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Kill for Fun Gnadenlose Geschichten von Laymon, Richard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.03.2014
  • Verlag: Festa Verlag
eBook (ePUB)
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Kill for Fun

12 gnadenlose Geschichten des Kultautors. Wie böse Deine Fantasie auch sein mag - die von Richard Laymon ist schlimmer! Inhalt: Triage Der Greifer Herman Eine gute Zigarre kann man rauchen Ich bin kein Krimineller Oscars Vorsprechen Die gute Tat Wunschknochen Das Aufräumkommando Graces Rettung Die Turmspringerin Der Pelzmantel Dean Koontz: "Laymon treibt es immer auf die Spitze ... Keiner schreibt wie er, und seine Bücher bereiten immer wieder großes Lesevergnügen." Stephen King: "Wer sich Laymon entgehen lässt, verpasst einen Hochgenuss."

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 06.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783865522665
    Verlag: Festa Verlag
    Serie: Horror TB 69
    Größe: 475 kBytes
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Kill for Fun

TRIAGE

1

Fast Feierabend. Die letzte Stunde zog sich immer endlos in die Länge, besonders freitags.

Sharon sah auf die Uhr, die über der Bürotür hing.

Noch zehn Minuten. Zehn lange, lange Minuten. Dann endlich Freiheit. Wochenende.

Wäre Mr. Hammond nicht da gewesen, was öfter vorkam, hätten sich die anderen schon längst verzogen. Aber man ging natürlich nicht früher nach Hause, wenn der Chef es mitbekam.

Sharon wäre ohnehin nicht früher gegangen. Sie wurde für einen vollen Arbeitstag bezahlt, also arbeitete sie auch den vollen Tag. Im Gegensatz zu Susie, Kim und Leslie, die sich in Abwesenheit von Mr. Hammond längst verdrückt hätten.

Sharon mochte es am liebsten, wenn sie das Büro für sich allein hatte.

Susie, Kim und Leslie fand sie zwar nicht total unmöglich, hielt sie jedoch für ziemlich typische Angestellte: kompetent, aber nicht sonderlich ehrgeizig; in der Regel freundlich, wenn sie nicht gerade spitze Bemerkungen machten; ständig am Jammern über alle möglichen Kleinigkeiten und hauptsächlich mit ihren Haaren und Nägeln beschäftigt.

Mr. Hammond, der sich mit einer Mandantin in sein Büro zurückgezogen hatte, konnte nicht sehen, dass Susie lavendelfarbenen Lack auf ihre Nägel auftrug, während die letzten Minuten vor Feierabend verstrichen. Oder dass Leslie ihren Lippenstift in einem Klappspiegel kontrollierte. Oder dass Kim am Telefon plauderte, vermutlich mit einem ihrer diversen Freunde.

Sie machen diesen Job schon viel länger als ich, dachte Sharon.

Bevor ich's überhaupt mitbekomme, fange ich wahrscheinlich selbst an, mir fünf Zentimeter lange Nägel wachsen zu lassen und ...

Niemals .

Gott, ich würde mich lieber umbringen, als mein ganzes Leben mit einem Job wie diesem zu verschwenden.

Nein, auf keinen Fall.

Wie auch immer, diese Gefahr bestand nicht.

Sie blickte erneut auf die Uhr. Acht Minuten vor fünf.

Während sie über das langsame Verstreichen der Zeit schmunzelte, kehrte das unangenehme Gefühl im Magen zurück. Sodbrennen. Die Folge des heutigen Mittagessens in Simon's Deli. Tolle Reuben-Sandwiches mit einer üppigen Portion Pastrami und Sauerkraut und einem riesigen Haufen geschmolzenem Schweizer Käse zwischen zwei Scheiben getoastetem Roggenbrot. Der totale Hit.

Ein Besuch im Simon's bedeutete zwar immer eine lange Fahrt durch die mittägliche Rushhour und Sodbrennen am Nachmittag, aber es fiel Sharon trotzdem furchtbar schwer, der Versuchung zu widerstehen. Sie fuhr mindestens zweimal die Woche hin. Und bekam die Quittung dafür.

Sie blickte erneut auf die Uhr. Sechs Minuten vor fünf.

Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug ...

Sie zog eine Seitenschublade ihres Schreibtischs auf und entnahm ihr eine Rolle Kautabletten. Nachdem sie einen Teil der Verpackung abgeschält hatte, drückte sie die erste Tablette mit dem Daumennagel heraus. Sie warf sich die rosa Pille in den Mund und begann zu kauen.

Ihr Telefon klingelte. In der Spätnachmittagsstille des Büros ließ das unerwartete Geräusch sie zusammenzucken. Sie schluckte die Tablette hinunter, lehnte sich über ihren Schreibtisch und angelte nach dem Mobilteil des Telefons. "Anwaltskanzlei J. P. Hammond and Sons, Sharon am Apparat. Was kann ich für Sie tun?"

"Ich krieg dich."

Die Stimme des Mannes am anderen Ende der Leitung klang brutal und gemein. Unter der Bluse breitete sich eine Gänsehaut auf ihrem Rücken aus. Ihre Brüste kribbelten in den Kö

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