzukommen, aber das wird Ihnen nichts nützen, Melissande. Ich bin nie eine Bannwirkerin gewesen, damals genauso wenig wie heute. Sie haben sich umsonst bemüht. Wie Ihnen meine tote Freundin bestimmt gern versichern würde, kann ich keine Flüche brechen."

Melissande seufzte und schaltete in den vierten Gang, um mit ihrem kleinen schwarzen Sportwagen einen Lastwagen zu überholen. "Das haben wir doch alles schon besprochen, Nell. Ich habe akzeptiert, dass Sie sich nicht in der Lage sehen, meinen Neffen zu retten, aber Sie haben eingewilligt, mir dabei zu helfen, ihn ausfindig zu machen."

"Ich sage doch, Sie haben mich hypnotisiert oder so. Anders ist es nicht zu erklären, dass ich Ihr Haus nicht in dem Augenblick verlassen habe, als ich diese n ... " Ich rieb mir die Stirn und starrte mit leerem Blick aus dem Fenster. Außer verschwommenen Lichtern, die hier und da in der Finsternis auftauchten, konnte ich nichts erkennen. "Grundgütiger, ich habe wirklich einen Kobold gesehen, oder? Und Sie sind wirklich ein Vampir. Ein weiblicher Vampir. Wie nennt man das? Vampirette vielleicht?"

Melissandes angenehmes, freundliches Lachen bewirkte, dass meine Panik sich ein wenig legte. "Wir sind mährische Dunkle, das ist die korrekte Bezeichnung, obwohl in Wahrheit lediglich die Männer Dunkle genannt werden. Ich bin einfach nur eine Mährin."

"Aha, verstehe. Aber einfach nur eine Mährin sind Sie ganz bestimmt nicht!"

Ihr Grinsen war ansteckend, obwohl mir bis zu diesem Moment weiß Gott nicht zum Lachen zumute gewesen war. "Ich habe Sie nicht manipuliert. Es war die Habgier, die Sie letzten Endes zum Bleiben bewogen hat", bemerkte sie.

"Das würde ich gern bestreiten, aber leider ist es nur allzu offensichtlich", entgegnete ich und schaute über die Schulter zu der langen, flachen Holzkiste auf dem Rücksitz. "Mein wissenschaftliches Interesse hat gesiegt. Und Sie geben mir wirklich den Brustpanzer? Ganz gratis und umsonst, ohne Bedingungen?"

"Wenn Sie mir helfen, meinen Neffen aufzuspüren, gebe ich Ihnen den Harnisch gern."

Ich dachte an die Kostbarkeit, die in der sorgfältig ausgepolsterten Kiste lag. "Es ist ein Museumsstück, wissen Sie das? Von unschätzbarem Wert. Niemand glaubt, dass es diesen Brustpanzer tatsächlich gibt. Was Sie mir anbieten, wird in der Welt der Mediävisten für einigen Wirbel sorgen. Ich sollte nicht einmal daran denken, einen solchen Schatz anzunehmen."

"Er stammt von Milan", sagte Melissande und sah mich von der Seite an. "Er datiert ungefähr aus dem Jahr 1395 und wurde im Schloss von Churburg gefertigt."

"Südtirol", sagte ich und seufzte vor Wonne. Sämtliche Kenner und Kennerinnen des Mittelalters hatten sich bislang an den Geschichten um diesen Brustpanzer die wissenschaftlichen Zähne ausgebissen. "Das Zeughaus von Churburg war für seine Exporte bekannt. Sie gingen meist nac

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