text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Krakentang Wissenschaftlich-fantastische Erzählungen von Rasch, Carlos (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.09.2015
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Krakentang

Hunderte Meter unter das Packkeis am Polarkreis, zehntausend Meter hoch in den Jet-Sturm über dem Atlantik, auf die Mondoberfläche und weitüber unser Sonnensystem hinaus in die Galaxis führt uns der Autor in diesen wissenschaftlich-fantastischen Erzählungen. Der Kampf Marlies van Treddenkamps gegen die fehlmodulierten Mortis-Polypen, der Rekordflug Kuba-Bagdad mit einem Unterschallflugzeug, das im Jet-Orkan im Überschall fliegt, und die Aufklärung einer unterseeischen Katastrophe sind sicher Probleme der nächsten Jahrzehnte: Was hier an fantastischen Möglichkeiten geschildert wird, kann morgen schon Wirklichkeit sein. Mit dem 'Untergang der ,Astronautic', dem 'Unirdischen Raumschiff' und der 'Mondstaubbarriere' hat Carlos Rasch Raumfahrtthemen der ferneren Zukunft gestaltet. Bei aller Fantastik des Geschehens bleibt er auch hier den sich heute abzeichnenden Entwicklungslinien in Wissenschaft und Technik treu. Die unveränderte Originalausgabe von 1968 aus der Reihe 'Spannend erzählt' vom Verlag 'Neues Leben'. INHALT: Krakentang Rekordflug im Jet-Orkan Polaröl Der Untergang der 'Astronautic' Das unirdische Raumschiff Die Mondstaubbarriere

Carlos Rasch wurde am 6. April 1932 in Curitiba unweit von Sao Paulo und dem Kaffeehafen Santos im brasilianischen Hochland von Parana geboren. Seine Eltern, aus Ostpreußen und der Magdeburger Börde stammend, kehrten 1938 nach Deutschland zurück. Nach seiner Schulzeit in Ostpreußen lernte Rasch in Köthen Dreher, arbeitete aber schon ab 1951 in Berlin ais Reporter und Redakteur in einer Nachrichtenagentur. Er lebte seit 1963 in Falkensee, einem Ort nahe Berlin, ehe er 2000 nach Brieselang bei Nauen zog. Er hat drei Kinder und fünf Enkel. Seit 1960 ist er schriftstellerisch tätig. In Deutschland und dem angrenzendem Ausland veröffentlichte er mehrere utopische Bücher, darunter auch Kinderbuchtexte, zusammen etwa 50 Auflagen mit 1,5 Millionen Exemplaren. Er hielt über 1 200 Lesungen in Schulen, Kindergärten, Jugendklubs und Buchhandlungen sowie in Gewerkschafts- und Stadtbibliotheken. Nach 1990 war Carlos Rasch für die Märkische Allgemeine Potsdam, einem Imprint der Frankfurter Allgemeinen, als fest eingestellter Redakteur tätig. Er verfasste über 3 000 Artikel, Porträts und Gerichtsberichte zu den Anpassungswehen Ostdeutschlands an die Bundesrepublik. Seit 1997 ist er Ruheständler. Raschs wichtigste Titel sind die Bücher "Asteroidenjäger" (1961) mit 148 000, "Der blaue Planet" (1963) mit 260 000, "Krakentang" (1968) mit 110 000 und "Magma am Himmel" (1975) mit 80 000 Exemplaren. Hinzu kommen noch 1967 die beiden Kinderbücher "Mobbi Weißbauch" und 1988 "Der verlorene Glühstein". Die "Asteroidenjäger" waren auch Vorlage zum DEFA-Film "Signale - Ein Weltraumabenteuer" (Regie Kolditz), der noch 2001 in Minnesota (USA), in Bradford (England) und in Berlin Sondervorführungen erlebte. Das Fernsehen der DDR übertrug dem Autor 1973 mehrere Folgen der Serie "Raumlotsen", die dann aber wegen des hohen Modellaufwandes nicht in Produktion ging. Rasch hat diese Szenarien in sein vierbändiges Werk 'RAUMLOTSEN' einfließen lassen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 459
    Erscheinungsdatum: 23.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956555190
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 1874 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Krakentang

