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Kane 2: Kreuzzug des Bösen von Wagner, Karl E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2015
  • Verlag: Golkonda Verlag
eBook (ePUB)
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Kane 2: Kreuzzug des Bösen

Etwas abgrundtief Böses regt sich in der uralten Festung des beschaulichen Ingoldi: Als Wegelagerer auf der Flucht dringt der skrupellose Orted in die zerfallende Zitadelle ein und verlässt sie wieder als Prophet eines vergessenen Gottes. In Windeseile hat er genug aufgepeitschte und hemmungslose Anhänger um sich geschart, um sie auf eine Welt loszulassen, deren untergegangene und verfeindete Reiche nur darauf warten, erobert zu werden. Die Schneise der Gewalt, die Orteds Schwarzer Kreuzzug hinterlässt, lockt den ruhelosen Kane herbei. Stets auf der Suche nach einem Grund, seine endlose Wanderschaft zu unterbrechen, stürzt er sich in die Schlacht. Doch Kane kämpft nicht für einen Glauben oder die Freiheit, sondern allein für sich selbst. Und in den alten Göttern, die insgeheim ihre Netze spannen, hat er womöglich ebenbürtige Gegner gefunden ...

Karl Edward Wagner (1945-1994) ist für viele Fantasy-Fans der legitime Erbe des Conan-Schöpfers Robert E. Howard. Sein Epos um den unsterblichen Krieger Kane umfasst drei Romane und zwei Sammelbände mit längeren Erzählungen. Außerdem hat er sich als Herausgeber klassischer Fantasy wie auch als Autor ebenso einfühlsamer wie drastischer Horror-Storys einen Namen gemacht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 28.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942396950
    Verlag: Golkonda Verlag
    Serie: Kane-Saga Bd.2
    Originaltitel: Darkness Weaves
    Größe: 1260 kBytes
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Kane 2: Kreuzzug des Bösen

1. Kapitel - Der Mann, der keinen Schatten warf

Der Markt der Zünfte in Ingoldi hatte seit drei Tagen seine Tore geöffnet. Mit ihrer zentralen Lage an den Handelsstraßen, die dieses von tropischen Wäldern bedeckte Gebiet durchzogen, war die Stadt der ideale Standort für dieses Ereignis. Aus ganz Shapeli reisten die Handwerker nach Ingoldi, um einmal jährlich ihre Arbeiten den abschätzenden Blicken der Kaufleute und Händler darzubieten, die aus dem Waldland und von noch weiter her kamen - wettergegerbte Seeleute, deren Handelsschiffe das Binnenmeer im Westen befuhren, dunkelhäutige Reiter, deren Karawanen über die endlosen Grasebenen der südlichen Königreiche zogen, wo das Waldland an Shapelis südlicher Grenze in die Savanne überging. Auch für diejenigen, die weder Handwerker noch Kaufleute waren, bedeutete der Markt der Zünfte ein großes Ereignis, eine willkommene Abwechslung in einem mühsamen bäuerlichen Leben. Aus unzähligen Städtchen und Dörfern kamen alle, denen es möglich war, für eine Woche des Vergnügens nach Ingoldi.

In Buden und Pavillons, auf Wagen und vor hastig aufgebauten Ständen, überall auf dem Platz der Zünfte und in den umliegenden Gassen feilschten Käufer und Verkäufer um die angebotenen Waren. Kostbare Pelzmäntel und Lederarbeiten, Ballen fein gewebter Baumwolle und kräftigen Linnens. Reisetruhen aus tropischen Harthölzern, in denen man das erworbene Gut sicher nach Hause bringen konnte. Kostbare Kämme aus Elfenbein und Schlangenhaut als Schmuck für das wundervolle Haar der Herzensdame. Geschirr aus Zinn und Kupfer, Töpferei und geblasenes Glas, hölzerne Tabletts und silberne Teller. Exquisites Geschmeide aus Silber und Gold, Smaragde und Opale und - um sie zu schützen - Hartholzbögen und eisenverstärkte Pfeile, Messer und Schwerter mit Klingen aus echtem Carsultyal-Stahl - bei Thoem, ich schwöre es, echter Carsultyal-Stahl!

Tavernen und fliegende Weinhändler versorgten die durstigen Massen mit Bier und Wein, Weinbrand und erlesenen Spirituosen. Frisches Obst und Gemüse, stark gewürzte Eintöpfe und Fleischspieße vom Holzkohlengrill sättigten Aussteller und Besucher. Unter den nachsichtigen Augen der Stadtwache gingen Taschendiebe und Beutelschneider ihrem Handwerk nach. Unternehmungslustige Huren versuchten, mit rauem Lachen und aufgesetztem Lächeln die Kaufleute von der Arbeit fortzulocken. Akrobaten, Schauspieler und Straßensänger bemühten sich, mit ausgefallenen Vorführungen ihrer Künste die Aufmerksamkeit der geschäftigen Menge zu erringen.

Der Markt der Zünfte war ein Gewirr froher Farben, exotischer Gerüche, schrillen Geschreis und dichten Gedränges. Über ganz Ingoldi lag die Atmosphäre eines ausgelassenen Festes, und der fehlgeschlagene Versuch Orteds und seiner Banditen, den Markt am vorigen Tag zu überfallen, gab schon kaum mehr Gesprächsstoff ab.

Doch Hauptmann Fordheir, der Kommandant der Stadtwache, vergaß den gescheiterten Überfall nicht. Fordheirs Bogenschützen waren es gewesen, unter deren wohlgezielten Pfeilen sich Orteds sorgfältig geplanter Raubzug gestern in ein Blutbad verwandelt hatte. Von dem hohen Kopfgeld für den Banditenführer in Versuchung geführt, hatte einer von Orteds Männen den geplanten Überfall verraten.

Ingoldi war eine träge, weitläufige Stadt, die Jahrhunderte des Friedens hinter sich hatte. Die Stadtmauer verfiel, ihre Steine wurden als Baumaterial verwendet. Auf dem Höhepunkt des Marktes der Zünfte sammelte sich hier ein unschätzbares Vermögen in Form von Münzen und leicht beweglichen Luxuswaren, dessen einzigen Schutz die unterbesetzte Stadtwache bildete. Orteds Plan war verwegen gewesen, aber das einfache Volk jubelte dem kühnen Banditen zu und wäre den reichen Kaufleuten und der bezahlten Stadtwache nie zu Hilfe gekommen. Warum sollte man es für Gold, das man niemals selbst besitzen würde, mit Banditenschwertern aufnehmen?

Orted hatte vorgehabt, hundert seiner Männe

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