Damals, als die erste Nachricht von der 'Azimut' eintraf, stellte sich jedermann einen triumphalen, glanzvollen Empfang für diese Kosmonauten vor. Man traf Vorbereitungen, um die Menge prominenter Persönlichkeiten, die ganz sicher von der Erde zum Mond herüberkommen würden, in Port Selena unterzubringen. Ganze Etagen neuer Kasematten wurden angelegt, denn wohl oder übel musste jedes aus dem Kosmos heimkehrende Raumschiff zuerst den Quarantänehafen anfliegen. Mit einigen vorsichtigen Kompromissen hinsichtlich der medizinischen Sicherheitsbestimmungen wäre ein solch triumphaler Empfang durchaus möglich gewesen. Nun aber hatten die Umstände diese Vorstellung in das Gegenteil verkehrt. Umfangreiche Absperrungen und strenge Isolierung nicht nur der zurückkehrenden Expedition, sondern auch des gesamten Quarantänehafens waren angeordnet worden. Der Arzt seufzte. Jetzt lag es in der Hand der Mediziner, die Besatzung der 'Azimut' zu retten und die Krankheit niederzuzwingen, bevor sie auf andere Mondbewohner oder gar auf die Erde übergriff. Schon einmal war die Mehrzahl der Wissenschaftler und Techniker einiger Mondstationen an einer vom Mars eingeschleppten Seuche schwer erkrankt. Der Kosmos ließ nicht mit sich spaßen. Die Patienten aus der 'Azimut' waren nicht zu beneiden. Ihnen standen auch nach der Heilung noch monatelange Tests und Isolierungen bevor. Die wegen des Sixtafiebers verschärften Quarantänebestimmungen erlegten diesen Raumfahrern und jedem Mitarbeiter der Kliniken von Port Selena eine schwere Prüfung auf. Auf der Erde war vor über zweihundert Jahren der generelle Impfschutz verwirklicht worden, und es gab kaum noch Infektionskrankheiten. Mit der Zunahme der kosmischen Expeditionstätigkeit und besonders der Flüge zur Venus und zum Mars bestand aber die Gefahr, dass neue, unbekannte Krankheiten auf die Menschheit übertragen werden konnten. Einzig Professor Halldorn und seine Ärzte hatten es in der Hand, ob Port Selena auch diesmal der wirksame Schutz gegen die Infiltration fremder Krankheitserreger blieb, der er bisher gewesen war. Drüben auf der Erde an den Bildschirmen bewunderten sicherlich viele Menschen den Mut der Frauen und Männer in den Sanitätstransportern, denn es konnte leicht passieren, dass sie die nächsten Opfer des Sixtafiebers wurden. Der Arzt schrak leicht zusammen, als eine fremdartige, etwas sirrende Stimme aus dem Lautsprecher ertönte. Sie teilte mit: 'Vern 7 Mol gelandet. Gravitron mit Unterdrall geblockt. Einschweben sofort möglich. Galaktische nicht an Bord. Lebende inaktiv. Gebe Unentbehrlichkeitssignal. Erwarte Teleportation. Schleusen öffnen auf Code Null. Kreislaufkammer im Zentrum. Erreichbar über Antigrav zwei.' Klaus Heise lauschte auf die vielen rätselhaften Worte. Er fragte sich, wie lange es wohl dauern würde, bis die Techniker die unbekannten Begriffe, zum Beispiel Code Null und Antigrav, gedeutet hatten. Offenbar war das aber gar nicht so schwierig, denn die Fahrzeuge des Ko-In-Ko, des 'Kosmonautischen-Ingenieur-Kontrolldienstes', standen schon dicht neben dem Kugelraumer und trafen zusammen mit den Mannschaften der Sanitätstransporter Vorbereitungen zum Einschleusen. Bereits zehn Minuten später öffnete sich die Schleuse der eridanischen Raumkugel. Alle im Chefzimmer versammelten Ärzte beugten sich gespannt vor. Auf dem Hauptschirm wurde das Innere des Kugelraumers sichtbar: zunächst nichts weiter als Gänge oder Schächte, über deren Böden oder Wände magische Lichtpfeile rasten, den Weg markierend, den die Leute zu gehen hatten. Die Ko-In-ko-Techniker hatten eine irdische Telekamera mitgenommen. Man sah, wie die Trupps durch fremdartig geformte Räume gingen und schließlich einen diffus erleuchteten Saal mit eigenartigen Gerätschaften erreichten. Die Raumfahrer der Trans-Sol-Expedition fand man in speziellen Zellen, von Messgeräten umgeben und durch dünne Schläuche mit einer Anlage verbunden. Die Bergungsgruppen lösten sie von diesen Verbindu

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen